Das Touchscreen-Handy ist Ihnen zu klein, das 10-Zoll-Tablet zu groß? Dann sind Sie genau der richtige Kandidat für ein Tablet mit 7-Zoll-Display. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Geräte vor.
Eigentlich will das iPad mini gar nicht so recht zur Klasse der 7-Zoll-Tablets gehören. Apple hat zumindest bei der Präsentation des kleinen iPad viel Energie darauf verwendet, dass das 7,9-Zoll-Tablet doch viel größer sei als die 0,9 Zoll Unterschied ahnen lassen.
Da ist etwas dran, wer aber ein kompaktes Tablet sucht, sollte das iPad mini aber durchaus in Erwägung ziehen. Und entgegen der Hoffnung von Apple eben auch die 7-Zoll-Geräte der Konkurrenz, die zudem meist deutlich günstiger ausfallen.
Die Preise sinken
Denn die kleinen Surfbretter werden dank der Preispolitik von Google und Amazon immer günstiger angeboten: Der Kindle Fire HD ist ab 200 Euro zu haben, der Google Nexus 7, gebaut von Asus, ebenfalls zu diesem Kampfpreis. Nur Apple macht bei diesem Preispoker nicht mit: Die günstigste Version des iPad mini mit 16 Gigabyte und WLAN kostet Sie satte 325 Euro. Auch das vermutlich ein Grund, warum Apple den direkten Vergleich scheut.
Der Markt boomt
Natürlich gibt es da noch andere Hersteller die am Tablet-Kuchen mitverdienen möchten, nicht zuletzt Samsung, Acer oder Sony. Der Tablet-Markt entwickelt sich gerade erst und bringt dementsprechend viele Nachahmer-Produkte hervor. Die können aber in aller Regel mit den Modellen finanzkräftiger Konzerne nicht mithalten.
Wir haben die Modellvielfalt für Sie überprüft, ausgesiebt und stellen Ihnen die wichtigsten Geräte vor. Unsere vier Kauftipps präsentieren wir Ihnen weiter unten auf der Seite, in der Bildergalerie finden Sie 15 7-Zoll-Tablets, die eine Überlegung wert sind.
Viel Power dank 1-GHz-Prozessor und 1 Gigabyte RAM: Dennoch ging es beim Abspielen des Test-HD-Videos nicht ohne Ruckler ab. Das Iconia Tab ist mit 13 Millimetern vergleichsweise dick geraten, mit gut 400 Gramm ist es für einen 7-Zöller auch recht schwer – für den mobilen Einsatz also nur bedingt geeignet. Punkten kann es unter anderem mit seiner HDMI-Schnittstelle. Die Version mit WLAN kostet rund 300 Euro.
Den neuen Kindle gibt’s mit 16 und 32 Gigabyte Speicher, die beiden Versionen sind für rund 200 und 250 Euro bei Amazon erhältlich. Das Fire HD besitzt ein Anti-Glare-Display mit 1280 x 800 Pixeln Auflösung, ist 10,3 Millimeter dick und fast 400 Gramm schwer. Sein Dual-Core-Prozessor ist mit 1,2 GHz getaktet. Der Preis von 200 Euro ist natürlich eine Kampfansage an die Konkurrenz. Wobei sich das verwendete Android nur eingeschränkt nutzen lässt. Der Kindle Fire HD ist also eher ein E-Book-Reader mit Tablet-Funktionen.
Ein Leichtgewicht: Mit knapp 300 Gramm ist das iPad mini rund 100 Gramm leichter als das Kindle Fire HD – trotz der um knapp einen Zoll längeren Display-Diagonale. Handlich, gut bedienbar, nicht zuletzt dank des bewährten Betriebssystems iOS. Es überzeugte im Praxistest mit flüssigen Abläufen, gutem Display und der bei Apple üblichen Spitzenverarbeitung. Die günstigste WLAN-Variante mit 16 Gigabyte gibt’s für 325 Euro.
Eine gute Ausdauer von 8:20 Stunden, ein flink reagierender Touchscreen und viele kleine Extras, wie zum Beispiel ein ausklappbarer Stützfuß, mit dem sich das Archos 80 G9 aufstellen lässt. Gespart hat der Hersteller am Display: Sowohl die Helligkeit von 209 cd/m2 als auch der Kontrast von 1:83 sind nicht wirklich berauschend. Mit seinem 8-Zoll-Display fällt es zudem etwas größer aus
Entschlackt, ohne Feature-Vielfalt präsentiert sich Googles 7-Zöller. Dafür ist er aber auch richtig günstig: Bereits ab 200 Euro gibt’s die 16-Gigabyte-Version, ab 250 Euro die Variante mit 32 Gigabyte. Ist neben WLAN auch HSPA+ mit von der Partie fallen rund 300 Euro an. Das Nexus 7 erwies sich im Test als leistungsfähiges Tablet mit guten Testwerten.
Ungewöhnlich für ein Tablet: Beim Base Tab lässt sich der Akku austauschen, wie bei einem Handy. Das vom Service-Provider Base gebrandete Tablet zeigte im Test Schwächen bei Display und Leistung. Der schlichte Androide konnte im Test lediglich bei der Handhabung ein „Gut“ einfahren, sonst war er überall nur „Ausreichend“. Wer sich damit zufrieden gibt, der kann derzeit für rund 230 Euro zuschlagen.
WLAN, UMTS und HSPA+: In Sachen mobiler Internet-Anbindung ist das 7-Zoll-Tablet ganz groß. Der Touchscreen mit der unterdurchschnittlichen Auflösung von 800 x 480 Pixel ist hinter einer Oberfläche aus Gorilla-Glas geschützt. Erhältlich ist das Streak 7 mit 16 und mit 32 Gigabyte. Die kleine Variante kostet derzeit nur etwa 155 Euro.
Gut und richtig günstig: Das Flyer mit 7-Zoll-Display bleibt unter 300 Euro. Sein Touchscreen entpuppte sich im Test als ausreichend groß für alle Anwendungen. Wer kleinere Mängel bei der Ausstattung, zum Beispiel die fehlende HDMI-Schnittstelle hinnehmen kann, der wird mit dem gut verarbeiteten Flyer im edlen Alumantel zufrieden sein. Als Extra bietet das Flyer einen Bedienstift für eine flexiblere Nutzung.
Es geht los mit einem „Wow!“ für die Verarbeitung: Das MediaPad muss sich selbst im Vergleich mit dem iPad nicht verstecken. Das Display des Schmuckstücks löst mit überdurchschnittlichen 1280 x 800 Pixel auf. Die Leistung könnte besser sein, fünfeinhalb Stunden Akkulaufzeit im Dauereinsatz sind ein nur mittelmäßiger Wert. Mit derzeit 260 Euro ist das 3G-fähige MediaPad recht günstig.
Gute Verarbeitung und Handhabung, nicht zuletzt dank einer gummierten und somit griffsicheren Rückseite, das zeichnet das hochwertig anmutende Playbook aus. Die Ausstattung offenbart allerdings große Lücken: UMTS fehlt, Mail-Empfang klappt nur über die BlackBerry Bridge zum Smartphone. Immerhin sind WLAN und eine 5-Megapixel-Kamera die auch HD-Videos schießt mit von der Partie. In der Version mit 16 Gigabyte kostet das Playbook derzeit rund 180 Euro, empfiehlt sich aber vor allem für Blackberry-Nutzer.
Android 4.0 angereichert mit der Benutzeroberfläche Touchwiz lässt die Handhabung „Gut“ dastehen. Die gleiche Note gab’s für die typische Ausdauer von 6:45 Stunden.
Die Ausstattung ist aber nur „Befriedigend“, die Messwerte sogar nur noch „Ausreichend“. Dies liegt vor allem am merklich spiegelnden und vergleichsweise kontrastarmen Display. Der Preis von rund 300 Euro ist vergleichsweise hoch.
Telefonieren wie mit einem Smartphone, das sieht zwar etwas gewöhnungsbedürftig aus, funktioniert aber mit dem Galaxy Tab 7.0 Plus N einwandfrei. Es ist zudem reaktionsschnell, auch HD-Videos laufen komplett ruckelfrei. Der Akku mit 4000 mAh liefert trotz des hellen Displays und des schnellen Prozessors gute Ausdauerwerte. In der Version mit WLAN ist der schicke 7-Zöller bereits für 200 Euro zu haben.
Ein Tablet mit zwei Halb-Displays, klappbar. Die Idee hat ihren Reiz, zumal das Display so auch besser geschützt ist. Der Ankauf einer Extra-Hülle entfällt zudem. Der Nachteil: Apps müssen für diese Anzeige speziell konfiguriert sein, dies tun die wenigsten. Davon abgesehen bietet das Tablet P eine ansehnliche Ausstattung und eine gute Handhabung. Es lieferte auch gute Messwerte im Test. Die Ausdauer ist im Gegenzug nur mangelhaft: Bereits nach 3:43 Stunden Dauereinsatz schaltet das Tablet alles ab.
Nvidia-Tegra3-Prozessor, 1 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine Laufzeit von laut Hersteller 11 Stunden versprechen eine gute Leistungsfähigkeit. Das Toshiba AT270-100 kommt mit Android 4.0, 32 Gigabyte Speicher und ohne UMTS. Es ist nur 332 Gramm schwer, das Display misst 7,7 Zoll in der Diagonale und löst mit 1280 x 800 Pixeln auf. Richtig teuer: Sie müssen für das AT270-100 aktuell etwa 490 Euro hinblättern.
Apple iPad mini
Preis: ca. 325 Euro
Steve, wir haben das iPad geschrumpft: Die Nachfolger von Steve Jobs haben sich über die Wünsche des verstorbenen Apple-Konzernchefs hinweggesetzt und die Fans in diesem Jahr mit einem 7,9-Zoll-Tablet überrascht. Das Schrumpf-iPad trumpft denn auch mit seiner Handlichkeit auf. Mit 300 Gramm wiegt es darüber hinaus nur halb so viel wie das iPad 4.
Mit 7,9-Zoll-Display fällt das iPad mini etwas größer aus.
Wie üblich bei Apple-Geräten ist die Verarbeitung erste Sahne, genau so das Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel. Auch wenn hier die Pixeldichte nicht mit dem Retina-Display des iPad 4 mithalten kann: beim iPad Mini sind es 162 ppi, beim iPad 4 ganze 264 ppi. Das fällt zum Beispiel bei Schriften sofort auf. Das mini besitzt jedoch einen schnellen Prozessor und ein ausgereiftes Software-Paket, dazu kommt die gewohnt einfache Bedienung.
Die Preise für die sechs Modellvarianten des iPad mini sind zwar um einiges günstiger als die der ausgewachsenen iPads. Sie liegen aber meist deutlich über denen der 7-Zoll-Tablets In der günstigsten Variante mit 16 Gigabyte und WLAN kostet das mini 325 Euro, in der mit 64 Gigabyte und 3G sind es 660 Euro.
Amazon Kindle Fire HD
Preis: ca. 200 Euro bei Amazon
Mit dem Fire HD hat Amazon ein kleines Schmuckstück auf den Markt geworfen, das auch in Sachen Verarbeitung keine Wünsche offen lässt. Bei 193 x 137 x 11 Millimetern und 395 Gramm Gewicht bleibt es angenehm handlich.
Der Kindle Fire ist ein E-Book-Reader mit Tablet-Funktionalität.
Auch wenn dem Fire HD UMTS fehlt, so ist es mit Web-Browser, Apps und Spielen dennoch weit mehr als nur ein E-Book-Reader. Bei den Apps findet sich unter anderem Skype, bei dem die Frontkamera zum Einsatz kommt. Das App-Angebot ist allerdings deutlich übersichtlicher als bei iPad und Android-Tablets.
Zur Ausstattung des Kindle Fire gehören eine Micro-USB- sowie eine HDMI-Schnittstelle, WLAN sowie ein 1,2-Gigahertz-Zweikernprozessor, der für flüssige Abläufe sorgt. In der Variante mit 16 Gigabyte kostet das Fire HD rund 200 Euro, bei 32 Gigabyte Speicher fallen rund 250 Euro an.
Asus Nexus 7
Preis: ca. 200 Euro
Grundsolide, mit wenig Feature-Ballast, in den wirklich wichtigen Disziplinen eines Tablets aber richtig gut – das bringt die Essenz des Nexus 7 auf den Punkt. Fangen wir mit dem Display an: Es löst Bilder mit 1280 x 800 Pixel auf, verfügt über eine weiten Blickwinkelbereich und bleibt auch in hellem Sonnenlicht überdurchschnittlich gut ablesbar. Das Nexus 7 ist zudem gut verarbeitet und mit 334 Gramm auch recht leicht.
Das Nexus 7 schickt Google zum Kampfreis ins Rennen.
Für satte Rechenpower sorgt ein schneller Quad-Core-Prozessor Nvidia Tegra 3 (1,2 GHz), als Betriebssystem kommt Android 4.1.1 zum Einsatz. WLAN, USB-Schnittstelle sowie eine Kamera nur für Videoanrufe sind ebenfalls mit von der Partie. Ein HDMI-Anschluss fehlt. Der Akku entpuppte sich im Test ebenfalls als überdurchschnittlich, er machte rund 7 Stunden Dauereinsatz mit.
Der Browser als Befehlsempfänger
Das besondere Extra: Der Browser des Nexus 7 lässt sich auch per Sprachsteuerung bedienen. Mit Widgets lässt sich das Google Tablet an die Bedürfnisse einzelner Nutzer anpassen. Im Play Store von Google warten zudem massenhaft Apps sowie Play Music, Play Book und Play Movie, ein mit Unterhaltung reich gedeckter Tisch.
Bereits ab 200 Euro gibt’s die 16-Gigabyte-Version, ab 250 Euro die Variante mit 32 Gigabyte. Rund 300 Euro kostet die Version mit HSPA+.
Samsung Galaxy Tab 2 7.0 GT-P3100
Preis: ca. 280 Euro bei Guenstiger.de
HSPA+, WLAN, Bluetooth, ein HDMI-Ausgang und auch GPS ist mit an Bord: Wenn es um die Kommunikation geht, ist das Galaxy Tab 2 7.0 ganz große Klasse und ganz allgemein kann sich die Ausstattung des „kleinen“ Galaxy Tab 2 sehen lassen. Ebenfalls ganz vorne mischt das Samsung Tab bei der Ausdauer mit: Der Akku mit 4023 mAh hält gute 6,45 Stunden im Mischeinsatz durch. Die Note „Gut“ heimst das Galaxy Tab 2 neben der Ausdauer auch bei der Handhabung ein.
Das Galaxy Tab 2 7.0 bringt eine mächtige Ausstattung mit.
Der Prozessor leistet sich nur kleine Aussetzer zum Beispiel beim Wechsel vom Hoch- zum Querformat, Surfen klappt jedoch flott. Die Bedienung läuft über Samsungs Touchwiz-Oberfläche, die auf Android 4.0 aufgepfropft ist.
Das Display spiegelt allerdings merklich, im Sonnenlicht ist es nur begrenzt ablesbar. Bei normalem Raumlicht überzeugt es hingegen mit guter Blickwinkelstabilität und natürlichen Farben. Aber selbst da könnten die Kontrastwerte besser sein. Das Galaxy Tab 2 mit 16 Gigabyte kostet Sie im Online-Handel 280 Euro.