Google Streamingstick

So sieht Chromecast von innen aus

Bei einem Presse-Event in San Francisco hat Google ein neues Gadget vorgestellt, das Content ganz einfach an den Fernseher übermitteln soll. Vor allem der Preis ist eine echte Kampfansage in Richtung Apple und dessen Apple TV.

© Google

Google Chromecast macht Apple TV Konkurrenz

Während man Googles Streamingstick Chromecast hierzulande noch nicht einmal direkt vorbestellen kann, haben findige Bastler in den USA das Gerät bereits gekauft und auseinandergenommen. Nur wenige Tage nach US-Verkaufsstart zeigen die Teardown-Spezialisten von iFixit was im Inneren des kleinen HDMI-USB-Gadgets steckt.

Der "Teardown", also das professionelle Zerlegen des Media-Dongle, förderte folgende technische Angaben zu Tage:

  • Verbindungen: WLAN- (802.11 b/g/n), Bluetooth- und FM-Kombimodul AzureWave AW-NH387
  • Prozessor: Marvell DE3005-A1 System on Chip
  • Flash-Speicher: Micron MT29F16G08MAA 16 GB (2 GB) NAND
  • Arbeitsspeicher: Micron D9PXV 512 MB DDR3L SDRAM

Chromecast macht Apple TV Konkurrenz (24. Juli 2013)

Mit Googles Chromecast sollen Online-Videos, Fotos und mehr ganz bequem ihren Weg auf den Fernseher finden. Das kleine Gerät, das einem USB-Stick ähnelt, wird einfach in den HDMI-Anschluss gesteckt und empfängt dann ohne weitere, große Einstellungen gestreamte Inhalte von anderen Geräten im selben WLAN.

Bei der Entwicklung von Chromecast legte Google nach eigenen Angaben besonderen Wert auf eine plattformübergreifende Lösung. Man wolle den Kunden nicht an einen bestimmten Anbieter zwingen und sei sich zudem der Tatsache bewusst, dass in vielen Haushalten sowohl Android- als auch iOS-Geräte zum Einsatz kommen.

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Chromecast unterstützt daher explizit auch iPhones, iPads sowie Smartphones mit Windows Phone. Dienste wie YouTube und Google Play Movies können ebenso per Knopfdruck an den Fernseher übertragen werden, wie Fotos oder Musik.

Auch ganze Tabs des Internetbrowsers Chrome sollen gemeinsam mit anderen auf dem großen Bildschirm im Wohnzimmer angesehen werden können. Diese Funktion befinde sich allerdings noch in der Beta-Phase.

In Zukunft sollen App-Entwickler und Gerätehersteller die Technologie direkt einbinden können. Unter dem Namen Google Cast könnte die Funktionalität ab Werk in Fernsehern und anderen Geräten verbaut werden.

Eine Kampfansage ist in jedem Fall der Preis: Googles Chromecast ist ab sofort zum Preis von 35 US-Dollar bei den amerikanischen Händlern Amazon, Bestbuy und im Google Play Store erhältlich. Im Preis enthalten ist ein dreimonatiges Abo für den Videostreamingdiesnt Netflix. Am 28. Juli kommt das Gerät in den USA in den stationären Handel, weitere Länder sollen bald folgen.

© ifixit.com

Teardown: So sieht Googles Chromecast von innen aus.

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