Prozessor

Mediatek Helio X20 - Sparsame Deca-Core-CPU

Der Helio X20 wird Mediateks nächster Prozessor für mobile Geräte, der mit 10 Kernen trotz hoher Leistung energiesparend arbeiten soll.

© Mediatek

Mediatek Helio X20

Der Mediatek Helio X20 will mit einer neuen Prozessor-Architektur den ewigen Widerstreit zwischen höchster Energieffizienz und dem ständig steigendem Leistungsbedarf entschärfen. Statt wie in der bisherigen sogenannten big.LITTLE-Architektur nur auf speziell ausgelegte Prozessor-Cluster für niedrigen Verbrauch oder für hohe Leistung zu setzen und zwischen diesen je nach Bedarf zu wechseln, setzt Mediatek bei dem Helio X20 genannten Prozessor auf gleich drei Leistungsstufen.

10 Kerne, verteilt auf drei Cluster

In der niedrigsten Stufe teilen sich vier verbrauchsoptimierte 1,4-Gigahertz-A53-Prozessorkerne die Arbeit. Liegen die Leistungsanforderungen im mittleren Bereich, so springen stattdessen vier A53 Kerne mit auf 2 GHz erhöhter Taktfrequenz ein. Für höchste Leistungsanforderungen sind dann zwei der wesentlich aufwändigeren A72-Kernen mit 2,5 GHz zuständig. Gesteuert wird das Tri-Cluster mit 10 Kernen (Deca-Core) über einen sogenannten Core-Pilot.

Dabei laufen leistungshungrige Applikationen wie Spiele im A72-Cluster. Auch das Laden einer aufwändigen Web-Seite wird hier stattfinden, während für die normale Browser-Nutzung auf das 2,0-GHz-A53-Cluster zurückgeschaltet werden kann. Für YouTube-Videos in HD ist sogar der schwächste Cluster ausreichend.

Bemerkenswert: Der für die optimale Nutzung der Cluster zuständige Core-Pilot läuft auf einem extrem genügsamen Cortex-M4-Prozessor mit 364 Megahertz, der gleichzeitig die Überwachung der Sensoren übernimmt und MP3s wiedergeben kann. So kann mit einem Helio-X20-Smartphone bei minimalstem Verbrauch Musik gehört werden und das Smartphone reagiert umgehend auf Spracheingabe.

Grafik

Als Grafikprozessor soll der Helio X20 eine MALI T880 GPU bekommen, die den Vorgänger in der Leistung um 40 % überbieten soll und das bei um ebenfalls 40 % gesenktem Verbrauch. LTE unterstützt er bis CAT-6 mit zwei Carriern a 20 MHz Bandbreite bis 300 Mbit/s.

Verfügbarkeit

Wie sich der Mediatek-Deca-Core-Prozessor in Smartphones schlägt, bleibt noch etwas abzuwarten. An die Hersteller ausgeliefert wird das neue System-on-a-Chip ab dem dritten Quartal 2015, erste Smartphones erwartet Mediatek im ersten Quartal 2016.

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