Neuartige Lichtemitter sind billiger als OLEDs

Kohlenstoff ermöglicht vollständig recycelbare Beleuchtungslösung.

News
Foto: Piotr Matyba/Umea University
Foto: Piotr Matyba/Umea University
© Archiv

Ein schwedisch-amerikanisches Forscherteam hat mithilfe des Kohlenstoff-Materials Graphen eine lichtemittierende elektrochemische Zelle (LEC) entwickelt, die gänzlich auf die Nutzung von Metallen verzichtet. Dadurch kann der Lichtemitter leicht als Ganzes recycelt werden, was ihn zu einer besonders umweltfreundlichen Alternative zu OLEDs und anderen Beleuchtungslösungen macht. So könnten etwa leuchtende Tapeten, die rein aus organischem Material bestehen, Realität werden.

"Eine LEC in einem Druckverfahren herzustellen ist einfacher als eine OLED zu fertigen, da eine LEC robuster ist und es ermöglicht, beide Elektroden mittels Lösung zu verarbeiten", betonen Nathaniel Robinson, Chemiker an der Linköping University und Ludvig Edman, Physikprofessor an der Umea University. Das macht LECs besonders günstig in der Herstellung.

OLEDs und auch bisherige LECs nutzen Indiumzinnoxid (ITO) für transparente Elektroden. Speziell Indium ist selten, somit teuer und gilt als potenzieller Bremsklotz für die Technologieentwicklung. Es ist auch relativ schwer zu recyceln. Die Wissenschaftler beschreiben nun in der Fachzeitschrift ACS Nano, wie sie dank Graphen als Elektrodenmaterial günstige und effiziente Lichtemitter ganz ohne das Metall realisieren können.

"Das ist ein großer Schritt vorwärts in der Entwicklung organischer Beleuchtungslösungen, sowohl aus technischer wie aus Umweltperspektive", betont Robinson. Da alle Komponenten der LEC mittels Lösungen hergestellt werden können, ist sie auch für die Herstellung mittels Rolle-zu-Rolle-Druckverfahren geeignet. Das ermöglicht eine kosteneffiziente Fertigung der organischen LECs.

Während OLEDs konzeptionell bis in die 60er zurückgehen, aber bislang hauptsächlich für kleine Displays etwa bei Smartphones genutzt werden, glauben die Forscher an eine relativ schnelle Durchsetzung der LECs. "Da sie leichter herzustellen und somit billiger sind, werden sie breitere Märkte ansprechen", sagen Robinson und Edman. Als Beispiel nennen sie die sogenannte elektrolumineszente Beleuchtung.

Ferner profitiert die neue Technologie von den Jahrzehnten der OLED-Entwicklung. "Lichtemittierende Polymere, die für OLEDs entwickelt wurden, funktionieren üblicherweise gut für LECs", erklären die Wissenschaftler. Daher sind sie überzeugt, dass organische LECs schnell den Massenmarkt erreichen können, vermutlich innerhalb von fünf bis zehn Jahren.

9.2.2010 von Redaktion connect

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Samsung Galaxy Tab S7 FE im TestAktion Overlay

Angebote für Handys, Tablets und mehr

Aktuelle Angebote: Samsung Galaxy Tab S7 FE, Apple iPad Pro…

Wir sammeln Angebote für Handys, Tablets und mehr: In unserer Deal-Übersicht finden Sie regelmäßig die besten Schnäppchen von Amazon bis Saturn.

Samsung Week Oktober 2021Aktion Overlay

Galaxy Buds gratis

Samsung Week: Alle Angebote zu Smartphones, Tablets und mehr

Zur Samsung Week gibt es wieder viele Deals im Bereich Smartphones, Tablets und Wearables – wir zeigen die besten Angebote in der Übersicht.

Apple iOS 15.1 Update

Updates für iPhone, iPad, Apple Watch und Co.

iOS 15.1 bringt SharePlay und ProRes-Video

Apple reicht mit iOS 15.1 einige Funktionen auf iPhone und iPad nach. Außerdem gibt es Fehlerbehebungen, auch für Apple Watch, Apple TV und HomePod.

Motorola Moto e20Aktion Overlay

Einsteiger-Smartphone

Aldi: Motorola Moto e20 im Angebot

Ab dem 28. Oktober bietet der Discounter Aldi das Motorola Moto e20 vergünstigt an. Lohnt sich der Kauf des Einsteiger-Smartphones für 99,99 Euro?

Apple iPhone 13

Private Relay in iOS 15

Telekom warnt: Neue Apple-Funktion stört StreamOn-Tarife

Eine Funktion in iOS 15, die dem Datenschutz dient, kann zum ungewollten Verbrauch von Datenvolumen bei Mobilfunktarifen führen. Das steckt dahinter.