Studie App-Verkäufe

Studie: App-Verkäufe bringen 17 Milliarden Euro Umsatz in 2013

Bis 2013 sollen die App-Verkäufe jedes Jahr um 73 Prozent steigen. 1 Milliarde Smartphones soll es bis dahin im Umlauf geben.

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Apps

Das Strategieberatungsunternehmen Booz&Co . hat eine Studie zur Entwicklung des App-Marktes veröffentlicht.

Booz&Co. sagt den Apps eine goldene Zukunft voraus. Bis zum Jahre 2013 soll sich auf dem Markt ein jährliches Wachstum von 73 Prozent vollziehen. Booz&Co. erwartet bis zu diesem Zeitpunkt, dass eine Milliarde Smartphones im Umlauf sein werden. Das Unternehmen spricht von einer "veritablen industriellen Revolution" und von Apple als Erfinder dieses Marktes. Apple sei mit seinem App Store nach wie vor der Vorreiter auf dem Markt, gefolgt mit einigem Abstand vom Android Market und von RIMs App World. Es wird erwartet, dass der App Store dieses Jahr und 2,3 Milliarden Euro Umsatz durch App-Verkäufe machen wird, wovon ein Drittel an Apple und zwei Drittel an die Entwickler der Apps gehen.

Sollte das Umsatzwachstum wie prognostiziert eintreten, würden im Jahre 2013 rund 17 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Apps weltweit erwirtschaftet werden. Das Unternehmen hat in diese Voraussage nicht die Umsätze durch Werbung in Apps einbezogen.

Nach Booz&Co. profitieren die Netzbetreiber noch nicht in dem Maße vom App-Boom, als es möglich wäre. Sie stellen die technische Infrastruktur für die Verbreitung und den Datentransport der Apps. Profitiert wird zwar durch den Verkauf von Datentarifen und dadurch, dass "ein starkes App-Angebot die Attraktivität des eigenen Mobilfunkangebotes deutlich erhöht und dadurch die Neukundenakquise vereinfacht und die Kündigungsquote minimiert", so Roman Friedrich, Partner und Telekommunikationsexperte bei Booz & Co.. Doch in die Wertschöpfungskette der Apps seien die Mobilfunkanbieter noch zu wenig eingebunden und überließen das Feld den neuen Wettbewerbern.

Als Lösung sieht Booz&Co., dass die Betreiber ihre Strategien hin zu nutzungs- und volumenabhängigen Preismodellen bewegen müssen und für ihre Kunden die Schnittstelle zu den Apps zu werden. Das könne entweder dadurch geschehen, dass der Netzbetreiber die Zahlungsmodalitäten für die App Store-Betreiber übernimmt, damit etwa die Kunden die Apps über die Handy-Rechnung bezahlen können. Oder man könne zusammen mit Partnern und etablierten App Store-Betreibern einen eigenen Unter-App-Store mit eigener Marke schaffen. Wenig Chancen sieht Booz&Co. für einen vollständig eigenen App Store.

connect meint: Wie es auch kommen mag - die Nutzer werden in absehbarer Zeit eine große Zahl an Apps zur Auswahl haben. Und das für nahezu jedes System und zu vertretbaren Preisen. App Store- und Netz-Betreibern sei sicherliche geraten, die Modelle bzw. Stores für Nutzer so übersichtlich wie möglich zu machen.

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