Datenschutz

WhatsApp stimmt zu: Keine Daten mehr an Facebook

WhatsApp will keine persönlichen Daten mehr an Facebook weitergeben. Damit hat der Messenger-Dienst der EU-Verordnung zugestimmt. Zumindest vorerst.

WhatsApp App iPhone

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WhatsApp darf in Großbritannien keine Daten mehr an Facebook weitergeben, auch Deutschland und Frankreich ziehen nach.

WhatsApp hat zugestimmt, keine persönlichen Daten aus dem Messenger an den Mutterkonzern Facebook weiterzugeben. Diese Regel gilt zumindest nun in Großbritannien. Für dieses Land hat sich der Messenger-Dienst verpflichtet, keine persönlichen Nutzerdaten mehr an Facebook zu übergeben - zumindest so lange, bis die Datenweitergabe nach der Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union geregelt ist. Diese tritt dieses Jahr im Mai in Kraft.

Die Meldung stammt aus dem Blog des britischen Information Commissioner's Office (ICO), das im August 2016 eine Untersuchung zum Datenschutz bei WhatsApp begonnen hatte. Beauftragte des ICO, Elizabeth Denham präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung​.

Im ihrem Bericht heißt es, WhatsApp habe keine rechtliche Grundlage bestimmt, auf der das Teilen von persönlichen Daten möglich sei. Außerdem habe WhatsApp es versäumt, die Nutzer angemessen und fair darüber aufzuklären, was mit den persönlichen Daten passiert. Denham schreibt des Weiteren, die Weitergabe der Daten ließe sich nicht mit dem Zweck vereinbaren, zu dem sie überhaupt erhoben wurden. Zu guter Letzt wurde in der Untersuchung festgestellt, dass WhatsApp mit der Weitergabe von Daten gegen den britischen Data Protection Act verstoßen würde.

Lesetipp: Messenger-Sicherheit: WhatsApp und Facebook

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Auch das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat eine Entscheidung gefällt, die WhatsApp-Nutzer in Deutschland schützen soll. Facebook darf keine Daten deutscher WhatsApp-Nutzer erheben oder speichern. Gleichzeitig sei jedoch noch nicht klar, ob die Entscheidung des hamburger Oberverwaltungsgerichts rechtmäßig sei, heißt es in einer Pressemitteilung. Da Facebook seinen Sitz in Irland hat, besteht eine Möglichkeit, dass deutsches Datenschutzrecht in diesem Fall nicht greift. Eine Abwägung  der Interessen würde jedoch zu Gunsten der deutschen Verbraucher entschieden.

Auch Frankreich ist laut dem ICO-Bericht dabei, Maßnahmen gegen die Weitergabe von WhatsApp-Daten zu ergreifen.

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Quelle: connect
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