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Audatic

audatic logo

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Basierend auf der neuartigen Deep Learning Technologie und eigenen Datensätzen kreiert Audatic ein System für das intelligente Filtern und Trennen von Störgeräuschen von Sprache, um Hörgeräteträgern die bestmögliche Interaktion in lauten Umgebungen zu ermöglichen.

audatic hörgerät

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Das Gründerteam, Elias Sprengel und Peter Diehl, lernte sich bei Promotion/Studium an der ETH Zürich kennen. Beide bringen extensive Erfahrungen in Algorithmik, für maschinelles Lernen, und speziell für Deep Learning / neuronale Netze mit. Die Idee zur Zusammenarbeit und dem Produkt entstand zum einen, aufgrund der Erfahrung der beiden auf dem Feld der AI und Deep Learning. Zusätzlich hatte Peter Diehl schon während seiner Masterarbeit mit hörgeschädigten Menschen zu tun, und wurde durch die Zusammenarbeit mit ihnen auf das Problem der mangelhaften Filterung der Hintergrund- und Störgeräusche aufmerksam. Heute existierende Hörgeräte und Cochlea-Implantate können durch die Anwendung von Deep Learning grundlegend verbessert werden. 

Die dabei zum Einsatz kommende Technologie Deep Learning, ist die Kerntechnologie der meisten heutigen Anwendungen für künstliche Intelligenz, wie zum Beispiel die Spracherkennung von Alexa, Siri und Google Home. Im Gegensatz zu traditionellen Verfahren der Signalverarbeitung, wie sie von Hörgerätherstellern angewandt werden, ermöglicht Deep Learning Störgeräusche intelligent zu erkennen und von den wichtigen Sprachinformationen zu trennen. 

Da Deep Learning einen zu großen Energiebedarf hat, um auf dem Hörgerät selbst berechnet werden zu können, wird in der ersten Produktversion die Technologie in einer Smartphone-Applikation verwendet. Die Berechnungen des Deep Learning Verfahrens werden auf dem externen Gerät vollzogen und anschließend wird das gesäuberte Signal an die Hörgeräte übertragen. Das Smartphone oder das Hörgerätezubehör wird an ein Hörgerät oder Cochlea-Implantat angeschlossen. Die Zielkundengruppe sind Hörgeschädigte, die auf Hörhilfen angewiesen sind, um am sozialen Leben teilnehmen zu können. Für die medizinische Anwendung lassen sich zwei Typen von Wettbewerbern identifizieren, deren Lösung eine Schnittmenge zu Audatics Technologie aufweist. Diese sind Start-Ups (insbesondere Whisper.ai aus Silicon Valley), und die sechs großen Hörgerätehersteller (Sonova, William Demant, GN ReSound, Sivantos, Widex, Starkey).

Team

Audatic wurde im Februar 2018 in Berlin gegründet. Das Team besteht aus 10 spezialisierten und internationalen Mitgliedern aus Deutschland, den USA, Russland und Brasilien, mit akademischen und beruflichen Hintergründen aus Berkeley, von der ETH Zürich und Google. 

audatic team

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Geschäftsmodell

Die Umsätze werden durch Lizenzgebühren erzeugt: die Käufer von Audatics Technologie (also jene die Lizenzgebühren entrichten) sind dann typischerweise Hörgerätehersteller (bspw. Sonova). Die Lizenzgebühr wird als einmalige Auszahlung an Audatic pro Gerät entrichtet.Audatic plant mit großen etablierten Unternehmen in den Zielbranchen zusammenzuarbeiten, die Audatics Technologie als wertsteigerndes Feature für ihre Kunden nutzen können; daher wird der Hauptvertriebskanal vorerst B2B sein. 

Markt

Der Einzelhandelsmarkt für Hörhilfen beläuft sich auf 12,1 Mrd. Euro pro Jahr. Hiervon entfallen allein 4,3 Mrd. Euro auf die Hörgerätehersteller (ein weiterer großer Teil auf Distribution bzw. die Leistung der Hörgeräteakustiker). Das jährliche Wachstum des Hörgerätemarktes liegt bei etwa 6%. Aktuell werden schon über 10 Mio. Hörgeräte pro Jahr verkauft, die von Audatics Technologie profitieren können. 

audatic Team

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Erfolge

Wesentliche bisherige Erfolge sind zuallererst, das erfolgreiche Rekrutieren von Fachspezialisten aus der ganzen Welt. Außerdem ist es Audatic bereits gelungen einen erfolgreichen Prototypen zu konzipieren. Die hochkarätige Unterstützung von wichtigen Personen, wie bspw. dem ehem. Leiter von Google Swiss, ist ein weiterer Erfolg, auf den Audatic stolz sein kann. 

Herausforderungen

Zu den zukünftigen Herausforderungen zählt zum einen, die technologische Weiterentwicklung (wie etwa die Echtzeit-Übertragung). Außerdem wird die Vermarktung eine Herausforderung darstellen, da die Zielgruppe des Produkts jene ist, die wenig im Internet Exposition aufweist und daher schwieriger zu erreichen ist.

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