Testbericht

E-Book-Reader Acer Lumiread

Acer ist ins Reader-Geschäft eingestiegen und hat in Zusammenarbeit mit Libri.de ein insgesamt sehr ordentliches Lesegerät mit dem E-Book-Reader Acer Lumiread am Start.

© Acer

Acer Lumiread

Dabei haben die Taiwanesen einiges vom erfolgreichen Kindle-Konzept abgeschaut und den Lumiread mit Zugaben erweitert, die Mehrwert schaffen. So hatte unser Testgerät Zugriff auf den Online-Shop von Libri.de, in dem Leseratten durch ein riesiges Angebot von E-Books aus den verschiedensten Kategorien stöbern können.

Anders als im Kindle-Store liegt der Lesestoff hier überwiegend - aber freilich nicht ausschließlich - deutschsprachig und im hierzulande weit verbreiteten Epub- Format vor. Wer die passende Lektüre gefunden hat, kann diese direkt und bequem auf den Reader laden. Die Verbindung zum Store wird je nach Modell entweder nur per WLAN oder zusätzlich auch über das Mobilfunknetz aufgebaut. Anschließend lassen sich die Inhalte dank mitgelieferter Software zwischen Rechner und Reader synchronisieren.

Den meisten Konkurrenten voraus hat der Lumiread den integrierten ISBN-Scanner, mit dem sich der Strichcode gedruckter Bücher erfassen und unmittelbar nach der elektronischen Version im Online-Shop suchen lässt. Zu gefallen weiß auch der RSS-Reader, der Nachrichten in einer für das Lesegerät angepassten Form auf den Bildschirm bringt. Letzterer arbeitet mit der für EBook- Reader am besten geeigneten E-Ink-Technologie und stellt Texte scharf und kontraststark dar; auch die Umschaltzeiten sind mit knapp über einer Sekunde sehr anständig.

© Archiv

Dennoch kann der Lumiread in Sachen Display-Qualität Amazons Kindle 3 nicht das Wasser reichen. Unterhalb des 6 Zoll großen Bildschirms sind sämtliche Bedienelemente platziert; für das Umblättern sind separate Tasten vorgesehen. Die Qwertz- Tastatur wird zur Eingabe von Buchtiteln im Store respektive Suchbegriffen im E-Book verwendet. Außerdem können Passagen im Text markiert und auch kommentiert werden. Die Schriftgröße lässt sich in fünf Stufen einstellen, der Zeilenabstand wird jedoch vorgegeben.

Von den Außenmaßen her ist der Reader etwas lang geraten, Lesen macht auf dem guten Display dennoch richtig Spaß.

Mehr zum Thema

E-Book-Reader

Der Kobo Aura H2O ist groß. Er ist robust. Und er liest sich im Test gut. Viel mehr kann man von einem EPUB-Reader nicht erwarten. Oder?
E-Book-Reader

Dieser handliche Reader für 149 Euro hat eine Menge zu bieten - er verlangt dem Leser aber Geduld ab.
E-Book-Reader

Der Tolino Vision 2 für 149 Euro setzt im Test mit Lesekomfort und großer Shopauswahl Akzente und gehört zu den besten E-Book-Readern im EPUB-Lager.
Amazon E-Book-Reader

Der Kindle Voyage 3G zeigt im Test hohes Leistungsvermögen, hat aber auch einen stolzen Preis.
E-Book-Reader

Der Pocketbook Touch Lux setzt traditionell auf das weitverbreitete EPUB-Format. Wie gut liest sich die dritte Auflage des E-Book-Readers?