Saug-Wisch-Roboter von Anker

Eufy RoboVac G30 Hybrid im Test: So gut hält er die Böden sauber

Anker hat mit dem Eufy RoboVac G30 Hybrid einen neuen Saugroboter lanciert, der auch feucht wischen kann. Wie penibel erledigt er seinen Job?

© Anker

Auf in den Kampf: Der Eufy RoboVac G30 Hybrid nimmt es auch mit grobem Schmutz auf.

Saugroboter haben Konjunktur. Auch Ankers Hausgeräte-Marke Eufy vermeldet einen Neuzugang: Der RoboVac G30 Hybrid kann dank separatem Wassertank saugen und gleichzeitig feucht wischen. Der flache Behälter für das Wasser fällt mit 130 ml allerdings vergleichsweise klein aus. Bei Bedarf wird er unter den Staubbehälter (450 ml) eingesetzt. Auf Teppichen sollte man die Wischfunktion natürlich nicht nutzen. Da der G30 Hybrid diese nicht automatisch aussetzt (wie etwa der Ecovacs Deebot Ozmo 950), muss man hier manuell vorbeugen.

Praktisch: An der Ladestation lässt sich eine mitgelieferte Kunststoffplatte anbringen, sodass kein feuchtes Wischtuch das Parkett aufweicht. Eufy empfiehlt aber ohnehin, den Wassertank samt Tuch vor dem Aufladen zu entfernen und zu trocknen. Ein waschbares graues Mikrofasertuch liegt bei, zudem finden sich fünf weiße Einweg-Wischtücher im Karton.

App-Steuerung, aber nur eine Bürste

Gesteuert wird der Eufy RoboVac G30 Hybrid im WLAN per App. Dort lässt sich die Saugstärke in drei Stufen einstellen, maximal sind 2000Pa möglich. Wählt man den BoostIQ-Modus, reguliert das Gerät die Intensität je nach Bodenbelag automatisch.

Für die Grundfunktionen Start/Stopp, Fleckenreinigung und Rückkehr zur Ladestation gibt es auch Tasten am hochwertigen Hartglasgehäuse. Wer mag, kann alternativ die Sprachassistenten Alexa oder Google Assistant nutzen. Wobei die Rückkehr zur Ladestation aus einem anderen Raum öfter nicht funktioniert. Damit steht der Eufy aber nicht allein.

Die App erstellt zu jedem Reinigungsvorgang eine Skizze des Raums oder der ganzen Wohnung – je nachdem, ob man ihn gezielt in ein Zimmer sperrt oder ihm freien Auslauf gewährt.

Erstaunlich: Der Eufy RoboVac G30 Hybrid arbeitet mit nur einer Seitenbürste. Normalerweise kehren Saugroboter mit zwei rotierenden Seitenbürsten den Dreck unters Gehäuse. Ob das gut geht? Tut es, am Ende unserer Probefahrten hatte der Eufy den Schmutz nahezu komplett aufgesammelt.

Reinigt zuverlässig nach Plan

Seinen Weg absolviert der RoboVac G30 Hybrid dank Gyroskop im geplanten Zick-Zack-Modus. In einem leeren Raum kann man das in Reinkultur beobachten: Erst zieht er längs seine Bahnen, dann quer. Stehen Möbel, Stühle, Schuhe etc. im Weg, muss der Sauger natürlich ausweichen und sich zurechtfinden. Unterstützende Sensoren helfen ihm bei der Orientierung. Hier mutet der Fahrweg manchmal etwas umständlich an (wie bei anderen Saugern auch), am Ende kehrt der Eufy aber nahezu alle Ecken aus. Wer Kontemplation im Lockdown sucht: Automatikmodus wählen, danebenstellen und zuschauen.

Bereiche, aus denen sich der RoboVac G30 Hybrid heraushalten soll, lassen sich mit Begrenzungsstreifen definieren. Zwei Meter liegen bei, ebenso fünf Kabelbinder, eine weitere Seitenbürste sowie ein Wechselfilter. Denn ist der eingesetzte Filter stark verschmutzt, wird er einfach unters Wasser gehalten und muss danach 24 Stunden trocken.

Über den Status hält einen der G30 Hybrid übrigens per Sprache auf dem Laufenden.

Vorsichtig und leise

Angst um die Einrichtung muss man nicht haben, der Kollisionsschutz funktioniert gut. Der Kleine fährt nicht randalierend durch die Wohnung, sondern bremst vor Möbeln oder Wänden meist zuverlässig ab. Ebenso vor Treppen. Zudem arbeitet er vergleichsweise leise. Anker gibt 55 dB an, was dem Betriebsgeräusch einer Mikrowelle entspricht. Das kommt hin. Auch ist der G30 Hybrid kompakt und passt mit seiner geringen Höhe von 7,25 Zentimeter gut unter Möbel.

Erwähnenswert ist noch die ausführliche gedruckte Bedienungsanleitung in einwandfreier deutscher Übersetzung.

© WMP

Fazit

Der Eufy G30 Hybrid ist einfach zu bedienen, macht einen soliden Job und hält die Böden zuverlässig sauber. Im Lieferumfang ist einiges an Zubehör enthalten, auch die ausführliche Bedienungsanleitung ist ein Pluspunkt. Mit 349 Euro Preisempfehlung steigt Anker diesmal allerdings recht hoch ein. Wie wir den Hersteller kennen, ist aber immer mal wieder ein Rabatt drin.

Wer große Flächen feucht wischen möchte und einen voluminöseren Wassertank braucht, sollte sich den vergleichbaren Yeedi 2 Hybrid für 300 Euro UVP anschauen (hier geht's zum Test). Der schon etwas ältere Ecovacs Deebot Ozmo 950, der in connect 2/20 den Testsieg holte, ist ebenfalls eine Empfehlung wert.

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