Car Connect

Audi A6 Avant 2018: Fahrerassistenz & Fazit

Fahrerassistenz

Das Thema Fahrerassistenz-Systeme fließt zwar nicht in die Car-Connect-Bewertung mit ein, doch wir wollen die zahlreichen Möglichkeiten des Audi A6 Avant nicht verschweigen.

Die einen Fahrer lieben sie, die anderen lassen sie das gesamte Fahrzeugleben unangetastet. Die Rede ist von Assistenzsystemen im Auto. Davon hatte der Testwagen des A6 Avant reichlich zu bieten. So war das Modell mit dem „Assistenzpaket Tour“ (war hier Bestandteil des „Businesspaket“ für 4240 Euro), dem„Assistenzpaket Stadt“ (1200 Euro), „Umgebungskameras“ (370 Euro) sowie dem „Nachtsichtassistenten“ (2150 Euro) ausgestattet. In Verbindung mit der serienmäßigen Automatik machte im Audi auf Langstrecke vor allem die automatische Abstandsregelung in Verbindung mit dem Spurführungsassistenten eine sehr gute Figur. Speziell im Stau sorgte dann die Stop-and-go-Funktion für reichlich Komfort.

Beeindruckend ist auch der Nachtsichtassistent, der auf dem Cockpit-Display dank Wärmebildkamera die Nacht zum Tage werden lässt. Erkennt das System Personen oder Tiere auf der Straße, werden diese auf der Anzeige gelb markiert.

Audi A6 Avant Fahrassistenz

© Michael Peuckert

Die Umgebungskameras des Audi A6 Avant sorgen für eine beeindruckende Rundumsicht. Der Nutzer kann aus verschiedenen Blickwinkeln wählen.

So testet P3 die User Experience

Die Connected-Car-Services (CCS) der Autos werden in einem Test mit vier Experten untersucht. Die Experten zeichnen sich durch mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Connected-Car-Services und User Experience aus.

Zur Bewertung der Connected Services wurde ein zweistufiges Modell erarbeitet. Zum einen werden vordefinierte Use Cases (Aufgaben) von den Profis selbstständig in den Fahrzeugen durchgeführt (aufgabenbezogene Tests), zum anderen wird sowohl die gesamtheitliche Usability als auch die visuelle Ästhetik der Connected-App und des Fahrzeug-HMIs bewertet (objektbezogene Tests). Als Vorbereitung für die Tests machen sich die Experten mit den Neuerungen der herstellerspezifischen Connected-Car-Services vertraut, etwa über die Hersteller-Website. Im ersten Teil des Modells führen die Experten vordefinierte Use Cases durch. Um für die Bewertung jedes Use Cases einen Referenzwert zu haben, identifizierten die Fachleute im Vorhinein Referenz-Systeme und bewerteten diese. Nach jedem Use Case beantwortet der Tester den After-Scenario-Questionnaire (ASQ).

Im zweiten Teil des Modells, dem objektbezogenen Test, bewertet der Experte die allgemeine Usability und die Visualisierung der Connected-Car-App und des Fahrzeug-HMIs anhand der Fragebögen UMUX (Usability Metrics for User Experience) und VisAWI-S(Visual Aesthetics of Websites Inventory). Alle drei Fragebögen werden anhand einer 7-stufigen Likert-Skala bewertet, woraus dann der Mittelwert aller Experten für jeden Use Case berechnet wird. Dann wird der UX Score jeder Kategorie aus dem Mittel aller Use Cases je Kategorie gebildet, um anschließend einen Gesamt UX Score zu erhalten. Dieser besteht aus dem Mittelwert aller Kategorien.

Audi A6 Avant 2018 Heck

© Audi

Der elegant gestylte Audi A6 Avant ist richtig stark beim Thema Car Connectivity.

Fazit

Der Audi A6 Avant verfehlt mit 421 Punkte nur knapp die Gesamtnote „sehr gut“ und feiert so einen Einstand nach Maß. Kein Wunder, gehört das Modell der Ingolstädter doch zur aktuellen Infotainment- und Connectivity-Elite und konnte dies im Test auch eindrucksvoll unter Beweisstellen. Angesichts des Grundpreises von etwa 63 000 Euro geht die dafür notwendige Zusatzinvestition von knapp 5000 Euro durchaus inOrdnung. Auch im User-Experience-Test schlägt sich der Audi richtig gut und beweist so, dass eine Vielzahl von Funktionen nicht unbedingt zum Bedienhorror führen müssen. Ganz im Gegenteil sorgt das gelungene Bedienkonzept des Audi dafür, dass auch weniger technikinteressierte Fahrer dieses problemlos steuern können.

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