Mit ANC und Dolby Atmos

Beats Fit Pro im Test: Starke In-Ears für Aktive

15.2.2022 von Monika Klein

Die Beats Fit Pro überzeugen im Test mit tollem Klang, sehr guter Geräuschunterdrückung und 3D-Sound. Gibt es auch Schwächen?

ca. 3:20 Min
Testbericht
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Gute Wahl fürs Workout und den Alltag: die Beats Fit Pro.
© Beats by Dre

Beats setzt auf Bewegungsfreiheit: Die Fit Pro verzichten komplett auf Kabel, werden aber anders als herkömmliche In-Ears mit flexiblen kleinen Haken, sogenannten Wingtips, fester im Ohr verankert. Zur individuellen Anpassung liegen drei Aufsätze für die Gehörgänge bei. Wie Gemüter sind auch Ohren verschieden – in unseren saßen die Fit Pro jedenfalls angenehm und zu jeder Zeit sicher, auch bei heftigen Bewegungen. Apropos: Die Sporttauglichkeit wird durch Wasser- und Schweißschutz nach IPX4 sichergestellt.

Die mit 230 Euro nicht eben günstigen Beats Fit Pro sind auch mit Android kompatibel und lassen sich über eine eigene App nutzen. Wir haben mit einem iPhone getestet, bei dem die Steuerung in iOS integriert ist. Drückt man dort im Bluetooth-Menü auf das „i“ neben dem Kopfhörernamen, öffnet sich ein Kontextmenü mit diversen Einstellmöglichkeiten. Hier lässt sich unter anderem ein Passtest durchführen. Dass der kein Mumpitz ist, zeigt die Praxis: Als wir einen Hörer probeweise ohne Aufsatz nutzten, wurde dies sofort als unpassend bemängelt.

ANC macht einen sehr guten Job

Die aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling) lässt sich ebenfalls im Bluetooth-Menü regeln. Es gibt drei Stufen: Geräuschunterdrückung, Aus, Transparenz. Hier machen die Fit Pro einen sehr guten Job: Umgebungsgeräusche werden von nach außen und innen gerichteten Mikrofonen ständig erfasst und weitgehend herausgefiltert. Das Ruherauschen beim Betrieb ohne Musik hat Beats im Vergleich zu den Studio Buds deutlich reduziert. Wir konnten keinen essenziellen Unterschied zu den Apple Airpods Pro feststellen.

Der Transparenzmodus bringt dagegen die Umwelt verstärkt ins Ohr – gut, wenn man im öffentlichen Raum unterwegs ist, Ansagen mitbekommen möchte oder sich in den Tratsch der Kollegen einklinken will. Wer Akku sparen möchte, schaltet ANC ganz ab. Dann greift Adaptive EQ – laut Beats sorgen dann die nach innen gerichteten Mikrofone dafür, dass der Klang in den niederen und mittleren Frequenzen an die Form des Ohrs angepasst wird.

Exzellenter Klang mit 3D-Option

Auf das Klangbild wirkt sich der Modus der Geräuschunterdrückung übrigens nicht hörbar aus – auch hier ein Fortschritt gegenüber den Studio Pro. Überhaupt, der Klang: Die Fit Pro geben eine für unseren Geschmack exzellente Vorstellung ab. Der Sound breitet sich ausgewogen und facettenreich aus, wo vorhanden, legen satte Bässe das solide Fundament für die höheren Etagen, ohne aufdringlich zu sein oder leisere Passagen zu unterdrücken.

Da die Beats Fit Pro Apples H1-Chip verbaut haben, unterstützen sie auch Spatial Audio und Dolby Atmos. Entsprechend aufgenommene Titel begeistern mit nuancierter Detailtiefe und verbesserter Räumlichkeit. Apple nennt das in seiner Music-App 3D Audio. Für den Genuss braucht es ein Apple-Music-Abo, das sich drei Monate kostenlos testen lässt.

3D Audio bietet zwei Einstellungen: „Fixiert“ und „3D Kopferfassung“. Letztere richtet den Sound auf die Quelle aus – also auf das Smartphone oder auch den Apple TV 4K. Dreht man den Kopf, wird der Klang in dem Ohr lauter, das näher zur Quelle liegt, sodass ein erstaunlich realistischer räumlicher Eindruck entsteht. Fixiert man den Klang, bleibt er stets mittig – egal, wo einem der Kopf steht.

Auch die Qualität von Telefonaten war in unserem Praxistest tadellos, die Verständigung klappte in beide Richtungen in sehr guter Qualität.

Sehr gut: Neue optische Sensoren erkennen sehr sensibel, wenn ein Hörer aus dem Ohr genommen wird und stoppen die Wiedergabe unmittelbar. Setzt man die Stöpsel wieder ein, geht es sofort nahtlos weiter.

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Bunte Vielfalt: Die Beats Fit Pro sind in vier Farben erhältlich.
© Beats by Dre
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Das Ladecase ist farblich auf die In-Ears abgestimmt. Geladen wird es per USB-C, der drahtlose Qi-Standard wird nicht unterstützt
© Beats by Dre
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Drei verschieden große Silikonaufsätze und eine kurze USB-C-zu-USB-C-Strippe zum Aufladen der Transportbox liegen bei.
© Beats by Dre

Zur Funktionssteuerung abseits des Smartphones dient je eine Taste am linken sowie am rechten Hörer. Die Drücker reagieren zuverlässig und erlauben eine intuitive Bedienung. Start/Stopp sowie der Titelsprung vor und zurück sind fix. Durch langen Druck lässt sich zudem eine wählbare Funktion auslösen: die Geräuschunterdrückung umschalten oder Siri aktivieren, dies wahlweise links oder rechts oder bei beiden Hörern gleich. Alternativ kann man die Lautstärke regeln – links leiser, rechts lauter (oder umgekehrt).

Ordentliche Laufzeit

Die Akkulaufzeit der Beats Fit Pro reißt keine Rekorde, geht aber in Ordnung: Mit ANC oder Transparenzmodus sind bis zu sechs Stunden drin, ohne bis zu sieben Stunden. Das vollgetankte Ladecase liefert zusätzlich Strom für bis zu 21 Stunden extra. Wenn’s mal eng wird: Fünf Minuten Schnellladen reichen für eine weitere Stunde.

Das handliche, quadratische Case mit abgerundeten Ecken wird per USB-C-Kabel aufgeladen (eine 21 cm kurze Strippe liegt bei). Drahtloses Laden unterstützt es leider nicht ­– das wäre angesichts des Preises nicht zu viel verlangt gewesen.

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© WEKA Media Publishing

Fazit: Kaufempfehlung

Ansonsten gibt es in Sachen Performance und Haptik nichts zu meckern: Wer den Preis mitgeht, bekommt mit den Beats Fit Pro rundum ausgereifte In-Ears, die mit tollem Klang, Komfortfunktionen besonders im Apple-Kosmos und einem bequemen, sicheren Sitz überzeugen.

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