Mit intelligenter Wischfunktion und Selbstreinigung

DreameBot L10s Ultra im Test: einfach laufen lassen

19.9.2022 von Monika Klein

Für Hartböden, die feucht gewischt werden wollen, ist dieser Saugroboter ideal. Er leert Staub- und Wasserbehälter automatisch und dosiert das Reinigungsmittel.

ca. 4:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Dreame-L10s-Ultra-Lifestyle
Einen Haustiermodus gibt es auch. Falls der fellbewehrte Mitbewohner mal was fallen lässt, macht der L10s Ultra einen Bogen um die Ausscheidung.
© Dreame

Pro

  • sehr gute Reinigungsleistung
  • hervorragende Navigation mit LiDAR, RGB-Kamera und KI
  • leert Staub- und Wasserbehälter automatisch
  • rotierende Wischmopps mit Anhebefunktion
  • erkennt Bodenbeläge
  • vielseitige Einstellungen in der App

Contra

  • lange Haare verfangen sich vor allem an der Walzenaufhängung

Fazit

Wer seine Böden häufig feucht wischt, kann sich mit dem selbstreinigenden DreameBot L10s Ultra eine Menge Arbeit ersparen. Klar, zwischendrin muss man wie bei jedem Saugroboter selbst ran, um alle Ecken auszuputzen. Doch um eine Grundsauberkeit zu erhalten, ist der Dreame eine exzellente Wahl. connect-Check: überragend

Dreame, ein 2017 gegründetes Start-up aus dem Xiaomi-Kosmos, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem ernst zu nehmenden Player entwickelt. Der L10s Ultra ist der fünfte Saugroboter der jungen Company, den wir unter die Lupe nehmen. Bisher haben alle mit guter Reinigungsleistung und präziser Navigation überzeugt – ob mit oder ohne Wischfunktion.

Der DreameBot L10s Ultra (UVP: 1.199 Euro) markiert nun den vorläufigen Höhepunkt im Portfolio. Der Saug-Wisch-Roboter vereint Komfort, Umsicht sowie Leistung und bietet fast keine Kritikpunkte. Die Reinigungsfachkraft kommt mit einer Ladestation, die einem den Alltag enorm erleichtert.

Die Basis beansprucht zwar einiges an Platz (Maße: 42,3 x 34,0 x 56,8 cm; 8,9 Kilogramm), aber sie kann auch was: So saugt sie das verbrauchte Wischwasser automatisch aus dem Roboter ab und reinigt nach getaner Arbeit die beiden unten aufgesteckten Mopps mit klarem Wasser aus dem Frischwassertank.

Anschließend werden die Mopps in rund 2 Stunden per Heißluft getrocknet, um Schimmelbildung, Bakterien und müffelndem Geruch vorzubeugen. Im Test war der Bot zwar dicht, es empfiehlt sich aber, ihn auf einem unempfindlichen Stein- oder Fliesenboden aufzustellen, falls doch mal was ausläuft.

Auch seinen Staubbehälter entleert der L10s Ultra automatisch in einen 3-Liter-Beutel, der hinter einer Abdeckung gut zugänglich vorne an der Basis sitzt. Ein Ersatzbeutel wird mitgeliefert.

Gute Nachricht: Der DreameBot L10s Ultra ist bei Cyberport und bei Mediamarkt erhältlich. Und bis zum 30.9. winken 100 Euro Rabatt: Bei Cyberport kostet der Dreame 1.099 Euro. Bei Mediamarkt gibt es für Clubmitglied einen 100-Euro-Coupon zum Einlösen im Onlineshop.

Feintuning in der App

Gesteuert wird der Bot per App, von denen zwei zur Auswahl stehen: Xiaomi Home und eine eigene von Dreame, die allerdings Probleme bei der WLAN-Findung hatte. Also nutzten wir wie bei den Kollegen das bewährte Tool von Xiaomi. Das bietet umfangreiche Einstellungen – vom Wasserdurchfluss über die Saugintensität bis zur Teppicherkennung und vieles mehr. Selbstverständlich lassen sich auch zeitgesteuerte Reinigungspläne erstellen.

Hat man die Teppicherkennung aktiviert, wirft der L10s Ultra automatisch den Booster an, um den Schmutz auch aus tiefen Schichten zu holen. Maximal schafft der Dreame 5300Pa Saugleistung, die braucht man aber in der Regel nur punktuell.

Dreame-L10s-Ultra-ganz
Aufgeräumt: der L10s Ultra in der Basisstation.
© Dreame
Dreame-L10s-Ultra-Innenleben
Geht kraftvoll ans Werk: Die rotierende Gummiwalze schafft den Schmutz in den Staubbehälter.
© Dreame

Zudem unterstützt der L10s Ultra die Sprachassistenten Amazon Alex, Google Assistant und Apple Siri (Letzteren nur mit der Dreame-App). Wer mag, kann den Bot auch in sein Smart Home einbinden und per Video fernsteuern. Laut Dreame ist der L10S Ultra vom TÜV SÜD als sicher zertifiziert worden und erfüllt die ETSI EN 303 645 Cybersicherheitsstandards für IoT-Produkte.

Spielerei: 3D-Ansicht der Wohnung

Die Kopplung mit dem Smartphone lief reibungslos, anschließend erstellte der L10s Ultra im Schnelldurchlauf eine digitale Karte der Wohnfläche. Wer mehrere Stockwerke hat, kann mehrere Karten einrichten. Neu ist die 3D-Ansicht: Die soll neben den Räumen auch die Wohnungseinrichtung bildhaft darstellen, was im Check aber nur sehr rudimentär funktionierte. Geschenkt, eine Funktion hat diese Spielerei ohnehin nicht. Wichtiger: In der 2D-Karte lassen sich No-Go-Zonen und virtuelle Barrieren definieren, um den Sauger von sensiblen Bereichen fernzuhalten.

Präzise Navigation, vorsichtige Fahrweise

Wobei der L10s Ultra sehr präzise und umsichtig durch die Räume navigiert. Dreame setzt auf KI, also künstliche Intelligenz, die Hindernisse analysiert und ihnen ausweicht. Dazu filmt eine RGB-Kamera die Umgebung, zudem werden die Räume mit LiDAR, einem dreidimensionalen Laserscanning, vermessen. Das klappt hervorragend: Vor Möbeln bremst der Bot ab und nähert sich vorsichtig an, hier muss niemand Angst um seine Einrichtung haben. In Ecken oder unter Kommoden liegende Kabel brachten ihn nicht ins Straucheln, auch an mit Schuhen vollgepackten Fußmatten fuhr er sich nicht fest. Schwellen bis 2 cm Höhe sind kein Hindernis, Sturzsensoren verhindern Unfälle an Treppen. Diesen Sauger kann man ruhigen Gewissens einfach machen lassen. Ist er fertig, kehrt der Dreame automatisch zur Ladestation zurück. Auch das klappte in unserem Praxistest zu 100 Prozent zuverlässig.

Dreame-Geraet
Hat alles im Blick: Die Kombi aus LiDAR und RGB-Kamera, deren Aufnahmen per KI ausgewertet werden.
© Dreame

Bei der Reinigung geht der L10s Ultra mit System vor: Zunächst fährt der Bot die Kanten ab, danach in geordneten Bahnen den Rest. Die Akkulaufzeit hängt natürlich von der Saugintensität und den Einstellungen ab. In unserem Test brauchte er für 81 Quadratmeter bearbeitete Fläche (das meiste Parkett, Fliesen in Bad und Toilette) mit Wischen und Saugen im Automatikmodus 99 Minuten und zeigte eine verbleibende Akkukapazität von 62 %. Falls der Strom unterwegs doch mal knapp wird, kehrt der Dreame zum Auftanken an die Basis zurück und nimmt die Arbeit anschließend wieder auf.

Walze aus weichem Gummi

Fürs Einsammeln des Schmutzes wird wie üblich eine kleine Bürste seitlich aufgesteckt, die den Dreck nach innen zu einer Gummiwalze kehrt. Letztere ist schön weich und lässt sich abwaschen. Das Versprechen, lange Haare einfach einzusaugen, erfüllt aber auch Dreame nicht: Je nach Frisurenlage muss man an dieser Stelle doch nach jeder Reinigung kurz Hand anlegen.

Dreame-L10s-Ultra-Wassertanks
Links sitzt der Abwassertank (2,4 l), rechts der mit Frischwasser (2,5 l).
© WEKA Media Publishing
Dreame-L10s-Ultra-Reinigungsmittel
Zwischen die beiden Tanks kann man das mitgelieferte Reinigungsmittel stecken, das automatisch dosiert wird und für alle harten Böden geeignet ist.
© WEKA Media Publishing
Dreame-L10s-Ultra-Staubbeutel
Hinter der silbernen Abdeckung vorn sitzt gut zugänglich ein 3 Liter fassender Staubbeutel.
© WEKA Media Publishing

Rotierende Mopps mit automatischer Anhebung

Die beiden Mopps rotieren mit 180 Umdrehungen pro Minute und drücken dabei auf den Boden. Wie viel Wasser sie abgeben, lässt sich in der App einstellen. Oder man vertraut auf die Intelligenz der KI, die für jeden Bodenbelag die ideale Reinigung verspricht. In unserem Test auf geöltem Parkett und Fließen im Bad hat das gut funktioniert. In der App kann man auch definieren, nach wie vielen Quadratmetern Reinigungsfläche der Bot zur Basis fahren soll, um die Mopps kurz zu spülen. Dabei und bei Fahrten auf Teppichböden hebt er die Mopps an, damit sie keine feuchte Spur hinterlassen.

CHECK_DreameBot-L10s-Ultra
© WEKA Media Publishing

Fazit: Wer oft wischt, spart viel Arbeit

Wer seine Böden häufig feucht wischt, kann sich mit dem selbstreinigenden DreameBot L10s Ultra eine Menge Arbeit ersparen. Klar, zwischendrin muss man wie bei jedem Saugroboter selbst ran, um alle Ecken auszuputzen und hartnäckige Flecken zu entfernen. Doch um eine Grundsauberkeit zu erhalten, ist der Dreame eine exzellente Wahl.

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