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Lexware elektronisches Fahrtenbuch im Praxistest

Ein Fahrtenbuch zu führen ist aufwändig. Lexware bietet eine Lösung mit OBD-Stecker und App, die auch das Finanzamt akzeptiert. Wir haben das elektronische Fahrtenbuch getestet.

Vimcar Fahrtenbuch

© Vimcar

Lexware elektronisches Fahrtenbuch

Pro

  • leichte Installation und Inbetriebnahme
  • ansprechende App und Web-Oberfläche
  • gute Verarbeitung des OBD-Steckers
  • sehr gute Bedienungsanleitung
  • problemloser Anmeldeprozess

Contra

  • hohe Gebühren amortisieren sich nicht für jeden Anwender
Hervorragend

Dienstwagenfahrer können ein Lied davon singen: Nur ein Studium der Kernphysik scheint komplexer als die Regelung zur steuerlichen Bewertung von dienstlichen Fahrten. Zumindest dann, wenn man vom Pauschalansatz absieht und jede einzelne Fahrt als dienstlich oder privat gekennzeichnet ins Fahrtenbuch einträgt. Da kommt das Werbeversprechen von Lexware wie gerufen. Deren elektronisches Fahrtenbuch mit einer Hardware-Lösung von Vimcar verspricht sicheres und einfaches führen des Fahrtenbuchs.

Gelöst wird das Problem zunächst durch einen kompakten OBD-Stecker (kurz für On board diagnose), der in fast jedem modernen Auto sein passendes Gegenstück findet - schließlich lesen Werkstätten hierüber die Fehlercodes des Autos aus. Ist der Stecker installiert (was im Prinzip jeder schafft, der einen Schukostecker mit einer Steckdose verbinden kann), wird ab sofort jede Fahrt automatisch in einer Kombination aus GPS-Daten und Kilometerständen erfasst und – Voraussetzung für die Anerkennung beim Finanzamt – im Vimcar Rechenzentrum unrevidierbar vorgehalten. Die Pflege, sprich Kommentierung der Fahrten, erledigt man dann per App oder Web-Browser.

Vimcar Fahrtenbuch

© Vimcar

Der OBD-Stecker liest die Daten im Auto aus, in der App oder im Browser kann man anschließend die nötigen Informationen hinzufügen

Die App selbst darf sich angesichts der fehlerbehafteten Schrotthalden, die wir nur zu oft im Store finden, als echtes Highlight bezeichnen. Trotz aller Finanzamtsdrögheit macht das Manövrieren durch die Menüs fast schon Spaß, bei Menüführung, Sprache und Optik kann die ausgereifte App absolut punkten. Da freut man sich nach Feierabend geradezu, die Fahrten des Tages mit den notwendigen Attributen zu versehen.

So viel Komfort hat am Ende auch seinen Preis: Bei monatlicher Zahlweise werden 18,90 Euro fällig, bei jährlicher 15,90 Euro pro Monat. Wir sind keine Steuerberater und dürfen daher auch keine steuerliche Beratung leisten, aber ein Tipp sei erlaubt: Das Geld lässt sich vornehmlich dann wieder reinfahren, wenn der private Anteil an den Dienstwagenfahrten relativ gering ist. Wann das der Fall ist, muss jeder Nutzer – leider – im Einzelfall selbst bewerten.

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