Car Connectivity

Skoda Karoq im Test: Navigation

Auf den zahlreichen Testkilometern hinterließ der Skoda Karoq einen guten Eindruck und gefiel bei Routenführung und Routenauswahl gleichermaßen. Im Detail gibt es aber trotz der Wertung „gut“ noch Raum für Verbesserungen.

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Der 9,2 Zoll große Touchscreen im Karoq löst mit 1280 x 640 Pixeln auf und stellt die Inhalte recht scharf dar. Der Homescreen bietet eine praktische Splitscreendarstellung mit drei Elementen. Die Inhalte der beiden kleineren Elemente kann der Nutzer selber definieren. Die Lautstärkeregelung über Sensortasten ist im Alltag allerdings mühsam.

Um die Navigation zu starten, muss der Fahrer den Weg über das Menü nehmen, dem Karoq über die App per Smartphone ein Ziel senden oder alternativ sein Wunsch­ziel per Sprache über die Taste am Lenkrad ansagen. 

Letzteres führte im Test allerdings nicht sehr oft zum gewünschten Ergebnis, sodass die Eingabe zumeist per Touch­screen erfolgte. Das Columbus­-System berechnet auf Wunsch gleich mehrere Routen, und der Fahrer kann seinen Favoriten direkt auf dem Display auswählen. 

Ist der Skoda mit dem Internet verbunden werden Echtzeitverkehrsinformationen mit einkalkuliert. In puncto Darstellung muss sich der Skoda­-Karoq-­Fahrer mit 2D-­ und 3D-­Routenfüh­rung begnügen, denn fotorealistische Navi­gation gibt es nur bei Nutzung von nicht na­tiver Navigation, etwa über Android Auto mit Google Maps. Dafür zeigt der Skoda je nach Zoom-­Grad auch 3D-­Gebäude an, was bei der Orientierung in fremden Städten hilfreich sein kann.

Einen großen Mehrwert erhält der Fahrer durch das digitale Kombiinstrument. So hält der Karoq gleich mehrere verschiedene Navigationsdarstellungen auf dem 10,2 Zoll großen Bildschirm für den Fahrer bereit. Dies reicht bis hin zu einer Vollbilddarstel­lung.

Den Blick auf das zentrale Display kann sich der Fahrer dann getrost sparen, zumal im Cockpit auch Spurempfehlungen mit angezeigt werden. Im Praxistest musste sich der Skoda Karoq dann auf insgesamt über 800 Kilo­metern als zuverlässiger Routenführer be­weisen und hinterließ dabei zumeist einen guten Eindruck. 

Ist das Ziel erst einmal per Sprache, was im Test leider wie erwähnt nicht sehr gut funktionierte, oder Touch­-Tas­ten eingegeben, kann das Skoda Colum­bus­-System mit tendenziell eher zurückhal­tender akustischer und guter optischer Rou­tenführung aufwarten und bringt den Fahrer so zuverlässig an sein Ziel. 

Schwächen konnten wir dabei haupt­sächlich bei der prognostizierten Ankunfts­zeit entdecken, die im Test eine Abweichung von bis zu 18 Minuten auf einer 180-­km­-Testfahrt gegenüber unserer Referenz Google Maps ergab. Trotz diesem kleinen Manko verdient sich der Skoda Karoq hier in Summe die Note „gut“.

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