Car Connectivity

Volvo V60 im Test: Navigation

© Screenshot & Montage: connect

(links) Über zwei Spalten auf der linken Screenseite lassen sich die Navigationsoptionen aufrufen. Im 3-D-Modus gibt es unnötig viel Himmel zu sehen. (rechts) Die Routenauswahl, in der sich auch die Routenübersicht findet, bietet nicht nur die Optionen „Schnell“ und „Eco“, sondern auch „Schön“.

Bis auf einen kleinen Aussetzer bei der Verarbeitung der Echtzeit-Verkehrsinfos präsentierte sich der Volvo V60 als recht zuverlässiger Routenführer.

Die Navigation des V60 hat auf dem Homescreen einen festen Platz als oberster Eintrag. Wird dieser angewählt, erscheint ein Fenster mit der Karte und der Zieleingabe, die Elemente „Musik“ und „Telefonie“ bleiben sichtbar. Über ein Pfeil-Symbol auf der Karte lässt sich aber auch der komplette Bildschirm nutzen. 

Bei der Kartenansicht kann der Fahrer lediglich zwischen einer 2-D- und 3-D-Darstellung mit viel Himmel wählen. In Städten werden auf Wunsch wichtige Gebäude zudem in 3-D angezeigt. Die Zieleingabe kann wie üblich per Touchscreen, direkt über die Karte oder auch per Sprache eingegeben werden. Leider nervt auch hier die schwache Sprachbedienung. Beispiel gefällig? Kein Problem.

Das Ziel „Ulm“ erschien im Test erst als achter Eintrag. Davor gab es alles Mögliche wie „Ulmen“ oder auch einen Ulmer Kontakt aus dem Adressbuch des Testers. Auch den „Hauptbahnhof München“ wollte der Volvo nicht finden. Am komfortabelsten gelang die Zieleingabe übrigens über die „Volvo On Call“-App – egal, ob wir ein Sonderziel oder eine Adresse in einem Ort suchten. Was uns sonst noch fehlt, sind Live-Infos. 

Erst wenn der Fahrer dem V60 eine Datenverbindung spendiert, gibt es Live Traffic. Kraftstoffpreise bleiben aber auch dann außen vor und Parkmöglichkeiten in Echtzeit gibt es lediglich über eine App. Auf der Straße konnten die klaren, eindeutigen Sprachinfos und die sehr gute Darstellung der Spurempfehlung gefallen. Letztere machte in Kombination mit dem guten Head-up-Display einen richtig tollen Job. 

Bei der Verarbeitung der Verkehrsinfos war der Volvo allerdings nicht immer auf der Höhe. So bekam der Tester bei einer Autobahnfahrt mit Zielvorgabe „Schnell“ eine Umfahrung vorgeschlagen, die nicht nur 28 Kilometer länger, sondern auch 22 Minuten länger gewesen wäre – das soll einer verstehen. Ansonsten war die Routenberechnung inner- und außerhalb der Stadt ohne Fehl und Tadel und sorgte in Summe für ein „gut“ bei der Navigation.

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