Black Friday: noch bis 28.11. mit Rabatt

Yeedi Vac Max im Test: einfacher Saug-Wisch-Roboter

11.11.2022 von Monika Klein

Ein Helfer für die Bodenpflege, der nicht die Welt kostet? Der Yeedi Vac Max könnte der passende Kandidat sein.

ca. 3:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Yeedi-Vac-Max-Aufmacher
Saugt und wischt mit App-Steuerung: der Yeedi Vac Max.
© Yeedi

Roboter zur Bodenpflege gibt es mittlerweile mit Absaugstationen für Wischwasser und Staub. Die bieten Komfort, keine Frage – kosten allerdings auch eine Stange Geld. Und sie brauchen Platz.

In jeder Hinsicht eine Nummer kleiner geht der Yeedi Vac Max für 350 Euro ans Werk. Aktuell ist der Bot deutlich günstiger: Anlässlich der Black-Friday-Aktionen kostet er bis 28.11. bei Yeedi direkt 240 Euro, bei Amazon mit Coupon sogar nur 220 Euro.

Braucht nicht viel Platz

Der Vac Max kommt mit einer kleinen Ladestation aus, die überall ein Plätzchen findet. Unter dem aufklappbaren weißen Deckel des Bots findet sich der Staubbehälter, den man mit einem Handgriff entnehmen und anschließend über dem Mülleimer ausleeren kann. Wer zusätzlich wischen möchte, setzt den Wassertank hinten ins Gerät ein und bringt unten einen flachen Aufsatz mit Mikrofasertuch an. Eine Platte zum Bodenschutz wird nicht mitgeliefert, den feuchten Lappen und den Wassertank sollte man zur Sicherheit nach getaner Arbeit ohnehin entfernen. Daran erinnert der Yeedi auch per Sprachansage.

Positionsbestimmung mit vSLAM

Wie üblich wird der Roboter per App gesteuert. Die Anmeldung und Einbindung ins heimische WLAN klappte im Praxistest zügig und problemlos. Danach geht es an die erste Reinigungsfahrt, die der Vac Max zur Kartenerstellung nutzt. Er arbeitet mit vSLAM-Technologie und erstellt mithilfe eines oben in den Roboter eingelassenen Lasers eine Karte seiner Umgebung und lokalisiert seine eigene Position. Präziser sind Bots mit LiDAR. Wichtig zu wissen: Damit der Yeedi korrekt arbeiten kann, muss es ausreichend hell im Raum sein.

Die Kartenerstellung gelang im Test durchwachsen: Die Darstellung in der App ist sehr schematisch. Während teurere Roboter hier die genauen Umrisse zeigen, legt Yeedi über den echten Grundriss viereckige Rahmen. Auch wurden die Räume nicht sauber getrennt: Ein Bad und den Flurbereich etwa hat der Vac Max bei uns zusammengefasst. Mehr als eine Karte lässt sich nicht erstellen, für mehrere Etagen ist der Yeedi damit nicht geeignet.

yeedi-vac-max-karte
In der Karte liegen Quadrate über dem eigentlichen Grundriss.
© Yeedi
Yeedi-Vac-Max-unter-Toilette
Der flache Yeedi fährt auch unter der Toilette durch. Da bleiben andere mit LiDAR-Aufbau hängen.
© WEKA Media Publishing

Der Schnellste ist er auch nicht: Die Kartenerstellung dauerte lange – im Test für rund 80 Quadratmeter freie Fläche gut zwei Stunden; dabei fuhr der Roboter immer wieder zu bereits gereinigten Stellen zurück und ging diese erneut an. Es ist also Geduld gefragt. Währenddessen einkaufen gehen ist trotzdem keine gute Idee, denn an kniffligen Stellen fährt sich der Vac Max schon mal fest. Hier heißt es also aufpassen und nachher in der Karte bei Bedarf No-go-Zonen einrichten.

Flach, aber steckt manchmal fest

Durch seine niedrige Bauweise (Höhe: 7,7 cm) kommt der Bot auch unter flache Möbel – findet aber manchmal nicht wieder hervor. So geschehen bei einem Büroschrank, unter dem wir den Vac Max händisch wieder hervorziehen mussten. Auch zwischen den Beinen mehrerer IKEA-Regale gab es im Test Probleme: Rein fuhr der Yeedi, raus nicht mehr. Wie gesagt: aufpassen und bei Bedarf verbotenen Zonen einrichten.

Reinigt gründlich

Ansonsten zieht der Vac Max gewissenhaft seine Bahnen, fieselt sich um Hindernisse herum und fährt auch nah an Kanten entlang. Dabei sammelt er Staub, Haare und anderes Ungemach nahezu rückstandsfrei ein. Eine 3D-Hinderniserkennung hat das günstige Modell nicht. Teils ist der Yeedi etwas rabiat unterwegs und rempelt schon mal vernehmlich gegen ein Möbelstück. Kanten bis 9 mm sind laut Hersteller kein Hindernis, das merkte auch unsere Personenwaage, die der Vac Max mehrfach energisch überfuhr – Schaden nahm dabei keins der Geräte.

Yeedi-unter-Regal
Rein ins Getümmel: Unter die Regalkombi fuhr der Vac Max anstandslos, hinaus leider nicht.
© WEKA Media Publishing
Yeedi-Vac-Max-Lieferumfang
Ausgepackt: der Lieferumfang des Yeedi Vac Max mit fünf Staubtüchern, dem Wassertank mit Mikrofasertuch, der Seitenbürste und der Ladestation.
© WEKA Media Publishing
Yeedi-Vac-Max-unten
Haare hängen in der Bürste und müssen nach dem Saugen manuell entfernt werden. Bei gröberem Schmutz bleibt schon mal was in der Rollenkammer liegen.
© WEKA Media Publishing

Die Saugleistung war im Test auf Hartböden gut (der Vac Max schafft maximal 3000 Pa) und lässt sich in drei Stufen einstellen; ebenso der Wasserdurchfluss. Die Wischfunktion ist rudimentär gehalten, sprich: das Mikrofasertuch wird schlicht mitgezogen und auf dem Weg zu einem bestimmten Raum oder Bereich auch nicht angehoben. Dass die Raumaufteilung nicht korrekt funktioniert, ist beim Wischen problematisch: Will man etwa nur das Bad nass putzen, das aber mit dem Flur (und Parkett) verbunden ist, muss man sich durch eine temporäre Verbotszone in der App behelfen. Hier bieten andere Modelle wie der Dreame L10s Pro deutlich mehr Komfort, kosten aber auch deutlich mehr.

Ambitionierter geht das neuere Schwestermodell Yeedi Vac 2 Pro ans Werk, das mit einem sogenannten oszillierenden Wischer arbeitet – und im Black-Friday-Rahmen derzeit statt 450 Euro mit Amazon-Coupon nur rund 300 Euro kostet. Dabei bewegt sich der Aufsatz mit dem Tuch schnell vor und zurück, was etwas mehr Kraft auf den Boden bringt. Bei hartnäckigen, eingetrockneten Flecken ist aber auch hier Handarbeit mit dem Feudel gefragt. Der Vac 2 Pro hat zudem eine 3D-Hindernisvermeidung.

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© WEKA Media Publishing

Fazit: für einfache Reinigungsjobs

Auf Hartböden mit unkomplizierter Möblierung macht der Yeedi Vac Max einen guten Job und saugt gründlich. Die Wischfunktion ist ein nettes Extra, bewirkt aber keine Wunder. Die Kartenerstellung funktioniert durchwachsen, im Test wurden nicht alle Räume getrennt. Auch muss man neuralgische Stellen mit Verbotszonen belegen, sonst fährt sich der Bot fest.

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