BMW, Mercedes, VW und Co.

Plug-in-Hybride im Connectivity-Test: BMW 330e

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Der getestete 3er BMW war mit BMW Life Cockpit Professional ausgestattet und hat 74.416 Euro gekostet.

Der 3er ist BMWs absatzstärkstes Auto und ein Hybridantrieb damit Pflichtprogramm, um den Flottenverbrauch zu senken. Mit seinem 12-kWh-Akku kommt er auf eine elektrische Reichweite von 60 Kilometern (WLTP) – etwas weniger als der Mercedes CLA. Jedoch hat man dank 297 PS Systemleistung mit dem BMW etwas mehr Fahrspaß.

Spaß macht auch der Blick auf das feine 12,3-Zoll-Cockpitdisplay, dem BMW einen weiteren 10,25-Zoll-Touchscreen an die Seite stellt. Das System der Bayern bietet die meisten Bedienmöglichkeiten: Es gibt einen Dreh-Drück-Regler inklusive Schrifterkennung und eine Gestensteuerung, mit der man die Musik dirigieren kann. Abgerundet wird alles von der besten Sprachbedienung im Test, die sogar die Fenster öffnet. Gefehlt hat den Testern nur eine Cockpit-Steuerung über die Lenkradtasten, und auch die Navigationskarte lässt sich dort nicht anpassen. Ziemlich gut ist jedoch die sehr kurze Systemstartphase von nur 20 Sekunden. Auch das Wetter kann für beliebige Orte abgerufen werden und Nachrichten lassen sich über viele Quellen beziehen. Damit hat der 3er beim Thema Produktivität die Nase vorn! Schade: BMW hat die Office-Integration gestrichen, sodass Kalender und Mail-Anwendungen fehlen. Zudem suchen wir einen Browser vergebens.

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Der BMW 330e im Connectivity-Test.

Wer mehr Funktionalität wünscht, kann sein iPhone komfortabel zwecks Car Play kabellos verbinden. Mit Android Auto ist man dazu leider auf bestimmte Android-Phones angewiesen. Da der 3er für Onlinedienste eine eSIM bietet, surft man per Hotspot unterwegs im Wi-Fi. Wie beim Mercedes funktioniert die Navigation sehr gut und stellt eine realistische Berechnung an. Praktisch sind Zusatzdaten wie Preise und Belegungstrend von Parkhäusern und On Street Parking samt farblicher Markierung der Verfügbarkeit. Ladesäuleninfos sind ebenfalls hinterlegt, aber nicht für alle Anbieter gleich ausführlich.

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Per App sieht man den Ladestand seines BMWs und kann das Auto auch vorklimatisieren

Wer sein Auto verlässt, kann es über die MyBMW-App remote zu und wieder aufsperren. Zudem hat man Einblick in allerlei Fahrzeugdaten. Außergewöhnlich ist die Remote-Ansicht in 3D, die über die Parkkameras ein Abbild der Umgebung liefert. Insgesamt kommt die App aber nicht an jene des Mercedes heran – auch wenn der Bedienkomfort gut ist. So fehlt etwa die First-Mile-Navigation oder ein Fahrtenbuch. Am Ende reiht sich der 3er mit einem „gut“ im Gesamtscore und etwas Abstand hinter den CLA ein, er liegt aber meilenweit vor dem Drittplatzierten, dem Arteon von VW.

connect-Testurteil: gut (803 von 1000 Punkten)

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