Wearables

Fitness-Gadgets im Test

21.4.2022 von Corinna Ingenhaag

Ein guter Trainingspartner ist die halbe Miete, wenn es darum geht, den inneren Schweinehund dauerhaft in die Flucht zu schlagen. Wer wäre für diesen Job besser geeignet, als das Smartphone, unser täglicher Begleiter in allen Lebenslagen. In Kombination mit verschiedenen Fitness- und Sport-Gadgets wird es dann doch zum Kinderspiel, seine täglichen Trainingsroutinen einzuhalten und schon bald ein Fitnesslevel zu erreichen, von dem wir in analogen Zeiten nur zu träumen gewagt haben. Oder?

ca. 3:45 Min
Vergleich
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Was wäre ein smartes Fitness-Gadget nur ohne passende App? Mithilfe dieser werden Messungen detailliert ausgewertet und Trainings genau analysiert.
© Withings

Das Fitness-Studio zuhause erfreut sich spätestens in den letzten zwei Jahren großer Beliebtheit. Dabei sind die Zeiten von Liegestützen und Sit-ups auf dem Wohnzimmerteppich längst Geschichte. Smarte Gadgets sollen dabei helfen, die gesteckten Fitnessziele zu erreichen und zu überwachen. Damit Spaß und Motivation nicht zu kurz kommen, setzen viele Gadget-Hersteller auf die Kombination mit Apps.

Schließlich wäre es eine fahrlässige Verschwendung von Informationen, einfach über ein Seil zu springen, ohne zu wissen, wie viele Kalorien dabei verbrannt wurden oder gar selbst mitzuzählen, wie oft man den Satz über das Springseil absolviert hat. Glücklicherweise ist das nicht länger nötig, denn zahlreiche Fitness- und Sport-Gadgets folgen dem eingängigen Leitsatz: Mit Bluetooth ist alles besser.

So unterstützen smarte Fitnessbänder den optimalen Trainingserfolg und besagte Springseile liefern die Ergebnisse des dynamischen Treibens direkt auf das Smartphone. Das hilft nun auch beim Planken, der vielleicht rudimentersten Fitnessübung überhaupt. Das Plankpad Pro beispielsweise liefert mit Hilfe der entsprechenden App und dem Smartphone-eigenen Gyroskop Unterstützung bei der korrekten Ausführung der Übungen und lässt einen das Planken sogar fast vergessen, weil man sich währenddessen in einem unterhaltsamen Game befindet.

Bei vielen Gadgets fällt auf: Wie gut sie in der Praxis funktionieren und wie viel Spaß und Erfolg ihre Nutzung bringt, hängt maßgeblich vom Funktionsumfang und Ausgereiftheit der dazugehörigen Apps ab.

Smarte Haltungskorrektur

Doch nicht nur als klassische Fitness-Gadgets gibt es smarte Helfer, die die körperliche Gesundheit unterstützen. Der Haltungstrainer Upright Go 2 beispielsweise hat sich ein einfaches wie effektives Vorgehen zu Nutze gemacht: Er erinnert mittels Vibration daran, sich aufzurichten und eine gesunde Haltung einzunehmen. Dazu wird ein nur 48 Millimeter kleines Gerät auf dem oberen Rücken platziert – entweder mittels Klebestreifen oder optionaler Kette.

Der Upright Go 2 kommuniziert direkt mit dem Smartphone. Ein intelligenter Sensor im Gerät erkennt die Haltung und meldet sich per Vibration, sobald Nutzer oder Nutzerin die Schultern hängen lässt oder den Rücken ungesund krümmt. Mittels App wird der Weg zum Aufrechtsitzen oder -stehen unterstützt – dort gibt es ein entsprechendes Tracking und auch Übungen. Rückenschmerzen und Verspannungen sollen so der Vergangenheit angehören.

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Smarte Springseile

Ebenfalls auf dem Markt befindlich und bereit, die Welt der Bewegungswilligen zu revolutionieren, sind smarte Springseile. In verschiedensten Budget-Klassen verbinden sie sich via Bluetooth mit dem Smartphone und liefern Informationen zum Training. Wer auch während der Sporteinheit über den aktuellen Stand seiner Bemühungen informiert sein möchte, stillt den Wissensdurst mit dem Smart-Rope LED. Das Seil ist mit 23 LEDs ausgestattet, die während des Springens die Fitnessdaten quasi in der Luft schwebend anzeigen.

Zusätzlich werden Kalorien, Sprünge und Zeiten der Trainingseinheiten an die Smart-Rope App übertragen. Das hochwertige Springseil ist eine echte Luxusalternative des Ganzkörpertrainings, die in puncto Design und Funktionsvielfalt nicht mehr viel mit dem kindlichen Hüpfvergnügen im Garten gemein hat.

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Smarte Waage

Wie motiviert sind wir doch durch die vielen smarten Gadgets, die uns auf digitalen Wolken durch unser Sportprogramm tragen. Aber sind wir ehrlich, wollen wir am Ende die harten Fakten. Der Endgegner aller sportiven Bemühungen: der Schritt auf die Waage. Schließlich lügen Zahlen nicht. Oder doch? Zumindest sagen sie uns manchmal nicht die ganze Wahrheit.

Denn die reine Angabe der Kilos gibt noch nicht viel Aufschluss darüber, ob wir gesund und in guter Form sind. Körperanalyse ist hier das Zauberwort. Waagen, die eine Körperanalyse durchführen können, geben nicht nur die Anzahl der Kilos aus, sie wissen auch, wie sich das Gewicht zusammensetzt. Wie viel Prozent der gewogenen Kilos verteilen sich auf die Muskelmasse, die Knochen, Wasser oder eben Körperfett? Diese Informationen sind wichtig, um einordnen zu können, ob das Gewicht gesund ist.

Doch woher weiß die clevere Waage, wie es wirklich in uns aussieht? Sie nutzt dazu die Bioimpedanzanalyse. Dazu schickt sie einen sehr schwachen, nicht spürbaren Stromimpuls durch den Körper. Über die Fußsohlen wird er übertragen. Auf seinem Weg misst der Impuls den Widerstand. Anhand eines Algorithmus errechnet die Waage dann aus den gemessenen Werten und den hinterlegten persönlichen Informationen zum Gewogenen die Körperzusammensetzung. Zu bedenken ist dabei, dass der Strom bei normalen Körperfettwaagen nicht durch den gesamten Körper fließt.

Fett, das sich im Oberkörper, beispielsweise am Bauch befindet, wird dann nicht erfasst. Daher gibt es hier keine hundertprozentige Genauigkeit, dennoch liefern die Analysen einen soliden Richtwert, an dem man sich orientieren kann. Viele Waagen geben dazu den BMI oder den empfohlenen Kalorienbedarf an.

Damit die Körperfettermittlung auch wirklich smart wird, schicken wir unsere Infos natürlich mit Vorliebe auf das Smartphone. Dort erwarten die entsprechenden Apps die Messergebnisse bereits sehnsüchtig und verarbeiten sie zu Statistiken, Empfehlungen und Trackings. Dazu sind die smarten Waagen mit Bluetooth oder Wi-Fi ausgestattet. Der Vorteil bei einer WLAN-Verbindung der Waage ist, dass das Smartphone nicht in der Nähe sein muss, damit die Daten in die App eingespeist werden können. Dafür sind sie entsprechend teurer.

Erfolgt die Übertragung via Bluetooth, kann das Smartphone die Infos natürlich nur empfangen, wenn eine aktive Verbindung besteht. Einige Waagen bieten hier jedoch die Möglichkeit, die Werte zwischenzuspeichern und sie zu übertragen, sobald das Smartphone wieder in Bluetooth-Reichweite ist.

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