Mobiles Internet

Sechs mobile LTE-Router im Vergleich

Mit mobilen LTE-Routern lassen sich mehrere Endgeräte per WLAN gleichzeitig ins Netz bringen – und dies bei Bedarf sogar an entlegenen Orten. Wir haben die neuesten Geräte getestet.

Inhalt
  1. Sechs mobile LTE-Router im Vergleich
  2. LTE-Router im Vergleich - Teil 2

© © tuaindeed / shutterstock.com

6 LTE-Router im Vergleich

Wer viel unterwegs ist, möglicherweise häufig mit Kollegen oder Mitreisenden, und auf seinen Touren mehrere Endgeräte ins Internet bringen muss, für den lohnt sich ein mobiler LTE-Router. Diese Gerätekategorie ist gerade bei Viel- und Geschäftsnutzern aller Größenordnungen beliebt – und so stellten die einschlägigen Anbieter im letzten halben Jahr eine ganze Reihe neuer Modelle vor. 

Wir wollten wissen, welches der Geräte sich für welchen Einsatzzweck und welchen Anspruch eignet, und haben deshalb die jüngsten Vertreter des Genres einem umfangreichen Praxistest unterzogen. 

Die Ergebnisse zeigen, dass es bei Leistung, Preis, Funktionsumfang und Baugröße deutliche Unterschiede gibt. Wer sich für einen mobilen Router inte ressiert, tut daher gut daran, das für ihn am besten geeignete Modell sorgfältig auszuwählen.

© 1&1 Mobile

Konzentration aufs Wesentliche: Zwei LEDs statt Display, nur eine Taste – der „WLAN Router LTE“ ist eher schlicht gehalten.

1&1 Mobile WLAN-Router LTE

Zu seinen LTE-Tarifen bietet 1&1 Mobile einen eher einfach gehaltenen, aber dafür kompakten und relativ preiswerten LTE-Mobilrouter an.

Seinen „WLAN-Router LTE“ packt 1&1 in seinen LTE-Tarifen zum Aufpreis von normalerweise 100 Euro dazu, bis auf Weiteres ist der Preis auf nur 30 Euro reduziert. Aus technischer Sicht handelt es sich um einen eher einfachen LTE-Router von Huawei, den die Chinesen auch selbst unter der Bezeichnung E5573Cs liefern. 

Das Branding durch 1&1 hält sich in Grenzen – so verweist die beigelegte Schnellstart-Anleitung etwa direkt auf die Huawei-App „HiLink“. Dank 1500-mAh-Akku hält der 1&1-Router bis zu sechs Stunden mobiles Surfen durch, bis zu 16 Endgeräte lassen sich per WLAN 11n anmelden. Das schnellere 11ac oder Ethernet-Verbindungen werden nicht unterstützt. 

Auch auf ein Display verzichtet der Hersteller, zwei mehrfarbige LEDs auf der Front verraten Mobilfunkempfang und Akkustand. Über seine Weboberfläche oder die HiLink-App lässt sich das Gerät auch als WLAN-Repeater konfigurieren.

Pro:

  • preisgünstig
  • kompakt
  • bietet mit LTE Cat 6 und HSPA alle wichtigen Mobilfunkstandards
  • lässt sich auch als WLAN-Repeater konfigurieren

Contra:

  • begrenzte Akkulaufzeit
  • nur WLAN 11n
  • kein Display
  • kein WPS
  • überschaubarer Funktionsumfang

© Huawei

Selbstbewusster Auftritt: Mit goldenem Gehäuserand und wuchtigen Maßen betont der E5885Ls seinen Anspruch.

Huawei E5885Ls

Mit dem E5885Ls bietet Huawei einen mobilen LTE-Router mit besonders großem Funktionsumfang und riesiger Akkukapazität.

Im Vergleich zu dem ebenfalls von Huawei gelieferten, eher einfachen 1&1-LTE- Router ist der Huawei E5885Ls ein Luxusmodell. Der technisch deutlich verbesserte Nachfolger des bereits in connect getesteten E5770 unterstreicht diesen Anspruch durch seinen wuchtigen Auftritt mit goldenem Gehäuserahmen. 

Das neue Modell unterstützt nun auch WLAN 11ac samt Dualband auf 2,4 und 5 GHz und erlaubt die Kopplung von WLAN-Endgeräten per NFC. Der Akku, der sich auch als Powerbank nutzen lässt, wuchs von vorher 5200 auf nun stolze 6400 mAh. Dank mitgeliefertem Adapter lassen sich auch USB-C-Geräte aufladen. 

Das LTE-Modem arbeitet im Downlink mit 300 Mbit/s nun doppelt so schnell, der Uplink blieb bei 50 Mbit/s. Bis zu 25 Stunden versorgt der E5885Ls bis zu 32 WLAN-Endgeräte mit Internet, seine Ethernet-Buchse kann ein weiteres Gerät mit LTE-Internet beliefern oder – etwa in Hotels – per Ethernet bezogenes Internet via WLAN weiterverteilen.

Pro:

  • schnelles WLAN 11ac
  • schnelles LTE mit bis zu 300 Mbit/s
  • sehr lange Laufzeit
  • Versorgung von Endgeräten auch per Ethernet
  • als Powerbank nutzbar
  • viele Funktionen, gute Bedienung

Contra:

  • USB-Buchse auf 2A beschränkt, Laden des riesigen Akkus dauert deshalb lang

© Netgear

Rundinstrumente: Die Segmente links vom Farbdisplay zeigen den Akkustand, rechts das Datenvolumen.

Netgear Nighthawk M1

Der Nighthawk M1 ist klar das luxuriöseste, mit 330 Euro Kaufpreis allerdings auch das teuerste Gerät in diesem Testfeld.

Als LTE-Cat-16-Router unterstützt der Nighthawk M1 dank LTE-Carrier- Aggregation Datenraten bis zu 1 Gbit/s im Downlink. Auch ansonsten setzt Netgear auf Luxus – angefangen beim runden, hochauflösenden Farbdisplay bis hin zum satten, bei Bedarf auswechselbaren 5040-mAH-Akku, aus dem der M1 auf Wunsch auch externe Geräte auflädt.

Seine Gigabit-Ethernet-Buchse kann wahlweise zum Anschluss eines Endgeräts oder als Eingang zur Internetversorgung etwa in Hotels dienen. Per WLAN 11ac mit Dualband und 4x4 MIMO versorgt der M1 bis zu 20 angemeldete WLAN-Geräte. Zudem ist eine Basisstation für eine mobile Netgear-Arlo-Überwachungskamera mit eingebaut – ebenso wie ein Micro-SD-Card-Slot zur Nutzung als mobiles NAS. Die Konfiguration dieses Tausendsassas kann per Weboberfläche oder über die App „Netgear Mobile“ erfolgen.

Pro:

  • LTE bis zu 1 Gbit/s (Cat 16)
  • WLAN 11ac mit 4x4 MIMO
  • Gigabit-Ethernet
  • großes Farbdisplay
  • großer Akku, auch als Powerbank nutzbar
  • mit Basis für Arlo-Kamera: viele Funktionen

Contra:

  • teuer
  • hohe WLAN-Datenraten nur recht nah am Gerät erreichbar

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