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Kritische Zero-Day-Lücke behoben

Android-Update: März-Sicherheitspatch schließt über 120 Schwachstellen

Mit dem März-Patch behebt Google eine kritische Zero-Day-Lücke in Qualcomm-Chips, die bereits ausgenutzt wurde. Das Update sollte daher dringend installiert werden.

Android Update
Google verteilt das Android-Sicherheitsupdate für März 2026.
© DatenschutzStockfoto/stock.adobe.com

Google hat das Android-Sicherheitsupdate für März 2026 veröffentlicht. Der schließt insgesamt 129 Sicherheitslücken im Betriebssystem. Darunter befinden sich mehrere kritische Schwachstellen, inklusive einer Lücke, die laut Google bereits aktiv ausgenutzt wurde.Kritische Schwachstelle in Qualc...

Google hat das Android-Sicherheitsupdate für März 2026 veröffentlicht. Der schließt insgesamt 129 Sicherheitslücken im Betriebssystem. Darunter befinden sich mehrere kritische Schwachstellen, inklusive einer Lücke, die laut Google bereits aktiv ausgenutzt wurde.

Kritische Schwachstelle in Qualcomm-Grafiktreiber

Besonders brisant ist die Sicherheitslücke CVE-2026-21385. Sie betrifft eine Grafikkomponente von Qualcomm-Chipsätzen und kann zu Speicherfehlern führen. In bestimmten Fällen könnten Angreifer dadurch Schadcode ausführen oder höhere Systemrechte erlangen. Sicherheitsforscher berichten, dass diese Lücke bereits in gezielten Angriffen ausgenutzt wurde.

Google hat den Fehler im Rahmen des März-Updates nun geschlossen. Gerätehersteller müssen den Patch allerdings in ihre eigene Firmware integrieren, bevor er auf den jeweiligen Smartphones ankommt.

Pixel-Smartphones erhalten Update zuerst

Wie üblich erhalten Google-Pixel-Geräte das Sicherheitsupdate direkt von Google. Unterstützt werden unter anderem:

  • Pixel 6 / Pixel 6 Pro
  • Pixel 7 / Pixel 7 Pro
  • Pixel 8 / Pixel 8 Pro
  • neuere Pixel-Modelle

Auf diesen Geräten wird der Patch als OTA-Update (Over-the-Air) verteilt und kann direkt über die Systemeinstellungen installiert werden.

Andere Hersteller folgen zeitversetzt

Smartphones anderer Hersteller – etwa Samsung, Xiaomi, Oneplus oder Vivo – erhalten den Patch in der Regel ebenfalls, allerdings zeitversetzt. Die Hersteller integrieren die Android-Sicherheitsupdates zunächst in ihre eigenen Benutzeroberflächen und Firmware-Versionen.

Neben der Qualcomm-Lücke behebt das März-Update zahlreiche weitere Probleme:

  • mehrere Remote-Code-Execution-Schwachstellen im Android-Framework
  • Sicherheitsfehler im Kernel und Systemdiensten
  • zusätzliche Stabilitäts- und Sicherheitsverbesserungen

Warum der Patch wichtig ist

Einige der geschlossenen Lücken könnten es Angreifern ermöglichen, Schadcode ohne Nutzerinteraktion auszuführen oder Systemrechte zu erlangen. Besonders die bereits ausgenutzte Zero-Day-Schwachstelle macht das Update sicherheitsrelevant. Nutzer sollten das Update daher so bald wie möglich installieren, sobald es für ihr Gerät verfügbar ist. Gerade bei kritischen Sicherheitslücken gilt: Ein aktueller Patch-Stand ist der wichtigste Schutz gegen mögliche Angriffe.

Smartphone mit Android Logo

Autor: Leif Bärler • 9.3.2026

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