Galaxy S26 Ultra vs. S25 Ultra: Lohnt sich das Upgrade?
Mehr zum Thema: SamsungEndlich hat Samsung mit dem Galaxy S26 Ultra sein Flaggschiff für 2026 vorgestellt. Wie groß sind die Unterschiede zum Vorgänger und lohnt sich ein Upgrade?
Mit dem Galaxy S26 Ultra schickt Samsung sein neues Top-Modell ins Rennen. Der Vorgänger, das Galaxy S25 Ultra, ist allerdings erst ein Jahr alt und technisch nach wie vor eines der stärksten Android-Smartphones auf dem Markt. Entsprechend spannend ist die Frage: Wie groß fällt der Abstand zwisc...
Mit dem Galaxy S26 Ultra schickt Samsung sein neues Top-Modell ins Rennen. Der Vorgänger, das Galaxy S25 Ultra, ist allerdings erst ein Jahr alt und technisch nach wie vor eines der stärksten Android-Smartphones auf dem Markt. Entsprechend spannend ist die Frage: Wie groß fällt der Abstand zwischen den beiden Generationen tatsächlich aus? Handelt es sich um ein Pflicht-Upgrade oder eher um Modellpflege auf sehr hohem Niveau?
Wir vergleichen Design, Display, Leistung, Kamera, Akku und Software und klären, ob sich der Umstieg lohnt.
Preis, Speicher und Positionierung
Samsung startet das Galaxy S26 Ultra mit einer klaren Preisstruktur, die sich an der des Vorgängers orientiert, aber nach oben erweitert:
Samsung Galaxy S26 Ultra vs. S25 Ultra: Varianten und Preise im Überblick
| Galaxy S26 Ultra | Galaxy S25 Ultra |
|---|---|
| 12+256 GB / 12+512 GB / 16 GB + 1 TB für 1.449 Euro / 1.649 Euro / 1.949 Euro | 12+256 GB/ 12+512 GB / 12 GB + 1 TB für 1.449 Euro / 1.569 Euro / 1.809 Euro |
Damit beginnt die Basisvariante preislich identisch zum S25 Ultra beim Marktstart, während die größeren Speichervarianten beim neuen Modell etwas teurer sind. Insbesondere die 1-TB-Version rückt preislich deutlich nach oben.
Die Speicherausstattung selbst wurde modernisiert: Samsung kombiniert beim S26 Ultra die mittleren und oberen Varianten mit 16 GB RAM, während das S25 Ultra einheitlich mit 12 GB RAM ausgeliefert wurde. Mehr Arbeitsspeicher dürfte sich vor allem bei Multitasking und KI-lastigen Anwendungen langfristig positiv auswirken.
Für Käufer bedeutet das: Das S26 Ultra ist speichertechnisch etwas breiter aufgestellt, doch das S25 Ultra ist im Handel inzwischen deutlich günstiger zu bekommen. Wir haben es bereits für um die 850 Euro gesehen. Damit verschiebt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis klar zugunsten des Galaxy S25 Ultra.
Design und Verarbeitung: Feinschliff mit neuer Kamerastufe
Beim Design gibt es nur kleinere Änderungen: Samsung bleibt dem markanten Design der Ultra-Serie treu, verfeinert aber viele Details. So setzt das Galaxy S26 Ultra auf ein robustes Armor-Aluminium-Gehäuse und IP68-Zertifizierung. Der S-Pen ist wie gewohnt im Gehäuse integriert und unterstreicht den produktiven Anspruch des Geräts.
Gegenüber dem S25 Ultra wirkt das neue Modell dennoch etwas eleganter: Die Ecken sind stärker abgerundet, sodass das Design der Reihe nun einheitlicher wirkt. Mit Maßen von 78,1 x 163,6 x 7,9 mm fällt das S26 Ultra etwas höher und schmaler aus als das Vorjahresmodell. Mit einem Gewicht von 214 Gramm ist das neue S26 Ultra außerdem wenige Gramm leichter geworden.
Neu ist außerdem eine klar sichtbare Stufe um die Kameraeinheit auf der Rückseite. Sie entsteht durch die überarbeiteten Linsen, die mehr Licht einfangen sollen. Das Modul steht dadurch etwas weiter heraus als beim S25 Ultra. Ob man das als Design-Statement oder als Kompromiss empfindet, bleibt Geschmackssache.
Auch bei den Farben geht Samsung neue Wege und bietet alle Modelle der Reihe in einheitlichen Farbvarianten an. So ist das Galaxy S26 Ultra wie die anderen beiden Modelle regulär in Cobalt Violet, Sky Blue, Black und White erhältlich. Zusätzlich bietet Samsung im eigenen Online-Store exklusive Varianten in Silver Shadow und Pink Gold an. Beim Galaxy S25 Ultra setzte Samsung noch stärker auf gedeckte, titan-inspirierte Farbtöne wie Titanium Black und Titanium Gray, ergänzte diese aber ebenfalls um Online-exklusive Varianten. Insgesamt wirkt die Farbpalette des S26 Ultra etwas frischer und moderner.
Display: Das Privacy-Feature als echtes Alleinstellungsmerkmal
Die Displays beider Modelle sind in ihren technischen Grundzügen nahezu identisch: Ein 6,9 Zoll-AMOLED-Panel mit 3.120 × 1.440 Pixeln, adaptiver Bildwiederholrate bis 120 Hz und S-Pen-Support sorgt für hohe Brillanz und flüssige Darstellung. Geschützt wird das Display erneut von Corning Gorilla Glass Armor 2, das erneut Reflexionen minimieren und vor Kratzern schützen soll.
Der entscheidende Unterschied ist das neue Privacy-Display, das Samsung im S26 Ultra integriert. Damit lassen sich Inhalte so darstellen, dass sie nur frontal klar lesbar sind, während seitliche Blickwinkel stark abgedunkelt werden. In der höchsten Schutzstufe sind Inhalte selbst bei stärkerer seitlicher Neigung nur schwer erkennbar.
Im Alltag ist das ein spürbarer Gewinn: Ob beim Online-Banking in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Check sensibler Nachrichten in offenen Büros – der Blickschutz erhöht die Privatsphäre deutlich. Der Schutz lässt sich gezielt aktivieren, etwa nur für bestimmte Apps, bei der PIN-Eingabe oder für Sperrbildschirm-Benachrichtigungen.
Wir finden: Mit dem Privacy Display setzt das S26 Ultra ein starkes Differenzierungsmerkmal. In unseren Augen handelt es sich dabei um ein echtes Alltags-Feature, das Nutzern einen spürbaren Nutzen bringt - aber auch einen Nachteil hat. connect-Redakteur Andreas Seeger konnte das Privacy-Display bereits in Augenschein nehmen und beschreibt seine Eindrücke hier: Blickschutz beim S26 Ultra ausprobiert: Es gibt einen Nachteil
Leistung: Neuer Chip
Beim Prozessor fährt Samsung in diesem Jahr wieder zweigleisig: Während das Galaxy S26 und S26 Plus auf den hauseigenen Exynos 2600 setzen, der als erster Prozessor im 2-nm-Verfahren gefertigt wurde, arbeitet das S26 Ultra mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Der Chip ist etwas höher getaktet und wurde im 3-nm-Verfahren gefertigt. Im Vergleich dazu nutzt das S25 Ultra die erste Generation des Snapdragon 8 Elite for Galaxy.
Zwar fehlen noch umfassende Benchmark-Daten, doch zumindest auf dem Papier spricht der neue Chip für mehr Effizienz und höhere Leistungsreserven, gerade in Kombination mit bis zu 16 GB RAM.
Im alltäglichen Gebrauch – Surfen, Social Media, Videowiedergabe – werden die Unterschiede minimal sein. Erst bei sehr anspruchsvollen Aufgaben, KI-gestützten Workloads oder langfristiger Nutzung dürfte der neue Prozessor seine Vorteile stärker ausspielen.
Kamera: Lichtstärke statt Megapixel-Wettrüsten
Abgesehen vom Design ändert sich beim Kamerasystem nicht viel: Es bleibt bei vier Brennweiten, größere Sprünge gibt es nicht. Samsung hat lediglich die Optik überarbeitet, um mehr Licht einzufangen: Die 200-MP-Hauptkamera kommt nun mit einer Blende von F1.4 (statt F1.7), und das 5-fach-Tele mit 50 MP setzt auf F2.9 (statt F3.4). Das Ultraweitwinkel mit 50 MP bei einer Blende von F1.9 und den 3-fach-Zoom mit einer Auflösung von 10 MP bei F2.4 übernimmt Samsung dagegen unverändert vom Vorgänger.
Die größere Lichtstärke der Haupt- und Telekamera verspricht insbesondere bei Nachtaufnahmen und Low-Light-Szenarien einen Vorteil. Konkrete Messwerte und Labortests stehen zwar noch aus, doch die Änderungen sind nicht rein kosmetisch: Mehr Licht bedeutet in der Praxis klarere Details, höhere Dynamik und weniger Rauschen.
Die Frontkamera bleibt mit 12 MP und F2.2 auf dem Niveau des Galaxy S25 Ultra. Hier gibt es also auch in diesem Jahr keine Änderungen.
Akku und Connectivity: Höhere Ladegeschwindigkeit, sonst wenig Neues
Auch beim Akku gibt es keine Neuerung: Die Nennkapazität des Akkus beträgt unverändert 5.000 mAh. Immerhin bei der Ladegeschwindigkeit gibt es aber ein Upgrade: Kabelgebunden sind nun 60 W statt 45 W möglich, beim kabellosen Laden erhöht sich die Geschwindigkeit von 15 W auf 25 W.
Was allerdings weiterhin fehlt, ist ein Magnet. Den haben wir auch beim Galaxy S25 Ultra schon vermisst. Der Qi-Standard wird unterstützt, allerdings ohne integrierte Magnetlösung. Wer magnetisch andocken möchte, benötigt weiterhin ein entsprechendes Case.
Bei der Connectivity bleibt Samsung beim bewährten Standard: 5G‑Support über alle relevanten Frequenzbänder, Wi‑Fi 6E und Wi‑Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC sowie UWB sind an Bord. Auch das Dual‑SIM‑Setup mit zwei aktiven SIM‑Profilen (Nano‑SIM + Nano‑SIM + eSIM) entspricht dem Niveau des Galaxy S25 Ultra.
Smartere Software dank noch mehr KI
Das S26 Ultra startet mit One UI 8.5 und setzt stärker auf eine klare Rollenverteilung zwischen verschiedenen Assistenten. So übernimmt der überarbeitete Assistent Samsung Bixby gerätespezifische, semantische Befehle, während Google Gemini und Perplexity für komplexere, internetbasierte Anfragen zuständig sind.
Hinzu kommen neue KI-Funktionen zur Bildbearbeitung, die sich per natürlicher Sprache steuern lassen, sowie kontextbezogene Vorschläge in der Samsung-Tastatur – etwa ein Schnelllink zur Kalender-App bei erkannter Zeitangabe.
Einige dieser Funktionen dürften perspektivisch auch auf das S25 Ultra kommen, doch die volle Feature-Breite wird vermutlich zuerst dem S26 Ultra vorbehalten sein. In Sachen Software-Support verspricht Samsung erneut sieben Jahre Android-Updates sowie sieben Jahre Sicherheitsupdates.
Fazit: Kein Pflicht-Upgrade, aber ein rundes Gesamtpaket
Das Galaxy S26 Ultra ist ohne Frage das modernere Gerät. Das Privacy-Display, die beschleunigten Ladezeiten, die optimierte Kameraoptik und die tiefgreifende Integration von KI zeigen, dass Samsung beim Ultra-Flaggschiff vor allem Finetuning betrieben hat. Daher gilt: Wer bereits ein Galaxy S25 Ultra besitzt, muss nicht unbedingt auf das neue Modell umsteigen. Die Unterschiede zeigen sich eher im Detail denn in großen, revolutionären Sprüngen.
Für Nutzer, die besonderen Wert auf Diskretion im Alltag, langfristige Update-Sicherheit und die neueste Technologie legen, lohnt sich das Upgrade durchaus. Preisbewusste Käufer, die vor allem ein starkes Gesamtpaket suchen, bleiben dagegen mit dem S25 Ultra weiterhin sehr gut aufgestellt.