Smartphone-Sicherheit

Kaspersky warnt vor Android-Trojaner Tordow

Der Android-Trojaner Tordow greift sensible Daten des Nutzers ab und kann die totale Kontrolle über ein Gerät erlangen. Jetzt warnt Kaspersky vor ihm.

Smartphone Sicherheit

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Smartphone-Sicherheit: Kaspersky warnt vor einem neuen Banking-Trojaner.

Kaspersky, der russische IT-Sicherheitskonzern, hat einen Trojaner entdeckt, der sich auf Android-Geräten verbreitet und diese sogar potenziell einnehmen kann. Eine Einschränkung auf spezielle Android-Versionen gibt vermutlich es nicht.

Es handelt sich bei der Malware um einen Banking-Trojaner, dessen vorrangiges Ziel es ist, an sensible Nutzerdaten zu gelangen. Das können beispielsweise Kreditkarteninformationen oder Passwörter sein. Wie Kaspersky aufdeckte, tut er dies, indem er sich selbst Root-Rechte verschafft.

Die wesentliche Gefahr von Tordow ist laut Kaspersky, dass er deutlich mehr Angriffsfunktionen besitzt als vergleichbare Malware. Der Nutzer bekommt von der Infektion meist nichts mit. Wie stark sich Tordow bereits verbreitet hat, ist nicht bekannt.

Neben dem Stehlen von sensiblen Daten wie Bankzugängen, TANs oder Passwörtern kann Tordow beispielsweise auch:

  • Eigenständig Nachrichten versenden oder löschen
  • Gespräche aufnehmen oder diese weiterleiten
  • Apps installieren oder entfernen
  • Kontakte aus dem Adressbuch stehlen
  • Dateien oder Bilder umbenennen

Erstmals gefunden wurde er von Kaspersky bereits im Februar 2016. Er käme im Gepäck beliebter Apps wie VKontakte, Pokémon Go oder Telegram, wenn diese aus unsicheren Quellen installiert würden.

Lesetipp: Ransomware auf Android-Smartphones: So schützen Sie sich

Was kann man tun?

Um den Trojaner nicht auf das Gerät gelangen zu lassen, wird Nutzern geraten keine inoffiziellen App-Stores zu besuchen und Downloads nur über den Google Play Store durchzuführen. Es empfiehlt sich ebenfalls, in den Einstellung das Zulassen von Installationen aus unbekannten Quellen auszuschalten. Hierzu wählt man in den Systemeinstellungen zuerst den Punkt Sicherheit aus und deaktiviert dann die Einstellung mithilfe des Schalters unter dem Punkt Unbekannte Herkunft.

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