1&1 strebt 40 Prozent Netzabdeckung an
1&1 auf dem MWC 2026: Ausbau des Mobilfunknetzes läuft nach Plan
1&1 hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona einen Zwischenstand zum Ausbau seines Mobilfunknetzes gegeben. Das Unternehmen sieht sich nach eigenen Angaben beim Aufbau des vierten deutschen Netzes auf Kurs.
1&1 hat im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona die Fortschritte und zukünftigen Pläne für den Ausbau seines Mobilfunknetzes präsentiert. So habe das Unternehmen im vergangenen Jahr die Migration seiner Mobilfunkkunden in das eigene Netz abgeschlossen. Seit dem 11. November 2025 tre...
1&1 hat im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona die Fortschritte und zukünftigen Pläne für den Ausbau seines Mobilfunknetzes präsentiert. So habe das Unternehmen im vergangenen Jahr die Migration seiner Mobilfunkkunden in das eigene Netz abgeschlossen. Seit dem 11. November 2025 trete der Konzern nicht mehr als Reseller auf.
"Ein viertes deutsches Netz ist kein Versprechen mehr, es ist Realität", so Michael Martin, CEO der 1&1 Mobilfunk GmbH. Im connect-Netztest 2026 hat das Mobilfunknetz von 1&1 mit der Note "sehr gut" abgeschnitten, wenn auch noch außer Konkurrenz.
Rund 27 Prozent der Haushalte in Deutschland werden nach Angaben von 1&1 derzeit durch das eigene Netz erreicht. Damit habe man die regulatorischen Vorgaben übertroffen.
Weiterer Ausbau für 2026
Derzeit nutzt das Unternehmen Frequenzen im Bereich von 2100 MHz, 2600 MHz und 3500 MHz. Für das laufende Jahr skizziert das Unternehmen zwei Ausbauvarianten: Wenn 1&1 Zugang zu den reichweitenstarken Low Band Frequenzen (700, 800 und 900 MHz) erhält, sei bis Ende 2026 eine Haushaltsabdeckung von bis zu 40 Prozent möglich.
Ohne diese Frequenzen rechne man mit etwa 35 Prozent. Im Fokus des Ausbaus sollen insbesondere rund 300 Städte stehen. "Wir haben 2025 abgeliefert – und werden auch künftig an unseren Ausbauplänen festhalten", verspricht Martin.
Dezentrale Architektur und Open RAN
Technisch setzt 1&1 auf eine Open-RAN-Architektur. "Mit dem 1&1 O-RAN haben wir eine private Cloud mit hunderten Rechenzentren über Deutschland gespannt. Unsere einzigartige Architektur werden wir intensiver nutzen, um Content und andere performancekritische Services noch näher an den Nutzer zu bringen", betont Martin. Diese dezentrale Struktur soll kurze Reaktionszeiten ermöglichen und die Netzleistung verbessern.
Open RAN wird inzwischen auch von anderen Netzbetreibern genutzt. Martin dazu: "Europa macht sich bereit für Open RAN – mit dem 1&1 O-RAN wir sind dort, wo andere gerade erst loslaufen."

