Android pur ohne Root

Google Now Launcher - Das kann die App wirklich

27.11.2014 von Tim Kaufmann

Google Now Launcher bringt echtes Android-Feeling auch auf nicht gerootete Samsung Galaxys und andere Geräte mit Hersteller-Oberfläche wie Touch Wiz, Sense & Co. Wir zeigen Ihnen, was der Now Launcher kann.

ca. 2:55 Min
Ratgeber
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google now launcher
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Hinweis: Google hat den Now Launcher mittlerweile eingestellt.

Die App Google Now Launcher genießt derzeit den Status eines TV-Stars. Schließlich wird die bekannteste Funktion, der Aufruf der Google-Suche über das Sprachkommando "Okay, Google", derzeit intensiv beworben. Zusätzlich integriert die App Info-Kärtchen in den Startbildschirm, die maßgeschneiderte Informationen liefern, zum Beispiel das neueste Ergebnis Ihres Lieblingsvereins oder Route und Fahrtzeit zum nächsten Termin. Zudem schätzen ihn viele Nutzer, weil er auch auf Geräte, die nicht direkt von Google stammen, eine Atmosphäre von "Original-Android" zaubert. Aber der Reihe nach.

Die Sprachsteuerung: Okay, Google

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Google Now Launcher

  • Version: 1.1.0
  • Betriebssystem: Android ab 4.1
  • Preis: Kostenlos

Startbildschirm aufrufen, "Okay Google" sagen - so einfach rufen Sie die Spracherkennung auf. Sie versteht aber mehr als das, was die Werbung zeigt. Dort dient sie nämlich vor allem dem Start einer Google-Suche. In der Praxis funktionieren aber zum Beispiel auch die folgenden Befehle:

  • "Starte" gefolgt von einem App-Namen ruft diese App auf, sofern sie auf Ihrem Gerät installiert ist.
  • "Termin erstellen" gefolgt von Betreff, Datum und Uhrzeit erstellt einen neuen Termin im Kalender.
  • "Stelle einen Alarm für 60 Minuten" setzt einen Timer.
  • "Gehe zu" gefolgt von einer Web-Adresse öffnet diese im Browser.
  • "Navigiere zu Frankfurter Flughafen" öffnet die entsprechende Route, mit konkreten Adressen ("Bahnhofstraße 19 Hamburg") funktioniert das aber nicht.
  • "Zeige mir asiatische Restaurants in der Nähe".
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In der Voreinstellung funktioniert der Aufruf mit "Okay, Google" nur im Startbildschirm. In den Einstellungen des Launchers können Sie das aber ändern. Auf Wunsch funktioniert der Aufruf nämlich auch in Apps und bei verriegeltem Sperrbildschirm. Sogar wenn das Smartphone mit ausgeschaltetem Display in der Ecke liegt, kann es Ihnen zuhören. Dazu muss es aber mit einer Stromquelle verbunden sein. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie wie folgt: Halten Sie eine freie Stelle auf dem Startbildschirm gedrückt. Dann tippen Sie auf "Einstellungen", "Sprache" und auf "Ok-Google-Erkennung".

Die Info-Kärtchen von Google Now

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Wenn Sie vom Startbildschirm nach rechts wischen, präsentiert Google Now Launcher eine Reihe von Info-Kärtchen. Die Idee dahinter: Sie erhalten einen jederzeit aktuellen Überblick über bevorstehende Ereignisse, die nähere Umgebung, das Wetter, Sport, Aktien und Verkehrsverhältnisse.

In der Praxis finden wir die Kärtchen oft praktisch. An hektischen Tagen liefern sie einen raschen Überblick genau dann, wenn dieser fehlt. Dann erinnert der Launcher mit einem kurzen "Es ist Zeit, sich auf den Weg zu machen", wenn der nächste Termin ansteht - und kalkuliert bei der Fahrtzeit auch die aktuellen Verkehrsverhältnisse und das bevorzugte Verkehrsmittel mit ein. Klar, dass sich auch die Navigation direkt aus dem Erinnerungskärtchen heraus aufrufen lässt.

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Ganz ähnlich funktionieren auch die Sportkärtchen. Dann erscheint schon morgens eine Information, wenn am Nachmittag der Lieblings-Fußballverein spielt. Während des Spiels kann man den Spielstand sehen - oder diese Information in den Einstellungen wegkonfigurieren. Auch News zu Themen, für die man sich interessiert, blendet Google Now gelegentlich ein, genauso wie die Wettervorhersage oder Sehenswürdigkeiten, wenn man in einer entfernten Stadt ankommt.

Natürlich benötigt der Now Launcher entsprechende Grundinformationen, um die Kärtchen maßgeschneidert generieren zu können. Und deshalb greift er recht umfassend auf die auf Ihrem Gerät gespeicherten Infos und ihr Suchverhalten in der Google Websuche zu. Termine aus dem Kalender, Buchungsbestätigungen aus Google Mail, der von Android gemeldete Standort des Gerätes, Stichworte aus der Google Websuche, Arbeits- und Wohnort (in der App konfiguriert) - der Launcher macht auch bewusst, wie viel Google über den Nutzer weiß.

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Wer sich für die Info-Kärtchen interessiert, der sollte sich auch die Einstellungen ansehen. Diese erreichen Sie über den Knopf mit den drei Strichen am linken Rand des Suchfeldes, das ganz oben über den Kärtchen sitzt. Anschließend tippen Sie auf "Anpassen".

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Google Now ist kein guter Launcher

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Wenn Google Now Schwächen hat, dann in seiner Eigenschaft als klassischer Launcher. Vieles von dem Komfort, den zum Beispiel Nova Launcher oder vergleichbare Apps bieten, lässt Googles Launcher vermissen. Ordner auf dem Startbildschirm, Apps von SD-Cards - Fehlanzeige. Google belässt es bei konfigurierbaren Hintergrundbildern, Widgets und spartanischen Einstellungsmöglichkeiten.

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