Zum Inhalt springen
Technik. Tests. Trends.
VG Wort Pixel

Back Market und Google kooperieren

ChromeOS Flex per USB für ältere Laptops

Back Market und Google starten ein gemeinsames Pilotprojekt rund um ChromeOS Flex. Über USB-Sticks soll das Betriebssystem einfacher auf ältere, kompatible Laptops installiert werden können. Ziel ist es laut den Unternehmen, die Nutzungsdauer bestehender Geräte zu verlängern und Elektroschrott zu reduzieren.

Mit Chrome OS Flex erlebt alte Hardware ihren zweiten Frühling.Aktion Overlay
Mit Chrome OS Flex erlebt alte Hardware ihren zweiten Frühling.
© Google

Back Market und Google haben eine Partnerschaft angekündigt, um ChromeOS Flex über ein limitiertes USB-Programm zugänglich zu machen. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen Händler, Endkunden, Bildungseinrichtungen und kleine Unternehmen spezielle USB-Sticks erhalten, mit denen sich das Betriebssyst...

Back Market und Google haben eine Partnerschaft angekündigt, um ChromeOS Flex über ein limitiertes USB-Programm zugänglich zu machen. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen Händler, Endkunden, Bildungseinrichtungen und kleine Unternehmen spezielle USB-Sticks erhalten, mit denen sich das Betriebssystem auf kompatiblen Windows- und Mac-Laptops installieren lässt.

Der Testlauf startet zunächst in begrenztem Umfang. Beide Unternehmen wollen nach eigenen Angaben evaluieren, wie sich der Zugang zu einer längeren Gerätenutzung möglichst niedrigschwellig gestalten lässt.

Cloud-basiertes Betriebssystem für Bestandsgeräte

ChromeOS Flex ist ein cloudbasiertes Betriebssystem von Google, das sich auf vielen älteren Rechnern installieren lässt. Laut Hersteller setzt es auf eine enge Cloud-Anbindung, bei der Updates und Sicherheitsfunktionen zentral bereitgestellt werden. Dadurch soll die Hardware weiterhin für typische Alltagsaufgaben wie Webanwendungen, Streaming oder Dokumentenerstellung ausreichen.

Back Market verweist darauf, dass viele ältere Laptops technisch noch funktionsfähig seien, jedoch aufgrund auslaufender Software-Unterstützung ausgemustert würden. Durch die Installation eines alternativen Betriebssystems könne sich die Lebensdauer dieser Geräte verlängern.

Software-Support als entscheidender Faktor

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNITAR) sind im Jahr 2022 weltweit mehr als 62 Millionen Tonnen Elektroschrott angefallen. Das Aufkommen wachse schneller als die globalen Recycling-Kapazitäten. Ein Teil dieser Entwicklung sei darauf zurückzuführen, dass Geräte trotz funktionierender Hardware ersetzt würden, wenn der Software-Support endet.

Google gibt an, dass Millionen Laptops in naher Zukunft keine regulären Updates mehr erhalten werden. Mit ChromeOS Flex wolle man Nutzern eine Möglichkeit bieten, kompatible Geräte weiterzuverwenden. Das könne Kosten senken und Abfall vermeiden.

Vorstellung beim Mobile World Congress

Erstmals öffentlich vorgestellt wird die Kooperation beim „Slow Tech Uprising“-Event am 4. März in Barcelona, parallel zum Mobile World Congress. Dort wollen die Unternehmen diskutieren, welche Rolle Cloud-Dienste und KI-Anwendungen künftig für die Lebensdauer von Hardware spielen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie lange Geräte im Zeitalter cloudbasierter Software sinnvoll genutzt werden können und welche Verantwortung Hersteller dabei tragen.

Autor: Leif Bärler • 4.3.2026

Frag’ die KI