Direct-to-Device ab 2028 geplant
Telekom plant Satellitenfunk mit Starlink
Die Deutsche Telekom will ihr Mobilfunknetz in Europa um satellitengestützte Konnektivität erweitern. Gemeinsam mit Starlink soll ein Direct-to-Device-Dienst entstehen, der Versorgungslücken schließt. Der Start ist für 2028 in mehreren Ländern vorgesehen.
Die Deutsche Telekom hat angekündigt, ihre Netzabdeckung in Europa durch eine Partnerschaft mit Starlink auszubauen. Ziel ist es, Mobilfunkverbindungen auch dort bereitzustellen, wo der klassische Netzausbau an geografische oder regulatorische Grenzen stößt, etwa in schwer zugänglichen Regionen ...
Die Deutsche Telekom hat angekündigt, ihre Netzabdeckung in Europa durch eine Partnerschaft mit Starlink auszubauen. Ziel ist es, Mobilfunkverbindungen auch dort bereitzustellen, wo der klassische Netzausbau an geografische oder regulatorische Grenzen stößt, etwa in schwer zugänglichen Regionen oder Gebieten mit besonderen Naturschutzauflagen.
Nach Angaben des Unternehmens soll die satellitengestützte Anbindung das bestehende terrestrische Netz ergänzen. Kunden sollen automatisch auf die Satellitenverbindung wechseln können, wenn kein herkömmliches Mobilfunksignal verfügbar ist.
Direct-to-Device über MSS-Spektrum
Der geplante Dienst basiert auf dem sogenannten Direct-to-Device-Ansatz. Dabei verbinden sich kompatible Smartphones direkt mit Satelliten, ohne zusätzliche Hardware. Laut Hersteller wird das Angebot im MSS-Spektrum (Mobile Satellite Service) von Starlink betrieben.
Sobald ein Gerät die Verbindung zum terrestrischen Netz verliert, soll es automatisch auf das Satellitennetz umschalten. So sollen Daten-, Sprach-, Video- und Messaging-Dienste weiterhin nutzbar bleiben. Voraussetzung sind entsprechend ausgestattete Endgeräte, deren Zahl bis zum geplanten Starttermin 2028 steigen soll.
Zum Einsatz soll die neue V2-Satellitenkonstellation von Starlink kommen. Diese befindet sich nach Unternehmensangaben im Aufbau.
Mehr Ausfallsicherheit in Krisensituationen
Die Telekom verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, die Stabilität ihres Netzes weiter zu erhöhen. Durch die zusätzliche Satellitenebene soll die Kommunikation auch in Ausnahmesituationen, etwa bei Naturkatastrophen oder großflächigen Stromausfällen, aufrechterhalten werden.
Das Unternehmen spricht in diesem Zusammenhang von einem „Überall-Netz“, bei dem jeweils die bestverfügbare Verbindung genutzt werde. Primär bleibe das terrestrische Mobilfunknetz mit 5G- und LTE-Standorten die Grundlage der Versorgung.
In Deutschland erreicht die Telekom eigenen Angaben zufolge eine 5G-Flächenabdeckung von nahezu 90 Prozent. LTE sei auf mehr als 92 Prozent der Fläche verfügbar, Sprachdienste auf bis zu 99 Prozent.
Start in mehreren europäischen Märkten
Der Marktstart des Satellite-to-Mobile-Dienstes ist für Anfang 2028 vorgesehen. Geplant ist die Einführung in mehreren europäischen Landesgesellschaften der Telekom, darunter auch in Deutschland.



