Neue Struktur und weniger Vorstände
Telefónica Deutschland ordnet Vorstand neu
Telefónica Deutschland richtet seinen Vorstand neu aus und reduziert das Gremium. Ziel ist laut Unternehmen eine klarere Organisation und mehr Fokus auf Wachstum. Auch personelle Veränderungen gehören zur Neuausrichtung.
Der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG hat eine Neuausrichtung des Vorstands beschlossen. Das Gremium wird von sieben auf sechs Mitglieder verkleinert. Jörg Kablitz wird ab April 2026 die Verantwortung für den Bereich Wholesale & Partner übernehmen, während Alfons Lösing zu...
Der Aufsichtsrat der Telefónica Deutschland Holding AG hat eine Neuausrichtung des Vorstands beschlossen. Das Gremium wird von sieben auf sechs Mitglieder verkleinert. Jörg Kablitz wird ab April 2026 die Verantwortung für den Bereich Wholesale & Partner übernehmen, während Alfons Lösing zum 31. März und Andreas Laukenmann zum 31. August das Unternehmen verlassen werden.
Künftig gehören CEO Santiago Argelich Hesse, Mallik Rao als Chief Operating Officer, Markus Rolle als Chief Financial Officer, Valentina Daiber (Chief Officer Legal & Corporate Affairs), Nicole Gerhardt (Chief Organizational Development & People Officer) sowie Jörg Kablitz (Chief Partner & Wholesale Officer) dem Vorstand an.
Mit der neuen Struktur sollen Verantwortlichkeiten klarer gebündelt werden. Laut Unternehmen sollen alle sogenannten Market Units künftig direkt an den CEO berichten.
Neue Rolle für den COO
Eine zentrale Änderung betrifft die Rolle des Chief Operating Officer. Mallik Rao soll neben Technologie und Infrastruktur zusätzlich die Bereiche Kundenservice, Vertrieb sowie Omnichannel verantworten. Damit werden operative Einheiten und technische Funktionen stärker zusammengeführt.
Nach Angaben von Telefónica Deutschland soll diese Bündelung Prozesse vereinfachen und die Anpassungsfähigkeit im Wettbewerb erhöhen.
Fokus auf Wachstum und Organisation
Das Unternehmen will sich stärker auf das Kerngeschäft und angrenzende Bereiche konzentrieren. Die neue Führungsstruktur soll dabei helfen, schneller auf Marktveränderungen zu reagieren und die Organisation insgesamt schlanker aufzustellen.
Die strategische Ausrichtung orientiert sich am Konzernprogramm „Transform & Grow“, das Telefónica bereits im Vorjahr vorgestellt hatte. Telefónica Deutschland bewegt sich in einem herausfordernden Marktumfeld, geprägt durch Preiskämpfe und Umsatzrückgänge, insbesondere auch durch den Verlust von 1&1 als Kunde für National Roaming.
Veränderungen bei Personalien
Im Zuge der Umstrukturierung kommt es auch zu personellen Wechseln. Alfons Lösing scheidet zum 31. März 2026 aus dem Vorstand aus. Sein Bereich wird künftig von Jörg Kablitz übernommen.
Andreas Laukenmann, bislang für das Privatkundengeschäft zuständig, wird seinen Vertrag nicht verlängern und das Unternehmen Ende August 2026 verlassen. Sein Ressort wird im Zuge der Neuordnung aufgeteilt.
Bereits zuvor hatte es Veränderungen an der Unternehmensspitze gegeben. Erst Anfang des Jahres wurde Markus Haas von Santiago Argelich Hesse als CEO von Telefónica Deutschland abgelöst.
Mehrere Vorstandsmitglieder bleiben dem Unternehmen länger erhalten. Die Verträge von Markus Rolle, Valentina Daiber und Nicole Gerhardt wurden um jeweils drei Jahre bis 2029 verlängert. Sie behalten ihre bisherigen Zuständigkeiten.
Erweiterte Verantwortung für den CEO
CEO Santiago Argelich Hesse, seit Anfang 2026 im Amt, übernimmt zusätzliche Aufgaben. Neben den bisherigen Einheiten sollen künftig auch Geschäftskundenbereiche direkt an ihn berichten.
Das Unternehmen erwartet, dass die neue Führungsstruktur die Umsetzung strategischer Ziele unterstützen und die Position im deutschen Telekommunikationsmarkt stärken wird. Das neue Vorstandsteam soll Impulse für nachhaltiges Wachstum setzen.

