D2D-Technik als Netz-Ergänzung
Telefónica prüft direkten Satellitenfunk für Handys
Telefónica lotet gemeinsam mit Satellite Connect Europe den Einsatz von Direct-to-Device-Satellitenfunk aus. Ziel ist es, Mobilfunknetze zu ergänzen.

Telefónica arbeitet mit dem in Luxemburg ansässigen Anbieter Satellite Connect Europe zusammen, um Direct-to-Device-Technologien (D2D) zu untersuchen. Dabei soll geprüft werden, wie sich satellitengestützte Verbindungen direkt mit handelsüblichen Mobilgeräten nutzen lassen.Nach Angaben von Tel...
Telefónica arbeitet mit dem in Luxemburg ansässigen Anbieter Satellite Connect Europe zusammen, um Direct-to-Device-Technologien (D2D) zu untersuchen. Dabei soll geprüft werden, wie sich satellitengestützte Verbindungen direkt mit handelsüblichen Mobilgeräten nutzen lassen.
Nach Angaben von Telefónica steht die Analyse zusätzlicher D2D-Technologien sowie möglicher Integrationsmodelle im Mittelpunkt. Untersucht werden sollen verschiedene Einsatzszenarien für künftige Breitbandanforderungen in Spanien und Deutschland.
Ergänzung zu 4G- und 5G-Netzen
Die Satellitenanbindung soll laut Anbieter bestehende 4G- und 5G-Infrastrukturen nicht ersetzen, sondern ergänzen. Ziel sei es, terrestrische Netze in bestimmten Situationen zu unterstützen – etwa in dünn besiedelten Regionen oder bei außergewöhnlichen Ereignissen, in denen die reguläre Infrastruktur eingeschränkt verfügbar ist.
Telefónica will dabei ein vom Netzbetreiber gesteuertes Nutzungserlebnis sicherstellen. Wie die technische Einbindung konkret erfolgen könnte, ist derzeit Teil der Untersuchungen.
Regulierung und europäische Ausrichtung
Telefónica betont, dass Satellitendienste im Einklang mit europäischen Regulierungs- und Frequenzvorgaben stehen müssten. Das Unternehmen wolle sich im Rahmen der Zusammenarbeit weiterhin an Diskussionen zur Weiterentwicklung von D2D-Satellitenkommunikation in Europa beteiligen.
Satellite Connect Europe ist nach eigenen Angaben auf offene Direct-to-Device-Satellitenzugänge spezialisiert und arbeitet mit dem US-Anbieter AST SpaceMobile zusammen. Ziel sei es, entsprechende Dienste europaweit verfügbar zu machen.

