Sony, Vodafone und Ericsson bieten garantierte Bandbreiten
5G Network Slicing für Fotografen: Stabile Datenübertragung
Vodafone, Ericsson und Sony stellen auf dem Mobile World Congress eine Lösung für professionelle Fotografen vor. Mithilfe von 5G Network Slicing sollen sich Netzkapazitäten zeitweise exklusiv reservieren lassen. Ziel ist eine stabile und planbare Übertragung von Bilddaten, auch bei stark ausgelasteten Netzen.
Bei Großveranstaltungen wie Sportevents oder Konzerten sind Mobilfunknetze häufig stark beansprucht. Gleichzeitig müssen professionelle Fotografen ihre Aufnahmen oft in kurzer Zeit an Redaktionen oder Agenturen übermitteln. Vodafone, Ericsson und Sony präsentieren nun einen Ansatz, der dieses P...
Bei Großveranstaltungen wie Sportevents oder Konzerten sind Mobilfunknetze häufig stark beansprucht. Gleichzeitig müssen professionelle Fotografen ihre Aufnahmen oft in kurzer Zeit an Redaktionen oder Agenturen übermitteln. Vodafone, Ericsson und Sony präsentieren nun einen Ansatz, der dieses Problem adressieren soll.
Kern der Lösung ist sogenanntes Network Slicing im 5G-Netz. Dabei werden virtuelle Netzbereiche eingerichtet, die für einen definierten Zeitraum eine festgelegte Bandbreite bereitstellen. Laut Hersteller können Fotografen so eine Art reservierten Übertragungskanal nutzen, um Bilddateien unabhängig von der allgemeinen Netzauslastung zu versenden.
Technische Umsetzung über 5G und APIs
Die technische Grundlage bildet das 5G-Netz von Vodafone. Über programmierbare Schnittstellen (APIs) und Netzfunktionen der Ericsson-Tochter Vonage werden CAMARA-konforme 5G-Funktionen bereitgestellt. Diese sollen sich je nach Bedarf aktivieren und buchen lassen.
Innerhalb dieses reservierten Netzsegments sollen die Daten mit garantierter Bandbreite übertragen werden. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll dies eine konstante und verzögerungsarme Übermittlung ermöglichen – auch dann, wenn viele Nutzer gleichzeitig online sind.
Sony-Hardware für den mobilen Einsatz
Für die praktische Anwendung kommen Sony-Kameras in Verbindung mit dem tragbaren Datenübertragungsgerät Sony PDT-FP1 zum Einsatz. Ergänzt wird das Setup durch eine spezielle App von Sony, die die Verbindung zwischen Kamera, Mobilfunknetz und Cloud herstellt.
Die Anwendung soll die Reservierung und Nutzung der Netzressourcen steuern. Zielgruppe sind professionelle Fotografen, die ihre Bilder direkt vom Veranstaltungsort aus versenden müssen.
Tests in Deutschland und Schweden
Vor der Vorstellung auf dem Mobile World Congress wurde die Lösung in einer Testumgebung im Aldenhoven Testing Center in Deutschland erprobt. Dort forscht Vodafone gemeinsam mit Partnern an 5G-Anwendungen.
Einen Praxiseinsatz gab es laut Anbieter zudem bei einem Fußballspiel in Stockholm. Dort nutzte die schwedische Sportfotoagentur Bildbyrån die Technologie, um Bildmaterial aus einem Derby zu übertragen.
Vodafone, Ericsson und Sony informieren vom 2. bis 5. März 2026 im Ericsson-Bereich in Halle 2 auf dem Mobile World Congress in Barcelona über das Konzept.



