Sicherheit und Privatsphäre im Internet

Deutscher VPN-Anbieter Gardion startet Crowdfunding

Das Freiburger Start-up Gardion will für Privatsphäre und Sicherheit im Internet sorgen. Ab heute können Interessenten das junge Unternehmen fördern und sich einen Unterstützer-Rabatt sichern.

© Alexander Dietrich Fotografie

Kümmern sich um sicheres Surfen: Die beiden Gardion-Gründer Thomas Schlenkhoff (rechts) und Benjamin Fröhlich.

Das Freiburger Start-up Gardion will für Privatsphäre und Sicherheit im Internet sorgen. Ab 23. Juni können Interessenten das junge Unternehmen fördern und sich einen Unterstützer-Rabatt sichern.

Gardion-Gründer Thomas Schlenkhoff verspricht: „Wir machen das Internet wieder zu einem sicheren und privaten Ort." Wer seine Daten, Vorlieben und Wege durchs Web vor den neugierigen Augen der großen Konzerne schützen und sich gegen Cyberkriminelle wappnen möchte, der kann Gardion ab sofort auf der Crowdfunding-Plattform Startnext unterstützen.

VPN mit deutscher Rechtssprechung

Gardion will mit seinem VPN (Virtual Private Network) dem Treiben der Datensammler einen elektronischen Riegel vorschieben: „Wir setzen auf das hochsichere IPsec/IKEv2-Protokoll", so Schlenkhoff. "Dieses ist heute schon ohne weitere Installation auf allen Windows-, MacOS- und iOS-Geräten nutzbar. Die wirkliche Privatheit der VPN-Verbindung erreichen wir aber durch eine Filterung des Netzwerkverkehrs. Diese Filterung sorgt dafür, dass Tracker Sie nicht mehr tracken und Ganoven Ihre Datenflüsse nicht mehr ändern können."

Weiterer Pluspunkt: Die Gardion-Server stehen in Deutschland und unterliegen auch der hiesigen Rechtssprechung.

Nachhaltiges Serverzentrum

Aber Gardion ist nicht nur sicher, sondern auch nachhaltig: Der Netzwerkverkehr fließt ausschließlich durch Server in einem deutschen Rechenzentrum, das zu 100% mit zertifizierter Wasserkraft betrieben wird. Außerdem arbeitet das Start-up mit Atmosfair zusammen, um den darüber hinaus anfallenden Stromverbrauch zu kompensieren.

Gardion wurde 2018 von Thomas Schlenkhoff und Benjamin Fröhlich gegründet. Dass ihre Geschäftsidee Potenzial hat, zeigt die Förderung durch ein EXIST-Gründerstipendium und die Aufnahme in den IT-Security-Accelerator des Landes Baden-Württemberg.

Gardion ab sofort per Crowdfunding unterstützen

Mit der Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Startnext geht das Unternehmen nun den nächsten Schritt. Ab 23. Juni kann dort jeder die Idee von Gardion unterstützen. „Unser Ziel ist es, in vier Wochen mindestens 15.000 Euro einzusammeln“, erklärt Schlenkhoff. Mit der Beteiligung erwirbt man Gutscheine, die man dann in sicheres und privates Internet einlösen kann. 

Ist die Kampagne erfolgreich, will Gardion noch im Herbst an den Markt gehen. Aktuell ist geplant, dass das Gardion VPN eine monatliche Gebühr von zehn Euro kosten wird. „Wer sich auf Startnext engagiert, erhält einen Unterstützer-Rabatt. Das Engagement soll sich ja auch bezahlt machen“, verspricht Schlenkhoff. 

Das klingt gut? Hier geht es zur Gardion-Kampagne auf Startnext. Weitere Infos gibt’s auf unter www.gardion.de.

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