Neues Codex-Modell vorgestellt
GPT-5.3-Codex erweitert agentische Coding-Fähigkeiten
Open AIs neues Modell GPT-5.3-Codex soll Coding, Reasoning und agentische Aufgaben in einem Modell vereinen und neue Maßstäbe bei Benchmarks setzen.
OpenAI stellt mit GPT-5.3-Codex ein neues Modell für agentische Entwicklungsaufgaben vor. Es soll Coding-Leistung, Reasoning und professionelle Wissensarbeit in einem System bündeln. Laut OpenAI baut GPT-5.3-Codex auf den Fähigkeiten von GPT-5.2-Codex und GPT-5.2 auf. Das Modell soll sowohl die r...
OpenAI stellt mit GPT-5.3-Codex ein neues Modell für agentische Entwicklungsaufgaben vor. Es soll Coding-Leistung, Reasoning und professionelle Wissensarbeit in einem System bündeln.
Laut OpenAI baut GPT-5.3-Codex auf den Fähigkeiten von GPT-5.2-Codex und GPT-5.2 auf. Das Modell soll sowohl die reine Programmierleistung als auch Schlussfolgerungs- und Fachwissensfähigkeiten zusammenführen. Zudem gibt der Hersteller an, dass GPT-5.3-Codex rund 25 Prozent schneller arbeite als der Vorgänger.
Der Fokus liegt auf länger laufenden Aufgaben, die Recherche, Tool-Nutzung und komplexe Ausführung kombinieren. Nutzer sollen während der Bearbeitung eingreifen und das Modell steuern können, ohne dass Kontext verloren geht.
Einsatz in eigener Entwicklung
Nach Angaben von OpenAI kam GPT-5.3-Codex bereits während seiner eigenen Entwicklung zum Einsatz. Frühere Versionen sollen unter anderem beim Debugging von Trainingsläufen, bei der Deployment-Vorbereitung sowie bei der Auswertung von Tests geholfen haben. Der Hersteller beschreibt dies als deutliche Beschleunigung interner Entwicklungsprozesse.
GPT-5.3-Codex: Ergebnisse in Benchmarks
GPT-5.3-Codex erreicht laut OpenAI neue Bestwerte auf mehreren Benchmarks. Dazu zählen SWE-Bench Pro und Terminal-Bench 2.0, die reale Software-Engineering-Aufgaben und Terminal-Fähigkeiten messen. Auch bei OSWorld-Verified, einem Benchmark für Computer-Nutzung in grafischen Umgebungen, soll das Modell deutlich besser abschneiden als frühere GPT-Varianten.
Zusätzlich verweist OpenAI auf Ergebnisse aus GDPval, einer 2025 eingeführten Evaluation für wissensbasierte Berufstätigkeiten. Dort soll GPT-5.3-Codex Leistungen auf dem Niveau von GPT-5.2 erreichen.
Web- und Anwendungsentwicklung
Im Bereich Webentwicklung soll das Modell besser mit unvollständigen oder offenen Prompts umgehen. OpenAI gibt an, dass GPT-5.3-Codex standardmäßig funktionsreichere und konsistentere Entwürfe erzeuge. In internen Tests habe das Modell über längere Zeiträume eigenständig an komplexen Web-Spielen gearbeitet und diese iterativ weiterentwickelt.
Unterstützung über Coding hinaus
Der Hersteller positioniert GPT-5.3-Codex nicht nur als Programmierhilfe, sondern als Werkzeug für den gesamten Software-Lebenszyklus. Dazu zählen laut OpenAI unter anderem Dokumentation, Tests, Analyse von Metriken sowie die Erstellung von Präsentationen und Tabellen. Auch für allgemeine Wissensarbeit außerhalb klassischer Softwareentwicklung soll das Modell geeignet sein.
Sicherheits- und Cyberaspekte
OpenAI stuft GPT-5.3-Codex erstmals als Modell mit hoher Cyber-Fähigkeit ein. Es sei gezielt darauf trainiert worden, Software-Schwachstellen zu erkennen. Gleichzeitig betont der Hersteller, dass umfassende Sicherheitsmaßnahmen implementiert wurden, um Missbrauch zu begrenzen. Dazu gehören Monitoring-Mechanismen, Zugriffsbeschränkungen und spezielle Programme zur Unterstützung defensiver Sicherheitsforschung.
Verfügbarkeit
GPT-5.3-Codex ist nur für zahlende ChatGPT-Nutzer verfügbar und kann in der Codex-App, über die CLI, IDE-Erweiterungen und im Web genutzt werden. Eine API-Freigabe ist in Vorbereitung.