Chips fürs Internet of Things

Qualcomm stellt Snapdragon 600E und 410E vor

Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm gelten vielen als Aushängeschild für High-End-Smartphones. Doch bald schon sollen auch ganz andere Produktkategorien im Internet of Things vom Knowhow der amerikanischen Chip-Schmiede profitieren. Den Anfang machen Snapdragon 600E und 410E.

Qualcomm Snapdragon-Prozessor

© Qualcomm

Qualcomm beliefert eine kleine, illustre Liste an Kunden mit seinen Produkten. Dazu gehören alle großen Smartphone-Hersteller, aber auch Infrastruktur-Provider und große Auto-Produzenten. Gemeinsam ist den Kunden eins, es sind sehr große, international operierende Unternehmen. Um kleinere, mittelständische Betriebe mit schnellen Prozessoren und fortschrittlicher Kommunikationstechnik zu versorgen, fehlten Qualcomm bisher schlicht die Manpower und ein Verkaufsnetz. Doch dieses Problem hat der Chip-Gigant nun ausgeräumt und Arrow Electronics als Vertriebspartner eingeführt. Mit etwa 17.000 Mitarbeitern, Filialen in 56 Ländern und 23 Milliarden Dollar Umsatz hat Qualcomm ein wahres Schwergewicht in der Distribution an seine Seite geholt.

Zwei Produkte will der amerikanische Chip-Produzent über Arrow anbieten, den Snapdragon 600E und den Snapdragon 410E. Der Snapdragon 600E ist ein Vierkern-Prozessor (4 * 1,5 GHz in Qualcomms eigener Krait-Architektur) mit beschleunigtem Display-Interface, Kamera-Schnittstelle (bis 21 MP), Bluetooth und Dualband-WiFi. Der Snapdragon 410E setzt auf vier mit 1,2 GHz getaktete ARM-Kortex-Kerne, hat etwas weniger Grafikpower, ein 13-MP-Kamera-Interface und wartet mit Bluetooth und WLAN im Standard-2,4 GHz-Band auf.

Mit den beiden Systems-on-Chip (SoCs) will Qualcomm das Internet of Things (IoT) befeuern. Weitere Einsatzzwecke sind Industrie Automation, Digitale Medien, Telemedizin, Smart-Home und vieles mehr. Ziel ist es, den großen Einsatz bei der Entwicklung einer breiteren Kundenschar zugänglich zu machen. Dabei soll geschultes Personal von Arrows und ein Integrated Developer Enviroment Kunden den Weg zum schnellen Entwicklungserfolg ebnen. Um die bei kleinen Unternehmen längeren Produktzyklen zu ermöglichen, sagt Qualcomm die Verfügbarkeit der Chips bis zu 10 Jahre nach Markteinführung zu. Das bietet Anwendern außerordentliche Stabilität in einer Branche, die sonst eher in halbjährigen Entwicklungszyklen denkt.

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