Amazon Tablet mit 7 Zoll

Amazon Fire 7 im Test

Das Amazon Fire Tablet in 7 Zoll ist die günstigste Art, Amazon-Medien in der funktionalen hauseigenen Umgebung zu konsumieren. Wir haben das Fire 7 getestet.

© Amazon

Amazon Fire 7

Pro

  • IPS-Display
  • Speicher erweiterbar um bis zu 128 Gigabyte
  • sehr günstig

Contra

  • kleiner interner Speicher
  • keine HD-Wiedergabe
  • keine automatische Helligkeitsregulierung
  • Monolautsprecher
  • geringe Kameraauflösung vorn (VGA) und hinten (2 MP)
  • kein GPS

Fazit

connect-Urteil: ausreichend (300 Punkte)
60,0%

Das Fire stellt mit einem Preis von knapp 60 Euro (in der Variante mit „Spezialangeboten“ im Sperrbildschirm) ganz klar das Einsteiger-Modell unter den Amazon-Tablets dar.

Zunächst hat der neue 7-Zöller – ohne Nummer oder Namenszusatz wie „HD“ im Titel – sowohl gegenüber dem Modell aus dem Vorjahr als auch gegenüber den beiden neuen HD-Tablets (Fire HD 8 und Fire HD 10) das Nachsehen: Konnte das Fire HD 7 noch mit Stereoklang glänzen, ist dem neuen Fire nur ein Monolautsprecher beschieden, zudem fehlt dem Audiosystem die Dolby-Unterstützung.

Die 1024 x 600 Pixel des Fire reichen bei Videos nur für die SD-Qualität. Die ist aber auf dem kleinen IPS-Display, das sich manuell auf etwa 321 cd/m² hochregulieren lässt, vergleichsweise gut anzusehen und birgt überdies den Vorteil kleinerer Dateigrößen beim Streamen oder Speichern von Filmen.

Gleiches OS, andere Optik

Zur Lokalisierung steht auf dem Fire wie bei den größeren Amazon-Tablets nur A-GPS zur Verfügung; allerdings fehlen auf dem 7-Zoll-Gerät die komplette Kartenanwendung und mehr: Obwohl alle drei Fire-Modelle mit gleicher Betriebssystemversion laufen, hat sie auf dem 7-Zöller ein anderes Gesicht. Größenbedingt fehlen unter anderem die deutschen Umlaute im sichtbaren Tastatur- Layout.

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel connect ausreichend

In einer Disziplin schneidet das kleinste Fire aber besser ab als seine größeren Kollegen Fire HD 8 und HD 10: Weil die vier Cortex-A7-Kerne in Mediateks MT8127 zwar schwächer, aber auch ressourcenschonender arbeiten als die A15-Kerne im MT8135-Prozessor, der in den größeren Modellen verbaut ist, erreicht das Fire mit dem kleinsten Akku von 3000 Milliampere dennoch die längste Laufzeit von 6:45 Stunden.

Preisbrecher

Ein Billig-Tablet, das kein Billig-Tablet ist – beim Fire macht Amazon eine klare Ansage: Das Gerät soll zum geringstmöglichen Preis gute Basics für das Nutzererlebnis bieten. Jenes gewinnt bei dem kleinen Fire durch flexible Betrachtungswinkel eines IPS-Displays, während die höchstmögliche Auflösung verzichtbar scheint.

An der Beschichtung gegen Schlieren spart Amazon beim Fire, nicht aber an der Stabilität, die Amazon wie bei den Großen in eigenen Tests mit dem 1,8-Fachen eines iPad Air 2 evaluiert haben will. Der connect-Test bestätigt den soliden Eindruck, das matte Kunststoffgehäuse des Fire reagiert zudem weniger empfindlich auf Hautfett.

Im WLAN beschränkt sich das Amazon Fire 7 auf den 2,4-Gigahertz-Bereich. Die Speicherkapazität ist wie bei den HD-Tablets um 128 Gigabyte erweiterbar. Der intern verbaute Speicher fällt mit 8 GB nicht nur gering aus, sondern ist vor allem fix: Für den Kampfpreis von 60 respektive 75 Euro ohne Amazon-Angebote im Sperrbildschirm hat man beim Fire hinsichtlich Speicher und Farbe gar nicht erst die Wahl. Den bunten Anstrich bekommt man für zusätzliche 24 Euro durch farbige Hüllen, die, wie schon beim Vorgänger, eine Standfunktion für das Hoch- und Querformat haben.

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