Testbericht

Im Test: D/A-Wandler M2Tech Young

10.5.2011 von Bernhard Rietschel

Der M2Tech Young kostet zwar 1100 Euro, zieht aber mühelos mit noch teureren Wandlern gleich und spielt auch (und gerade) über USB perfekt.

ca. 1:30 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
M2Tech Young
M2Tech Young
© Archiv
M2Tech Young
Nobel-DAC: Oben auf der M2Tech-Platine der asynchrone USB-Eingang mit Controller und iCouplern, in der Mitte der Digitalfilter-DSP, unten Wandler- (BB PCM1795) und Ausgangsstufe.
© MPS

Mit HD kommt der M2Tech Young erst richtig in sein Element: Während andere auf 192kHz via Koax stolz sind, akzeptiert er per USB 384kHz Samplingrate mit 32 Bit Wortbreite.

Derart abstrus hochauflösende Musikfiles muss man erstmal besorgen, sprich herunterladen, was bei rund 400MB für ein Dreiminutenstück nicht ganz ohne ist. Nach Installation der passenden Treibersoftware (für OSX10.6 und diverse Windows-Varianten erhältlich) flutschen dann tatsächlich auch Samplingraten im Langwellenbereich wie selbstverständlich durch das mitgelieferte 3-Meter-USB-Kabel.

M2Tech Young
Bis zu 384kHz Samplingrate keinerlei Probleme.
© MPS

Aus HiFi-Sicht entscheidender ist, dass der USB-Transfer asynchron verläuft und damit den beiden Präzisions-Clocks (je eine für die 44.1er- und die 48er-Vielfachen) die alleinige Takthoheit gewährt. Und dass iCoupler (in Chips gegossene Übertrager) von Analog Devices den USB-Input galvanisch von der restlichen Schaltung isolieren.

Neben USB hat der M2Tech Young Koax-, Toslink-, BNC- und AES/EBU-Eingänge, die sich mit zwei Drückern an der Front auswählen lassen. Dazwischen verrät ein schönes Matrix-Display Eingangsnamen und Samplingraten. Nur "352" bekamen die Tester nicht zu sehen - 352.8kHz, die Samplingrate der ultra-hochauflösenden Testfiles aus dem Fundus des norwegischen 2L-Labels, schien das Testgerät (noch) nicht zu verstehen, während es mit 384kHz keinerlei Probleme hatte.

Angesichts des Young-Klangs war das obige , ohnehin eher hypothetische Problem schnell vergessen: Der Italiener baute gigantische Bühnen, ohne die Intensität, Konturenschärfe und Greifbarkeit der darauf befindlichen Instrumente im Geringsten zu verdünnen.

M2Tech Young
Frequenzgang: M2Tech Young
© AUDIO

Auch schien er Tonhöhen und Rhythmen genauer zu folgen als andere DACs seiner Preisklasse - mit diesem Klang, der den Hörer förmlich am Kragen packt und mit in die Musik zieht, steht der M2Tech momentan ziemlich allein.

M2Tech Young
Klirr: M2Tech Young
© AUDIO

Messlabor

Mit einem Ausgangswiderstand unter 1 Ohm und relativ hoher Ausgangsspannung (2,4V) lässt sich der M2Tech Young auch gut an passiven Lautstärkereglern betreiben. Extrem hoch ist mit 122dB der Störabstand, auch der Klirr ist ultra-niedrig - und dort, wo man ihn in den Spektren noch erkennen kann, auch harmonisch gestuft.

Die leichte Welligkeit bei 44.1kHz soll eine geänderte Digitalfilter-Software beheben, die erst nach der Messung (aber vor dem Hörtest) geliefert wurde. Die USB-Jittermessung musste warten, da der Labor-PC nicht mit den M2Tech-Treibern zurecht kam.

M2Tech Young

M2Tech Young
Hersteller M2Tech
Preis 1100.00 €

Mehr lesen

Bestenliste

Top 10: Die besten Android-Smartphones 2020

Top 10 Smartphones - Bestenliste

Die besten Smartphones bis 300 Euro

Bestenliste

Top 10 - Die zehn besten Tablets im Test

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Furutech GT40

Testbericht

Furutech GT40 - Alleskönner im Test

Furutech stellt mit dem GT40 für 500 Euro ein Aufnahme- und Wiedergabe-Gerät auf die Beine, das sich den Namen "Allroundtalent" redlich verdient.

Musical Fidelity V-DAC MKII

Testbericht

Musical Fidelity V-DAC MKII

Die Neuauflage des Musical Fidelity V-DAC (240 Euro) spielt Musikalisch wie immer - und klingt dabei noch feiner als der Vorgänger.

Hegel HD 20

Testbericht

D/A-Wandler: Hegel HD 20

Der Hegel HD 20 ist ein natürlich und kraftvoll klingender Wandler, der zwar nur Digital-Eingänge besitzt, doch dank Lautstärkeregelung einen Pre-Amp…

KingRex UD 384

Testbericht

USB-D/A-Wandler: KingRex UD 384

Trotz kleinem Gehäuse und ebenso kleinem Budget hat der KingRex UD 384 den Ehrgeiz, Computern zu großem Klang zu verhelfen.

Audionet DNA

Testbericht

Test: Netzwerk-Vollverstärker Audionet DNA

71,7%

Der Netzwerk-fähige Vollverstärker DNA von Audionet hat gute Gene: Mit ihm wird der vielversprechende Firmenname nun zum Programm.