Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Kamera-Giganten im Duell der Spitzenklasse
Zwei Top-Phones mit Premium-Ansprüchen, die trotz vieler Gemeinsamkeiten nicht unterschiedlicher sein könnten. Wer hat insgesamt die Nase vorn?
Zwei chinesische Hersteller, zwei Premium-Flaggschiffe und zwei völlig unterschiedliche Ansätze. Beide Smartphones gehören zur absoluten Spitzenklasse und bieten Features, die man bei Samsung, Google oder Apple vergeblich sucht. Sowohl das Oppo Find X9 Pro als auch das Vivo X300 Pro setzen auf Me...
Zwei chinesische Hersteller, zwei Premium-Flaggschiffe und zwei völlig unterschiedliche Ansätze. Beide Smartphones gehören zur absoluten Spitzenklasse und bieten Features, die man bei Samsung, Google oder Apple vergeblich sucht. Sowohl das Oppo Find X9 Pro als auch das Vivo X300 Pro setzen auf MediaTeks Dimensity 9500, 200-Megapixel-Telekameras und kompromisslose High-End-Ausstattung.
Doch im Detail zeigen sich deutliche Unterschiede, denn sie beide haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Die Frage ist nur: Welches der beiden chinesischen Flaggschiffe bietet das bessere Gesamtpaket?
Die Kandidaten im Überblick
Auf der einen Seite haben wir das Oppo Find X9 Pro, das sich für 1.299 Euro mit einem der besten Kamerasysteme am Markt präsentiert. Die Hasselblad-Partnerschaft trägt Früchte und das innovative True-Color-Camera-System verspricht natürliche Farbwiedergabe. Doch im Labortest zeigte sich: die Freude wird durch eine große Schwachstelle getrübt.
Das Vivo X300 Pro kontert für 1.399 Euro mit einer Zeiss-Kamera-Kooperation und einem 3,5-fachen optischen Zoom, der neue Maßstäbe setzt. Mit 448 von 500 möglichen Punkten zeigt es in unserem Test, wie ein rundum gelungenes Flaggschiff aussehen kann.
Doch wer gewinnt das Duell und wem empfehlen wir welches Gerät? Das und mehr klären wir im Folgenden!
Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Preise und Marktübersicht
Der Preisunterschied von 100 Euro zwischen beiden Geräten ist auf den ersten Blick überschaubar, wird aber durch die unterschiedliche Marktpositionierung verstärkt. Das Oppo Find X9 Pro startet bei 1.299 Euro und positioniert sich damit direkter gegen etablierte Konkurrenten wie das Samsung Galaxy S25 Ultra (1.100 Euro) oder das Google Pixel 10 Pro (1.100 Euro).
Das Vivo X300 Pro bewegt sich mit einer UVP von 1.399 Euro preislich gesehen in gefährlicher Nähe zum iPhone 17 Pro Max, ohne dessen Markenbekanntheit zu besitzen. Dafür bietet es mit 16 statt 8 GB RAM und 512 statt 256 GB Speicher aber eine deutlich bessere Ausstattung.
Beide chinesischen Hersteller kämpfen in Deutschland mit dem gleichen Problem: fehlende Markenbekanntheit. Während Oppo nach dem Nokia-Patentstreit gerade erst zurückkehrt, war Vivo nie richtig weg, aber auch nie richtig da. Das macht beide Geräte zu Geheimtipps für technikaffine Nutzer, die abseits des Mainstreams nach dem besten Smartphone suchen.
Design und Verarbeitung: Premium mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Beide Smartphones folgen der aktuellen Premium-Design-Sprache mit Aluminium-Rahmen und Glasrückseite, unterscheiden sich aber in entscheidenden Details. So wirkt das Oppo Find X9 Pro mit seiner 4 Millimeter herausstehenden Kameraeinheit dezenter und ausgewogener. Die samtige Glasoberfläche in Titanium Charcoal fühlt sich hochwertig an und zeigt kaum Fingerabdrücke.
Das Vivo X300 Pro macht hingegen keinen Hehl aus seinem Kamera-Fokus: Die massive Einheit steht 6 Millimeter heraus und macht das 226 Gramm schwere Smartphone deutlich kopflastig. In der Hand spürt man sofort, wo der Schwerpunkt liegt. Dafür entschädigt die exzellente Verarbeitung mit dem charakteristischen Zeiss-Schriftzug und dem geriffelten Aluminiumring um die Kamera-Insel.
Beide Geräte sind nach IP69 zertifiziert. Ein Standard, der über das übliche IP68 hinausgeht und sogar Hochdruckwasserstrahlen widersteht. In der Praxis bedeutet das: Beide überstehen problemlos Regen, Poolpartys oder versehentliche Stürze ins Waschbecken.
Zwischenfazit: Bei der täglichen Handhabung zeigen sich die Unterschiede deutlich: Das Oppo liegt ausgewogener in der Hand und lässt sich einhändig besser bedienen. Das Vivo fordert aufgrund der Kopflastigkeit mehr Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer noch hochwertigeren Anmutung. Beide Geräte verfügen über präzise Tasten mit gutem Druckpunkt – ein Detail, das bei der täglichen Nutzung positiv auffällt.
Display: Hier kann besonders das Vivo X300 Pro glänzen
Beide Smartphones setzen auf 6,78 Zoll große OLED-Displays mit 120-Hz-Bildwiederholrate, unterscheiden sich aber in der Feinabstimmung erheblich. Das Oppo Find X9 Pro löst mit 2.772 x 1.272 Pixeln etwas höher auf als das Vivo X300 Pro (2.800 x 1.260 Pixel). Diese Differenz ist in der Praxis aber nicht wahrnehmbar.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Helligkeit: Während das Oppo mit 1.429 Nits bereits sehr hell leuchtet, setzt das Vivo mit 2.110 Nits im Testlabor neue Rekorde. In direktem Sonnenlicht ist dieser Unterschied deutlich spürbar, das Vivo bleibt auch bei strahlendem Sonnenschein gut ablesbar. Im Alltag liegt die Standard-Helligkeit bei 792 Nits beim Find X9 Pro und beim Vivo X300 Pro bei 600 Nits .
Beide Displays bieten extraschmale Ränder auf iPhone-Niveau und einen vollflächigen Always-on-Display-Modus. Die Farbwiedergabe ist bei beiden Geräten natürlich und ausgewogen, wobei verschiedene Farbprofile zur Anpassung bereitstehen.
Ein technisches Highlight teilen beide Smartphones: Ultraschall-Fingerabdrucksensoren unter dem Display. Diese arbeiten zuverlässiger als optische Sensoren und funktionieren auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern. In der Praxis entsperren beide Geräte blitzschnell und präzise. Hier herrscht also Gleichstand.
Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Displaymessungen im Vergleich
| Messung | Oppo Find X9 Pro | Vivo X300 Pro |
|---|---|---|
| Maximale Helligkeit | 1.429 nits | 2.110 nits |
| Alltagshelligkeit | 792 nits | 600 nits |
| Kontrast (1 Lux) | 894.100 | 902.100 |
| Kontrast (500 Lux) | 1.396 | 1.114 |
| Screen-to-Body-Ratio | 92% | 92% |
System und Leistung: Gleicher Kern mit Leistung satt
Unter der Haube steckt bei beiden Smartphones das gleiche Herz: MediaTeks Dimensity 9500 mit bis zu 4,2 GHz Taktfrequenz und modernster 3-Nanometer-Fertigung. Beide Hersteller spendieren dem Prozessor üppige 16 GB RAM und schnellen UFS-4.1-Speicher.
In synthetischen Benchmarks liegen beide Geräte praktisch gleichauf und übertreffen sogar Qualcomms Snapdragon 8 Elite um etwa 10 Prozent. Im Alltag bedeutet das: Apps starten sofort und ohne Ruckeln, Multitasking mit vielen offenen Apps ist kein Problem und selbst aufwändige Videobearbeitung läuft flüssig.
Der Unterschied zeigt sich bei anhaltender Last: Das Vivo hält die Leistung mit 57 Prozent Stabilität im Stresstest länger aufrecht als das Oppo mit 47 Prozent. In der Praxis bedeutet das weniger Throttling bei langen Gaming-Sessions oder beim Rendern von 4K-Videos. Unter Last werden beide Geräte spürbar warm, aber nicht unangenehm heiß.
Solider Software-Support und KI en masse
Softwareseitig setzen beide auf Android 16 mit herstellerspezifischen Oberflächen. Oppos ColorOS 16 wirkt moderner und bietet mehr Anpassungsmöglichkeiten, während Vivos Origin OS (ehemals FunTouch OS) schlichter, aber durchdachter ist. Beide versprechen 5 Jahre Android-Updates und 6 (Oppo) beziehungsweise 7 Jahre (Vivo) Sicherheitspatches. Damit reichen sie nicht ganz an Samsung mit 7+7 Jahren heran, die meisten Nutzer dürften aber auch mit fünf neuen Android-Versionen bereits zufrieden sein.
Bei beiden Geräten kommen natürlich die essenziellen KI-Funktionen nicht zu kurz. Sowohl das Oppo als auch das Vivo bieten diverse KI-basierte Features in verschiedenen Bereichen. Etwa Funktionen zur Bildbearbeitung, Hilfe beim Verfassen oder der Transkription von Texten. Auch Google Gemini ist bei beiden Kandidaten clever integriert und bietet einen echten Mehrwert.
Kameras im Vergleich: Unterschiede zoomieren sich
Obwohl beide Smartphones auf den ersten Blick sehr ähnliche Kamera-Setups bieten, trennt sich hier die Spreu vom Weizen. Jeweils 50 Megapixel für Haupt- und Ultraweitwinkelkamera, dazu eine 200-Megapixel-Telekamera für den Zoom. Doch die Unterschiede stecken im Detail und in der Abstimmung.
Das Oppo Find X9 Pro glänzt vor allem bei Tageslicht: Das Ultraweitwinkel liefert natürliche, detailreiche Aufnahmen, das Tele überzeugt mit einem 200-MP-Sensor, der selbst bei starker Vergrößerung noch sehr scharf bleibt. Oppos "True Color Camera" analysiert das Bild in Zonen und passt Farbton sowie Weißabgleich für jede Zone an. Das sorgt für besonders ausgewogene Farben und realistische Hauttöne, vor allem bei Mischlicht.
Ein praktisches Extra ist die neue Kamerataste: Über diese lässt sich nicht nur auslösen, sondern auch der Zoom per Streichen einstellen. Bei Nacht liefert das X9 Pro sehr gute Ergebnisse, erreicht aber nicht ganz das Niveau des Google Pixel 10 Pro.
Das Vivo X300 Pro punktet dagegen mit einem 3,5-fachen optischen Zoom, der auch bei 6- bis 7-fachen digitalen Vergrößerungen noch sehr detailreiche Fotos ermöglicht. Hinzu kommen die Zeiss-Kollaboration für Porträtmodi, kreative Filter und eine insgesamt sehr ausgewogene Performance bei allen Lichtverhältnissen. Besonders bei Low-Light und Porträts zeigt das Vivo seine Stärken.
Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Kameraqualität im Vergleich
| Kamera | Lichtbedingung | Oppo Find X9 Pro | Vivo X300 Pro |
|---|---|---|
| Ultraweitwinkel | überragend (100) | überragend (95) |
| Weitwinkel | überragend (103) | überragend (103) |
| hell | Nacht | überragend | sehr gut | überragend | sehr gut |
| kurzes Tele / 2-facher Digitalzoom | überragend (122) | überragend (122) |
| langes Tele | sehr gut (91) | sehr gut (89) |
| GESAMTWERTUNG | ÜBERRAGEND (105) | ÜBERRAGEND (104) |
Kurios: Smartphone trifft DSLR
Ein Alleinstellungsmerkmal teilen beide: Die Erweiterbarkeit durch Telekonverter-Kits. Diese 11 Zentimeter langen Aufsätze verwandeln beide Smartphones in echte Teleobjektive mit bis zu 200 mm Brennweite. Eine Funktion, die sonst kein Smartphone bietet.
Mit den Telekonverter-Kits werden beide Smartphones zu echten Kamera-Alternativen. Das Oppo-Kit von Hasselblad gibt es für 499 Euro, das Vivo-Kit ist im Bundle für rund 600 Euro Aufpreis zu haben. Günstig sind sie also beide nicht. Dafür verwandeln sie das Smartphone in ein 30 Zentimeter langes Teleobjektiv. Das ist zwar unpraktisch für die Hosentasche, aber unschlagbar für Wildlife-Fotografie oder Sportaufnahmen.
Zwischenfazit: Beide Kamerasysteme gehören zur absoluten Spitzenklasse, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Wer Tageslicht- und Teleaufnahmen liebt und praktische Zoom-Steuerung schätzt, ist beim Oppo Find X9 Pro bestens aufgehoben. Wer ein rundum starkes Kamera-System sucht, das auch bei Nacht, bei Porträts und beim Zoom überzeugt, liegt beim Vivo X300 Pro richtig.
Große Unterschiede bei der Connectivity
Beim Thema Konnektivität offenbaren sich weitere Unterschiede zwischen den beiden Flaggschiffen. Während die Geräte auf dem Papier ähnlich ausgestattet sind, trennen sie Welten in der praktischen Umsetzung.
So setzen zwar sowohl das Oppo Find X9 Pro und das Vivo X300 Pro auf WiFi 7 als neuesten Standard, doch die Implementierung könnte unterschiedlicher nicht sein. Das Vivo spielt mit seiner Multi-Link Operation (MLO) ganz vorne mit und erreicht unter idealen Bedingungen Durchsatzraten von über 3.750 Mbit/s. Selbst bei größeren Entfernungen zum Router bleibt die Verbindung stabil und der Durchsatz mit 1.270 Mbit/s sehr hoch.
Das Oppo hingegen zeigt ein gespaltenes Profil: Direkt am Router erreicht es dank MLO sogar noch höhere Spitzenwerte von 4.040 Mbit/s und stellt damit einen neuen Rekord auf, bricht aber bei größeren Distanzen dramatisch auf nur 89,5 Mbit/s ein. Diese Instabilität macht sich im Alltag deutlich bemerkbar. Während das Vivo auch in entfernteren Zimmern flüssig streamt, kämpft das Oppo bei dieser Aufgabe.
Bei Bluetooth zeigt das Oppo mit Version 6.0 die modernere Spezifikation, beide unterstützen jedoch die wichtigen High-Res-Codecs LDAC und aptX HD. Enttäuschend ist bei beiden das Fehlen von Bluetooth Auracast, dem neuen Broadcasting-Standard, der bei Geräten dieser Preisklasse eigentlich Standard sein sollte.
Beide Smartphones unterstützen flexible Dual-SIM-Konfigurationen mit Nano-SIM und eSIM, was besonders für Vielreisende praktisch ist. NFC für kontaktloses Bezahlen ist selbstverständlich an Bord, ebenso Infrarot-Blaster für die Steuerung von Haushaltsgeräten.
Konnektivitäts-Fazit: Das Vivo X300 Pro dominiert klar durch seine stabile WiFi-Performance, während das Oppo trotz modernerer Bluetooth-Spezifikation durch die schlechte Antennenabstimmung enttäuscht.
Akku und Laden: Wer hat den längeren Atem?
Der Akkuvergleich offenbart einen der markantesten Unterschiede zwischen den beiden Geräten. Das Oppo Find X9 Pro setzt mit seinem Silizium-Kohlenstoff-Akku mit 7.500 mAh neue Maßstäbe, während das Vivo X300 Pro mit 5.440 mAh konventioneller dimensioniert ist.
Diese Kapazitätsdifferenz von über 2.000 mAh macht sich in der Praxis deutlich bemerkbar. So erreicht das Oppo in unserem standardisierten Laufzeittest rekordverdächtige 25:07 Stunden und stößt damit das bisherige Spitzenmodell Honor Magic 8 Pro vom Thron.
Das Vivo hingegen kommt auf durchaus respektable, aber deutlich kürzere 17:10 Stunden. Trotz größerem Akku bleibt es damit aber hinter einem Galaxy S25 Ultra mit 5.000 mAh oder einem Xiaomi 15 Ultra (17:58 Stunden bei 5.410 mAh) zurück. Mit einer besseren Software-Abstimmung wäre hier sicher mehr drin.
Und wer bietet mehr Ladepower?
Beim Laden dreht sich das Bild: Das Vivo unterstützt mit 90 Watt eine höhere Spitzenleistung als das Oppo mit 80 Watt. In der Praxis macht sich das jedoch kaum bemerkbar, da beide Geräte nur mit den proprietären Ladegeräten der Hersteller ihre Maximalgeschwindigkeit erreichen. Mit Standard-USB-PD-Netzteilen laden beide langsamer.
Kabelloses Laden beherrschen beide Geräte, wobei das Oppo mit 50 Watt eine Nasenlänge vor dem Vivo mit 40 Watt liegt. Auch Reverse Wireless Charging wird von beiden Smartphones unterstützt.
Akku-Fazit: Das Oppo gewinnt durch seine außergewöhnliche Ausdauer, während das Vivo hier zurückbleibt, zumindest auf dem Papier aber mit schnellerer Ladetechnik punktet. Für Nutzer, die Wert auf mehrtägige Laufzeiten legen, ist das Oppo klar die erste Wahl.
Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit
| Disziplin | Oppo Find X9 Pro | Vivo X300 Pro |
|---|---|---|
| Standardisierter Test | 25:07 h | 17:10 h |
| Typische Tagesnutzung | 2+ Tage | 1+ Tag |
| 0-50% Laden | 27 min | 67 min |
| 0-100% Laden | 71 min | 128 min |
| Kabellose Ladung | 50 Watt | 40 Watt |
| Maximale Ladeleistung | 80 Watt | 90 Watt |
Empfang und Telefonie: Einmal Top, einmal Flop
Beim Empfang zeigen sich weitere Unterschiede zwischen beiden Geräten. Während das Vivo X300 Pro mit sehr gut abgestimmten Antennen überzeugt, kämpft das Oppo Find X9 Pro mit erheblichen Empfangsproblemen und offenbart damit seine größte Schwäche: Die Mobilfunkantennen des Oppo sind schlecht kalibriert. Die Sendeleistung liegt deutlich unter der Norm, bei einem korrekt eingestellten Smartphone müsste sie im Schnitt doppelt so hoch sein. Besonders problematisch: Oppo zeigte auf Nachfrage keine Bereitschaft, diese Probleme per Software-Update zu beheben.
Das Vivo hingegen zeigt durchweg gute bis sehr gute Werte. Besonders im wichtigen 5G-Band n78 (3.500 MHz) trumpft es mit überragender Sendeleistung auf. Die Empfindlichkeit liegt ebenfalls in einem sehr guten Bereich, was für stabile Verbindungen auch in schwierigen Empfangslagen sorgt.
Bei der Sprachqualität liegen beide Geräte wieder näher beieinander. Das Oppo erreicht beim Telefonieren sehr gute Werte mit klarer Stimmwiedergabe und guter Geräuschunterdrückung. Das Vivo schneidet bei der Sprachqualität minimal schlechter ab, bietet aber eine bessere Filterung von Umgebungsgeräuschen.
Empfangs-Fazit: Das Vivo X300 Pro ist klar überlegen und bietet zuverlässige Verbindungen auch in schwierigen Situationen. Das Oppo enttäuscht durch schlechte Funkeigenschaften.
Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Empfangsmessungen im Vergleich
| Frequenzband | Oppo Find X9 Pro | Vivo X300 Pro |
|---|---|---|
| LTE 800 MHz Sendeleistung | 8,9 dBm | 17,0 dBm |
| LTE 1800 MHz Sendeleistung | 10,4 dBm | 17,7 dBm |
| LTE 2600 MHz Sendeleistung | 8,9 dBm | 15,7 dBm |
| 5G 700 MHz Sendeleistung | 7,4 dBm | 15,2 dBm |
| 5G 1800 MHz Sendeleistung | 4,6 dBm | 13,5 dBm |
| 5G 3500 MHz Sendeleistung | 12,9 dBm | 22,7 dBm |
| Gesamtbewertung LTE | ausreichend | gut |
| Gesamtbewertung 5G | ausreichend | sehr gut |
Fazit: Vivo, Vidi, Vici - klarer Gesamtsieger
Nach diesem umfassenden Vergleich zeichnet sich ein klares Bild ab: Beide Smartphones gehören zur absoluten Spitzenklasse, haben aber völlig unterschiedliche Stärken und Schwächen.
Das Oppo Find X9 Pro brilliert durch einzelne Ausschläge nach oben: darunter seine außergewöhnliche Akkulaufzeit, die herausragende Kameraausstattung und die hochwertige Verarbeitung. Der 7.500-mAh-Akku ist ein echter Gamechanger für Nutzer, die mehrtägige Laufzeiten benötigen. Die Kamera gehört zu den besten am Markt und wird durch das optionale Telekonverter-Kit noch weiter aufgewertet.
Dennoch gibt es auch Ausschläge nach unten: Zu nennen sind hier vor allem die schlechten Funkeigenschaften. Das zieht die Wertung nach unten und so schneidet das Find X9 Pro mit 426 von 500 möglichen Punkten etwas schlechter ab als das Vivo.
Das Vivo X300 Pro überzeugt dagegen durch seine ausgewogene Gesamtleistung, die stabile Konnektivität und das überragende Display mit Rekord-Helligkeit. Besonders die Wi-Fi-Performance und die Mobilfunkantennen sind vorbildlich abgestimmt. Rein punktetechnisch liegt Vivo mit 448 von 500 möglichen Punkten vorne.
Kaufempfehlung:
Nur weil das Oppo Find X9 Pro im Vergleich zum Vivo X300 Pro etwas schlechter abschneidet, ist es dennoch ein ernstzunehmender Konkurrent. Wählen Sie das Oppo Find X9 Pro, wenn Sie:
- Wert auf eine sehr lange Akkulaufzeit legen (2+ Tage)
- Hauptsächlich zu Hause oder im Büro in der Nähe eines Routers arbeiten
- Eine sehr gute Kamera wollen
- Bereit sind, Empfangsprobleme in Kauf zu nehmen, die Oppo noch verbessern kann
Wählen Sie das Vivo X300 Pro, wenn Sie:
- Eine ausgewogene Gesamtleistung bevorzugen
- Ein sehr starkes Kamerasystem möchten
- Viel unterwegs sind und stabilen Empfang brauchen
- Das hellste verfügbare Display wollen
- Wert auf zuverlässige Konnektivität legen
Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Testergebnisse im Vergleich
| Kategorie | Messwert Oppo Find X9 Pro | Messwert Vivo X300 Pro |
|---|---|---|
| Preis (Euro) | 1.299 | 1.399 |
| Preis-Leistungs-Verhältnis | ausreichend | befriedigend |
| AUSDAUER (125) | überragend (125) | sehr gut (117) |
| AUSSTATTUNG (210) | sehr gut (191) | sehr gut (194) |
| System (55) | überragend (54) | überragend (55) |
| Display (35) | sehr gut (31) | sehr gut (30) |
| Connectivity (25) | befriedigend (18) | gut (21) |
| Kamera (80) | sehr gut (73) | sehr gut (73) |
| Features (15) | überragend (15) | überragend (15) |
| HANDHABUNG (40) | gut (32) | gut (32) |
| Handlichkeit (25) | befriedigend (18) | befriedigend (18) |
| Verarbeitungsqualität (15) | sehr gut (14) | sehr gut (14) |
| MESSWERTE (125) | ausreichend (78) | gut (105) |
| Akustik (35) | gut (27) | sehr gut (32) |
| Senden und Empfangen (90) | ausreichend (51) | gut (73) |
| LTE-Bewertung | ausreichend (25) | gut (35) |
| 5G-Bewertung | ausreichend (26) | sehr gut (38) |
| connect-URTEIL (500) | sehr gut (426) | sehr gut (448) |
Oppo Find X9 Pro vs. Vivo X300 Pro: Messwerte im Vergleich
| Kategorie | Messwert Oppo Find X9 Pro | Messwert Vivo X300 Pro |
|---|---|---|
| normierter Strahlungsfaktor/SAR-Wert (-/W/kg) | -1/1,136 | -0,85/1,140 |
| maximaler Durchsatz WLAN (Mbit/s) | 4040,0 | 3750,0 |
| mittlerer Durchsatz WLAN mit Dämpfung (Mbit/s) | 89,5 | 1270,4 |
| Lautstärkewert Sprechen/Hören (dB) | 10,7/20,6 | 11,5/17,1 |
| Klang (MOS/max. 5) | 4,0/3,5 | 3,8/3,6 |
| Geräuschunterdrückung Straße (MOS/max. 5) | 3,3 | 3,9 |
| Geräuschunterdrückung Kneipe (MOS/max. 5) | 2,5 | 3,4 |
| typische Ausdauer max. Hz. (Stunden) | 25:07 | 17:10 |
| Ladezeit bis 50/100 Prozent (Minuten) | 27/71 | 67/128 |
| Helligkeit/Boost (cd/m²) | 792/1429 | 600/2110 |
| max. Lautstärke Lautsprecher (dB) | 79 | 81 |
| Abmessungen (L x B x H in mm) | 161 x 77 x 8 | 161 x 76 x 8 |
| Gewicht (Gramm) | 224 | 226 |