Edles Android-4-Smartphone

HTC One S im Test: Goldener Mittelweg

Mit seinem exzellenten OLED-Display und dem sehr dünnen Gehäuse verzückt das HTC One S sofort. Überzeugt es auch langfristig?

  1. HTC One S im Test: Goldener Mittelweg
  2. Datenblatt
  3. Wertung
HTC One S

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HTC One S
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EUR 349,00

Pro

  • farbstarkes OLED-Display
  • gute Ausdauer

Contra

  • Display im Hellen schlecht ablesbar
61,2%

Aus der Mitte kommt die Kraft. So möchte man zumindest vermuten, wenn man das HTC One S, das mittlere Modell der neuen One-Baureihe neben One V und One X, das erste Mal in den Händen hält. Das eloxierte, mit einem blauschwarzen Farbverlauf sehr schicke Aluminiumgehäuse des Testmodells besitzt eine exquisite Oberflächenstruktur.

Die Lautsprecheröffnung ist mit haarfeinen Löchern direkt in die Unibodyschale integriert, die Displayabdeckung aus robustem Gorilla-Glas zeigt einen seitlichen Halbrundschliff, der dafür sorgt, dass keine harte Kante den Griff ums Smartphone stört.

HTC One S: farbstarkes OLED-Display

Das Display selbst bietet auf 4,3 Zoll praxisgerechte 960 x 540 Pixel in überzeugender OLED-Technik. Im direkten Vergleich zum HTC One V und One X kann es in Sachen Farbstärke noch mal zulegen und lässt auch bei seitlicher Betrachtung sichtlich weniger nach.

Wobei die überdurchschnittlich guten TFT-Anzeigen von V und X dem OLED-Display des One S schon erstaunlich nahe kommen. In der maximalen Helligkeit liegt das OLED-Display des HTC One S gegenüber der hauseigenen TFT-Konkurrenz zurück, es reicht aber immer noch, um an sehr sonnigen Tagen zumindest die Ablesbarkeit zu erhalten.

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Das HTC One S bietet ein schöneres Display als das Spitzenmodell HTC One X.

HTC One S: Features zwischen Vernunft und Luxus

Zu den offensichtlichen Merkmalen gehören anständige 13 Gigabyte verfügbarer Speicher, die aber auch den fehlenden Micro-SD-Card-Slot kompensieren müssen. Ein Snapdragon-Dual-Core-Prozessor von Qualcomm garantiert mit 1,5 Gigahertz Takt mehr als flüssiges Arbeiten.

Erst in der praktischen Erprobung zeigen sich die Möglichkeiten, die die Sense-4.0-Software und der leistungsfähige Prozessor aus der guten 8-Megapixel-Kamera herausholen. Ein Beispiel: Zum Steuern des Autofokus berührt man im Sucher die Stelle des Bildes, auf die sich die Optik ausrichten soll - danach lassen sich mehrere Aufnahmen schnell hintereinander schießen, ohne dass der Autofokus bei jeder eingreifen muss. Zudem lässt sich die Kamera direkt durch Entsperren des Displays aktivieren - was lästiges Getippe erspart.

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HTC One S: Geldwerte Zusatzanwendungen

Überhaupt entwickelt HTC die Software mittlerweile zur hohen Reife. Natürlich ist Android 4.0 installiert. Doch viele Beigaben zeigen, dass HTC die Wünsche der Benutzer kennt. So gibt es mit "Car" eine App, die im Auto wichtige Funktionen mit großen Buttons einfach zugänglich macht, mit "Personalisieren" lassen sich die Homescreens besonders leicht den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Mit dem Task-Manager hat man die Ressourcen seines Systems unter fester Kontrolle. Wer meint, das alles wäre auch mit kostenlosen oder gekauften Apps möglich, sollte bedenken, wie tief die HTC-Beigaben ins System eingreifen, wie gut sie auf die Hardware abgestimmt sind. Doch selbst wenn Anpassung nicht so nötig ist, wie bei der Office-Software Solaris oder dem zwei Jahre kostenlosen 25-Gigabyte-Onlinespeicher Dropbox, sparen die HTC-Beigaben dem engagierten Nutzer bares Geld. Da lohnt der Vergleich mit anderen, oft weniger üppig ausgestatteten Smartphones durchaus.    

HTC One S: Steigerung bei der Ausdauer

HTC One S

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Ein weniger schönes Kapitel: Eher unterdurchschnittliche Funkeigenschaften sind wir von HTC gewohnt - und gerade das One S macht beim für flüssigen Datenverkehr wichtigen UMTS-Modus keine Ausnahme. Stimmen die Bedingungen, wie es in gut versorgten größeren Städten meist der Fall ist, klappt der Transfer mit bis zu 5,75 Mbit/s im Up- und 21 Mbit/s im Download aber sehr zügig.

Wie gewohnt ohne Tadel präsentiert sich die Akustik beim Telefonieren. Selbst die bei vielen Smartphones kritische Tonqualität bei der Videoaufnahme und -wiedergabe ist beim One S überraschend ausgewogen.

HTC - Alle Smartphones-Test im Überblick

In der Rubrik Ausdauer brachte die neue HTC-Riege die strengen Tester sogar zum Strahlen: In dieser wichtigen Disziplin haben gerade die großen HTC-Smartphones bisher wichtige Punkte auf die Spitze verloren. Die neuen sind durch die Bank sehr gut. Dabei hat das One S zwar am wenigsten Zähler eingeheimst, in der so wichtigen typischen Ausdauer liegt es mit phantastischen fast siebeneinhalb Stunden jedoch weit vorne.

HTC One S: Fazit

Damit reiht sich das HTC One S nach Punkten in die nach Größe und durch den Preis vorgegebene Rangfolge ein: Es geht preiswerter und es geht luxuriöser, doch dazwischen ist das HTC One S eine gute Wahl.

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