Ratgeber

WLAN, FritzNAS und Sicherheits-Features

News rund um WLAN

Die Neuigkeiten der Fritzbox in der Abteilung WLAN: Neben Bugfixing und Kompatibilitätsverbesserungen mit einigen WLAN-Clients hat AVM neue und nützliche Features ersonnen. Bislang gab es beispielsweise die Nachtschaltung, mit der man regeln kann, dass die Box das WLAN zu einer bestimmten Uhrzeit aus- und wieder einschaltet. So konnte man nachts den Stromverbrauch und die Strahlungsemission senken. Allerdings stand bisher nur eine Zeit zur Verfügung. Manche Zeitgenossen haben aber gerne mehrere Schaltzeiten pro Tag oder unterschiedliche Schaltzeiten an unterschiedlichen Wochentagen. Diesem Wunsch kommt AVM nun mit einem Schaltpan entgegen, an dem man bequem per Maus die Schaltzeiten definieren kann.

Ebenfalls neu: der WLAN-Gastzugang. Der ist praktisch, wenn Sie Besuchern Zugang zu Ihrem WLAN gewähren wollen, ohne gleich Ihren geheimen WLAN-Schlüssel zu verraten. Mit dem Gastzugang sendet Ihre Box eine weitere SSID (WLAN-Kennung) aus, die Sie selbst benennen können. Für diese Verbindung können Sie nun ein Passwort festlegen oder den Passwortschutz deaktivieren. Außerdem können Sie festlegen, dass der Gastzugang nur eine bestimmte Zeit lang aktiv sein soll. So können Besucher zu Hause oder im Büro kostenlos surfen - aber nur, solange Sie das wollen. Auch können Ihre Gäste nur das Internet nutzen und nicht auf Ihre unter Umständen sensiblen Daten zugreifen, die Sie irgendwo in Ihrem lokalen Netzwerk liegen haben. Eine dritte Neuerung ist die Spektrumanalyse, die die Fritzboxen 7390, 7270 v3 und 7240 betrifft - denn die verfügen bereits über die für die Spektrumanalyse notwendige Hardware. Für die Analyse scannt die Box die Funkumgebung nach Störern, analysiert diese und sucht dementsprechend den besten und ungestörtesten WLAN-Kanal aus. Die Autokanalwahl gibt's zwar bereits seit Längerem, allerdings wurden hier nur andere WLAN-Netze erkannt. In der neuen Version werden auch Störer wie Mikrowellen, Video-Funk-Bridges und Bluetooth-Geräte berücksichtigt, die allesamt im WLAN-Frequenzbereich arbeiten, und im WLAN-Monitor dargestellt. So kann man störende Geräte ausfindig machen und diese - wenn möglich - abschalten oder an einem anderen Ort platzieren. Damit lassen sich Übertragungsqualität, Funkreichweite und Datendurchsatz im drahtlosen Netzwerk dauerhaft optimieren.

Alle Speicher mit FritzNAS

Eine weitere große Neuerung ist FritzNAS. Hintergrund: Im Netzwerk der Fritzbox lassen sich drei verschiedene Speichertypen nutzen. An alle Boxen, für die dieses Update gedacht ist, lässt sich ein USB-Stick oder eine USB-Festplatte anschließen, auf den oder die alle angeschlossenen Rechner zugreifen können (NAS-Funktion). Wer einen Onlinespeicher hat, kann auch diesen in die Box integrieren und über alle Rechner darauf zugreifen. Die AVm Fritzbox 7390 hat zusätzlich sogar einen eigenen NAS-Speicher eingebaut. Alle diese Speicher konnte man zwar schon bisher als Laufwerk in den Explorer am PC einbinden, doch das ist nicht jedermanns Sache und funktioniert von unterwegs auch nur bedingt.

Abhilfe schafft FritzNAS: Die einheitliche, Java-basierte und über den Webbrowser bedienbare Oberfläche spricht alle Speicher an, die mit der Box verknüpft sind. Von hier aus können Sie Dateien in einen Speicher hochladen, vom Speicher herunterladen und natürlich auch Dateien löschen oder neue Ordner anlegen. Wer will, kann auch per Fernzugriff über FritzNAS auf seine Box zugreifen und so von unterwegs noch schnell Dateien aufs Notebook laden. Wer es gerne klassisch hat, kann natürlich auch weiterhin per FTP oder eingebundenem Laufwerk arbeiten. Achtung: Wie bei IPv6 ist FritzNAS aus Speichergründen in der Firmware für die AVM Fritzbox 7270 der ersten Generation nicht enthalten.

Bereits früher möglich war die Funktion der Internetfreigabe der Speicher. So konnte man von unterwegs via FTP auf die an der Box angeschlossenen Speicher zugreifen. Und auch hier hat AVM weiterentwickelt. So bietet die Funktion "Internetfreigabe" ab sofort mehr Flexibilität: Nun können Sie die Internetfreigabe für Benutzer aus dem Internet auf bestimmte Speicher oder Ordner beschränken. Wählen Sie dazu einfach im Browser das entsprechende Laufwerk oder den Ordner über eine Dialogbox aus - das erhöht die Sicherheit. Definieren Sie beispielsweise einen Ordner "Webfreigabe" und speichern Sie darin alle Dateien, die Sie teilen wollen. Von außen hat man dann nur noch auf diesen Ordner Zugriff.

Ebenfalls unter dem Begriff Heimnetz läuft die Einstellung des Zeitservers. Schon immer holten sich Fritzboxen die aktuelle Zeit von Zeitservern aus dem Internet. Nun können Sie den Zeitserver selbst aussuchen und eintragen. Und per DHCP-Server wird die Fritzbox selbst zum Zeitserver für alle Geräte im Netzwerk.

Neue Sicherheitsfeatures

Neben den bisher erwähnten Sicherheitsfeatures hat AVM aber auch die Firmware in puncto Schutzfunktionen auf den neuesten Stand gebracht. So ist bereits DNSSEC integriert. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung des Domain Name Systems (DNS), die dazu dient, die Echtheit und Vollständigkeit der Daten von DNS-Antworten sicherzustellen. Dadurch kann der anfragende PC oder Router erkennen, ob die Antwort nach einer Internet-Adresse im DNS tatsächlich von jenem Server kommt, der als zuständig eingetragen ist. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass diese Antwort auf dem Transport über das Internet nicht verändert wurde. DNSSEC garantiert also, dass nur diejenige Webseite angezeigt wird, die man wirklich aufrufen will. Auch DNS-Rebinding-Angriffe, bei denen ein Hacker Zugriff auf Ihr Heimnetzwerk erhalten könnte, werden mit der neuen Firmware abgewehrt. Nicht zuletzt wegen der Sicherheitsverbesserungen sollten Sie Ihre Fritzbox unbedingt mit dem Gratis-Update versorgen - und andere Hersteller sollten sich in Sachen Produktpflege ein Beispiel an AVM nehmen.

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