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Mit KI und vielfältigen Trageoptionen

Plaud NotePin S im Test: Smartes Notizgerät

Das KI-gestützte Aufnahmegerät Plaud NotePin S lässt sich flexibel tragen und transformiert Sprachnotizen in nahezu jedes gewünschte Textformat.

Autor: Monika Klein • 3.3.2026 • ca. 3:45 Min

Online-Siegel
sehr gut
PlaudNotePin S
KI-Diktiergerät
März 2026
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Das Plaud NotePin S startet und stoppt per Knopfdruck. Das dezente rote Licht zeigt, dass eine Aufnahme läuft.
© connect
Frag’ die KI

Wer oft Gesprochenes in Textform bringen muss, etwa Protokolle, Diktate oder Interviews, ist heute nicht mehr gezwungen, alles mühsam abzutippen. Eine gute Adresse für Audiorecorder ist Plaud. Neben dem Note Pro im Kreditkartenformat hat der chinesische Hersteller auch das überarbeitete NotePin S...

Pro

  • flexible Trageoptionen
  • sehr gute Aufnahmequalität bis zu 3 Meter Entfernung
  • sehr gute KI-gestützte Aufbereitung
  • jede Menge Vorlagen für unterschiedliche Branchen
  • Desktop-Anwendung erlaubt komfortable Verwaltung
  • unterstützt hohe Sicherheitsstandards

Contra

Fazit

Das Plaud NotePin S ist ein leistungsstarker Audiorecorder, der sich unauffällig am Körper tragen lässt und so jederzeit verfügbar ist. Ein Knopfdruck genügt, um die Aufnahme zu starten. Die eigentliche Stärke ist die anschließende Aufbereitung durch die Plaud-Software, die auch komplexe Aufnahmen zuverlässig auswertet und in gewünschter Form darstellt. Tüpfelchen auf dem intelligenten i ist die Desktop-Anwendung, die alle Aufzeichnungen synchron hält und die komfortable Bearbeitung und Verwaltung am Rechner erlaubt.

Wer oft Gesprochenes in Textform bringen muss, etwa Protokolle, Diktate oder Interviews, ist heute nicht mehr gezwungen, alles mühsam abzutippen. Eine gute Adresse für Audiorecorder ist Plaud. Neben dem Note Pro im Kreditkartenformat hat der chinesische Hersteller auch das überarbeitete NotePin S im Portfolio. Das kostet mit einer UVP von 179 Euro 10 Euro weniger und zeichnet sich durch besondere Flexibilität aus: Der kleine Recorder wiegt nur 17 Gramm und lässt sich mit einem magnetischen Clip ans Hemd oder den Blazer heften, in ein Armband einlegen und ums Handgelenk schnallen oder mit einem einfach anzubringenden Band um den Hals hängen.

Lange Akkulaufzeit, 3 Meter Reichweite

Der interne Speicher von 64 GB ist auch für Marathon-Meetings ausreichend. Der Akku erlaubt laut Hersteller bis zu 20 Stunden Aufzeichnung, die Standby-Zeit beträgt 40 Tage. Aufgeladen wird das NotePin S mit einem proprietären Ladegerät, das sich mit jedem USB-C-Kabel nutzen lässt, wobei Plaud eine hochwertige textilummantelte Strippe beilegt. Clever: Zum Transport kann man den Recorder ins Ladegerät einsetzen und die magnetische Abdeckung, die im Armband und am Clip die Rückseite schützt, hinten andocken.

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Das proprietäre Ladegerät kommt mit einem hochwertigen Textilkabel und USB-C-Anschluss.
© connect
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Das Plaud Note S lässt sich am Handgelenk, am Revers oder Hemd sowie um den Hals tragen.
© Plaud

Technisch bietet das Plaud NotePin S etwas weniger als das Note Pro: Mit seinen beiden MEMS-Mikrofonen (Micro-Electro-Mechanical Systems) zeichnet es Stereo-Aufnahmen mit einer Reichweite von bis zu 3 Metern auf. Die Empfindlichkeit lässt sich in der Smartphone-App zwischen 0 bis 30 dB einstellen – von lauten zu ruhigen Umgebungen. Gilt es häufig größere Distanzen zu überbrücken, ist das Note Pro mit bis zu 5 Metern und vier MEM-Mikrofonen die bessere Option (hier unser Test). Im geeigneten Radius überzeugt aber auch das NotePin S mit sehr guter Aufnahmequalität. Die Bedienung ist einfach: Zum Start drückt man etwas länger auf den einzigen Knopf, das Gerät vibriert kurz und ein kleines rotes Licht zeigt, dass es in Betrieb ist. Will man während der Aufnahme Highlights markieren, drückt man die Taste kurz, dann wird die Passage im Transkript gesondert herausgestellt.

Intelligente Auswertung durch KI

Womit wir beim Thema sind: Spannend wird das System durch die KI-Anbindung. Nach der Aufnahme stehen einem unzählige Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung des Textes zur Verfügung, gegliedert nach Anwendungsgebieten (z. B. für Entscheidungen, Projekte) und Branche (z.B. Gesundheitswesen, Vertrieb, Immobilien oder Pädagogik). Das NotePin S erkennt über 100 Sprachen, in der App kann man zudem eigenes spezifisches Vokabular hinzufügen.

Wie das Note Pro arbeitet auch das NotePin S mit verschiedenen LLMs (Large Language Models) – welches genutzt wird, entscheidet die Software auf Wunsch automatisch oder man wählt selbst aus. Aktuell stehen ChatGPT, Claude Sonnet und Gemini zur Verfügung – natürlich nicht in der offenen Variante, sondern im geschlossenen Ökosystem von Plaud. Denn vor allem bei der beruflichen Nutzung ist das Thema Datenschutz relevant. Plaud verspricht hier mit Standards wie ISO‑ und DSGVO‑Konformität (z.B. ISO 27001, SOC 2, HIPAA, GDPR) Sicherheit.

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Das Plaud NotePin S lässt sich in ein Armband einsetzen, mit einem Band um den Hals hängen oder mit einem magnetischen Clip an der Kleidung befestigen.
© connect

Die KI‑gestützte Auswertung erstellt eine strukturierte Zusammenfassung, nennt am Ende offene Punkte als To‑dos und kann das Ganze in eine Mindmap packen. Das funktionierte im Test in verschiedenen Szenarien sehr gut – auch wenn das Transkript an sich oft etwas rudimentär geriet und die Sprecherzuordnung nicht zuverlässig funktioniert hat, konnte die Auswertung überzeugen. Mit ein wenig manuellem Feintuning lieferte uns Plaud jedesmal ein sehr solides Ergebnis.

Hilfreich bei längeren Zusammenfassungen ist die noch im Beta-Status laufende Funktion “Ask Plaud”: Hier kann man nach einem bestimmten Sachverhalt fragen und die KI antwortet mit Verweis auf die Originalstellen. Auch Infografiken erstellt Plaud auf Wunsch. Im Test hat die Software etwa ein rund halbstündiges Interview mit fünf Teilnehmern auf die wesentlichen Aussagen heruntergebrochen und das Ganze in einem sehr schicken Slide inklusive grafischen Elementen festgehalten.

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Die App bietet jede Menge Möglichkeiten zur Aufbereitung der Aufnahmen.
© connect
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Mit der Desktop-Version Plaud Web kann man die Aufzeichnungen bequem am Rechner bearbeiten und in das gewünschte Format transkribieren.
© connect

Komfortable Verwaltung am Rechner

Weil die Verwaltung am Smartphone auf Dauer eher mühsam ist, hat Plaud auch eine Desktop-Anwendung am Start. Hier werden die Aufzeichnungen über das Benutzerkonto automatisch synchronisiert und lassen sich bequem am Rechner weiterverarbeiten. Weiterer Pluspunkt: Wer mag, kann mit Plaud Desktop mit einem Mausklick auch Online-Meetings aufzeichnen. Zum Teilen im Team lassen sich die Plaud-Auswertungen aus der Smartphone-App oder über den Desktop in verschiedenen Formaten teilen, etwa als PDF, DOCX oder TXT. Auch die Audioaufnahme lässt sich verschicken.

Faires Preismodell mit üppigem Gratis-Grundstock

Im Starter-Plan sind 300 Minuten Transkription im Monat kostenlos. Wer mehr will, kann aus verschiedenen Abomodellen wählen: Die unlimitierte Version kostet derzeit im Jahresabo mit 46 Prozent Rabatt 224,99 Euro (18,80 Euro/Monat); für 110,99 Euro pro Jahr (9,30 Euro/Monat) gibt’s die Pro-Version mit 1200 Minuten pro Monat. Man kann auch Minuten kaufen, die zwei Jahre gültig sind.

Online-Siegel
sehr gut
PlaudNotePin S
KI-Diktiergerät
März 2026

Fazit: Intelligent und vernetzt

Das Plaud NotePin S ist ein leistungsstarker Audiorecorder, der sich unauffällig am Körper tragen lässt und so jederzeit verfügbar ist. Ein Knopfdruck genügt, um die Aufnahme zu starten. Die eigentliche Stärke ist die anschließende Aufbereitung durch die Plaud-Software, die auch komplexe Aufnahmen zuverlässig auswertet und in gewünschter Form darstellt. Tüpfelchen auf dem intelligenten i ist die Desktop-Anwendung, die alle Aufzeichnungen synchron hält und die komfortable Bearbeitung und Verwaltung am Rechner erlaubt.