Testbericht

Kompaktlautsprecher Magico Mini II

6.9.2009 von Redaktion connect und Wolfram Eifert

An der "kleinen" Magico Mini II (37000 Euro das Paar) fasziniert die überragende Homogenität und Reife bei gleichzeitig maximaler Offenheit. Die Mini lässt jedes noch so winzige Detail atmen und klingt betörend schön.

ca. 1:40 Min
Testbericht
  1. Kompaktlautsprecher Magico Mini II
  2. Datenblatt
Kompaktlautsprecher Magico Mini II
Kompaktlautsprecher Magico Mini II
© Archiv
Kompaktlautsprecher Magico Mini II
Die Konusmembran kann einen Menschen tragen, ohne aus der Form zu geraten. Das Material stammt aus der Luftfahrttechnik.
© Julian Bauer

Magico - schon der Name klingt nach Zauberei, und auch die Fachpresse ist voll des Lobes: Auf den Messen dieser Welt jedenfalls kassiert die nahe San Franzisko residierende Firma eine Auszeichnung nach der anderen.

Nach außen umgibt sich Magico gern mit einer Aura des Geheimnisvollen. Nur soviel ist bekannt: Firmenchef Alon Wolf strebt immer nach dem Ultimativen - was sich naturgemäß auch im Preis niederschlägt. Satte 37_000 Euro verlangen deutsche Händler für das derzeit kleinste Modell vom Typ Mini II, das damit teurer kommt als die Standbox V 3, immerhin Referenz bei stereoplay. Tröstlich: Der sackschwere, im Konzept integrierte Boxenständer ist darin bereits enthalten.

Von den rund 90 Kilogramm Gesamtgewicht gehen fast zwei Drittel auf das Konto des Ständers. Drei in Halbschalen gelagerte Stahlkugeln koppeln Box und Stativ. Das Gehäuse besteht größtenteils aus aberwitzig dickem Birkensperrholz, Front und Rücken dagegen aus zentimeterdickem Aluminium.

Kompaktlautsprecher Magico Mini II
Die rundliche Form, absolut steifes Holz und vielfache Streben machen die Magico unerschütterlich. Der besseren Impulstreue wegen gibt es keinerlei Bassreflexrohre.
© Julian Bauer

Dem Hochton-Ringradiator von Scan Speak (siehe Beitrag "Kompaktlautsprecher GamuT El Superiores 3") steht ein 7-Zoll-Konus zur Seite, dessen wie aus Stoff geflochten erscheinende Membran derart stabil ausfällt, dass sie im ausgebauten Zustand mühelos einen Menschen trägt. Chefredakteur Holger Biermann konnte sich beim V-3-Test selbst davon überzeugen: Mensch und Membran blieben bei diesem Test unverformt.

Klanglich gefiel die Magico durch eine überragende Geschlossenheit, mit der sie die Jury über viele Stunden in ihren Bann zog.

Sie war dem Rest des Feldes derart klar überlegen, dass jeder Boxenwechsel am Mienenspiel abzulesen war: Jedesmal, wenn die Magico wieder neu aufgebaut wurde, gingen die Mundwinkel noch weiter nach oben.

Kompaktlautsprecher Magico Mini II
Der Ständer ist in Form und Schwingungsverhalten auf die Box abgestimmt. Der Bodenkopplung dienen Spikes, die mitgelieferten Stahlkugeln zwischen Box und Ständer steigern Luftigkeit & Präzision.
© Julian Bauer

Die Magico traf einfach die Klangfarben mit Abstand am genauesten. Die feinen Nuanchen einer Stimme - die Magico zelebrierte sie unfasslich echt. Mit der Mini II schien es, als würde ein leichter Schleier von den Aufnahmen genommen. Die Unterschiede zwischen einem Fagott und einer Oboe wurden  hier noch einmal klarer, das Klangbild noch dreidimensionaler und "richtiger" abgebildet. Und trotz ihrer alles überragenden Deutlichkeit tönte die Magico immer vollkommen unaufgeregt, atemberaubend schön und bestechend natürlich.

Ein Dämpfer kam erst von unerwarteter Seite. Die größere, technisch jüngere Schwester V 3 war in fast allen Belangen - nicht nur in Sachen Punch und Tiefbass - besser. Doch dieser innerfamiläre Disput ändert nichts am Ergebnis: Die "kleine" Magico ist stereoplay Referenz - fraglos die beste Kompaktbox der Welt.

Magico Mini II

Magico Mini II
Hersteller Magico
Preis 37000.00 €
Wertung 63.0 Punkte
Testverfahren 1.0

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