Laifen Wave Pro im Test: Doppelt putzt besser
Die Wave Pro von Laifen vereint zwei Putzsysteme und kann im Test mit gründlicher und gleichzeitig schonender Reinigung überzeugen.
Mit der Wave Pro baut Laifen seine Expertise in Sachen Zahnpflege aus. Nach dem Modell Wave (hier unser Test) kommt nun die Wave Pro. Die setzt wie der Vorgänger auf die von Laifen entwickelte Kombination aus Oszillation und Schallvibration. Das Servosystem fußt auf der vom amerikanischen Zahnarzt...
Mit der Wave Pro baut Laifen seine Expertise in Sachen Zahnpflege aus. Nach dem Modell Wave (hier unser Test) kommt nun die Wave Pro. Die setzt wie der Vorgänger auf die von Laifen entwickelte Kombination aus Oszillation und Schallvibration. Das Servosystem fußt auf der vom amerikanischen Zahnarzt Charles Bass entwickelten Reinigungsmethode: Die Zahnbürste wird im 45‑Grad‑Winkel zum Zahn angesetzt, sodass die Borsten halb auf dem Zahnfleisch und halb auf der Zahnoberfläche liegen. Anschließend wird sie mit kleinen, rüttelnden Bewegungen gegen den Zahnfleischrand geführt.
Weil das mit der Handzahnbürste oft schiefgeht, hat Laifen das Prinzip automatisiert. Die Wave Pro schafft bis zu 66.000 Vibrationen pro Minute und deckt in der Horizontalen einen 60-Grad-Winkel mit oszillierenden Bewegungen ab – das ermöglicht eine sehr gründliche, gleichzeitig aber schonende Reinigung, weil mehr Zahnfläche in kürzerer Zeit abgedeckt wird und die Beläge (Plague) effizient entfernt werden.
Zwei Putzmodi, Timer, Drucksensor
Zur komfortablen Nutzung koppelt man die Wave Pro mit der App des Herstellers. Darin kann man die Intensität und Dauer der Reinigung anpassen. Es gibt zwei Modi: die normale Reinigung und die zuschaltbare Intensivreinigung. Bei Letzterer nutzt Laifen einen PID-dynamischen Kompensationsalgorithmus, der die Änderungen des Drucks auf die Zähne in Echtzeit analysiert und die Motorleistung dynamisch anpasst, sodass die Wave Pro Vibration und Drehbewegungen in jeder Lage stabil hält.
Ob normal oder intensiv: In der App und auch am Handstück lassen sich drei Stufen durchschalten: sanfte, angenehme oder tiefe Reinigung. Laifen bietet hier jeweils drei sinnvoll abgestimmte Voreinstellungen; wer will, kann die Parameter in der App auch anpassen: Vibrationsintensität, Schwingamplitude und Schwinggeschwindigkeit. Zudem lässt sich die Putzdauer in 30-Sekunden-Schritten von 1 Minute bis zu 5 Minuten anpassen. Zahnärztlich empfohlen sind mindestens 2 Minuten.
Im Test hat die Wave Pro die Einstellung allerdings ab und zu eigenständig geändert, sodass wir in der App nachjustieren mussten. Das wäre ein Thema fürs nächste Firmware-Update.
Ein wichtiger Fortschritt gegenüber der Wave: Die Pro-Version hat einen Sensor, der vor zu starkem Druck warnt und die Motorleistung reduziert, um Zahnfleisch und Zahnschmelz zu schützen. Die Empfindlichkeit lässt sich in der App unter dem etwas ungeschickt übersetzten Begriff “Überdruck-Einstellung” in drei Stufen anpassen. Ein Timer fordert auf Wunsch zum Wechsel des Quadranten im Mund auf, anders als bei der Wave passt die Software die Erinnerung an die gewählte Putzzeit an – bravo!
Übersichtliche App, smarte Komfortfeatures
Statistiker können Putzdauer, Anzahl und Druck pro Tag in der App nachverfolgen und ihre Putzroutine entsprechend optimieren. Sehr gut: Die App präsentiert sich aufgeräumt und konzentriert sich auf die wesentlichen Features. Neben Putzdauer und Intensität gibt es noch ein paar feine Extras zu entdecken: Der Bürstenaufsatz dreht sich beispielsweise nach dem Abschalten im Liegen automatisch nach oben und im Stehen nach hinten, vor allem letzteres schützt die Borsten nach dem Abspülen effektiv vor Verschmutzung durch Spritzwasser oder ähnliches.
Hochwertige Hardware
Das Handstück, das die Technik beherbergt, ist ein echtes Schmuckstück: Es ist aus einem Guss gefertigt, außer den feinen Öffnungen vor den LEDs gibt es keinerlei Öffnungen oder Spaltmaße, in denen sich Zahnpastareste sammeln könnten. Die kompakte Größe erleichtert die Führung der Bürste im Mund, trotzdem liegt sie sicher in der Hand. Selbstverständlich ist die Wave Pro auch wasserdicht (IPX-Standard) und lässt sich einfach unter fließendem Wasser abspülen.
Es stehen verschiedene Ausführungen von ABS über Aluminium bis zu poliertem Edelstahl zur Wahl; wir hatten die Alu-Version in zartem Blauton im Test, die durch ihren edlen Look und das hochwertige Material optisch auf ganzer Linie überzeugt hat.
Die Preise sehen wie folgt aus (UVP):
- ABS‑Varianten in Black / White / Blue / Pink: 99,99 Euro
- Aluminum Alloy in Space Gray / Blue / Pink / Original: 119,99 Euro
- Polished Stainless Steel und Transparent Black: 139,99 Euro
Neu ist das Design „Transparent Black“, bei dem Teile des Innenlebens sichtbar sind, was besonders Tech-Nerds freuen dürfte.
Neue Bürstenköpfe, lange Akkulaufzeit
Speziell entwickelte Bürstenköpfe mit multifunktionalen Borsten und weicher TPE-Beschichtung sollen schwer erreichbare Bereiche besser reinigen und das Zahnfleisch gleichzeitig schützen. Uns haben die Aufsätze im Test überzeugt, auch auf Stufe 3 mit Intensivreinigung über mehrere Wochen hatten wir keine Zahnfleischprobleme.
Unserem Testgerät lagen zwei Bürstenköpfe bei. So kurz nach dem Marktstart (am 10.3.26) waren noch keine Ersatzbürsten verfügbar, man kann aber auch die Aufsätze für die Wave nutzen. Die sind vergleichsweise günstig; was die verbesserte Version für die Wave Pro kosten wird, ist noch offen.
Die Akkulaufzeit von bis zu 70 Tagen (bei zweimal täglicher Nutzung) macht die Wave Pro besonders reisefreundlich. Aufgeladen wird sie durch Induktion auf einem optisch zum Handstück passenden runden Kunststoff-Pad. Dessen hochwertiges Kabel endet in einem USB-C-Stecker; ein Netzteil muss man selbst beisteuern.
Fazit: Putzt prima, sieht top aus und hält lange durch
Die Laifen Wave Pro überzeugt als Premium-Zahnbürste. Das hochwertige Handstück ist Handschmeichler und Blickfang in einem, die innovative Doppeltechnik aus 66.000 Schallvibrationen und 60-Grad-Oszillation sorgt für eine gründliche, zahnfleischschonende Reinigung. Via App lassen sich die Parameter einfach anpassen. Die lange Akkulaufzeit ist ein weitere Pluspunkt.
