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Mit komplettem Ökosystem

Speediance Velonix im Test: Smartes Indoor-Bike

Das Velonix arbeitet mit elektrischem Widerstandsantrieb und bietet auf dem großen Touchdisplay eine eigene Software-Plattform. Kann das Bike im Home-Training überzeugen?

Autor: Monika Klein • 29.3.2026 • ca. 3:35 Min

Online-Siegel
sehr gut
SpeedianceVeloNix
Smartes Indoor-Bike
März 2026 Zum Produkt
speediance-velonix-lifestyle
Radsport zu Hause: Das Velonix von Speediance ist eine gute Lösung für ambitionierte Hobbysportlerinnen und -sportler.
© Speediance
Frag’ die KI

Das Speediance Velonix tritt als smartes High‑End‑Indoor‑Bike an, das klassisches Rollentraining durch einen leisen, elektronisch gesteuerten Motorantrieb und eine integrierte Softwareplattform ersetzt. Gestartet ist das Velonix mit einer UVP von knapp 3000 Euro, aktuell liegt der Preis bei 23...

Pro

  • sehr leiser Betrieb, wohnzimmertauglich
  • schnelle Widerstandsreaktion
  • realistische Steigungs‑/Downhill‑Simulation
  • hohe Leistungsreserven
  • integrierter 21,5‑Zoll‑Screen
  • flüssige Bedienung
  • gutes Software‑Ökosystem inklusive Zwift‑Anbindung
  • geschlossene Bauweise, insgesamt hochwertiger Eindruck von Rahmen und Komponenten

Contra

  • kein Hauptschalter, Standby mit leichtem Lüfter‑/Elektronikgeräusch
  • leichtes Wackeln bei harten Sprints

Fazit

Das Speediance Velonix ist ein leistungsfähiges Smart‑Bike mit leisem, schnell reagierendem Motor. Wer ein integriertes System mit großem Screen, starker Software-Plattform und Zwift‑Support sucht, bekommt hier ein hochwertiges Trainingsgerät. Mangels Netzschalter ist das Velonix allerdings ständig im Standby-Betrieb, außer man zieht den Stecker. Zudem zeigt es bei maximaler Belastung etwas Bewegung im Rahmen.

Das Speediance Velonix tritt als smartes High‑End‑Indoor‑Bike an, das klassisches Rollentraining durch einen leisen, elektronisch gesteuerten Motorantrieb und eine integrierte Softwareplattform ersetzt. Gestartet ist das Velonix mit einer UVP von knapp 3000 Euro, aktuell liegt der Preis bei 2380 Euro.

Hochwertige Ausstattung

Dafür bekommt man ein schickes Bike mit einteiligem Rahmen aus Aluminium. Die Verarbeitung ist hochwertig, alle Komponenten machen einen sehr soliden Eindruck. Dass das Velonix kein Klappergestell ist, zeigt schon die Auslegung für bis zu 130 Kilo schwere Menschen mit bis zu 2,20 Meter Körpergröße. Dennoch braucht das Bike nur 0,85 m2 Stellfläche. Transportrollen vorne erleichtern das Rangieren im Raum, wobei das Anheben des 48 Kilo schweren Bikes kein Zuckerschlecken ist.

Das Velonix setzt statt auf ein Schwungrad auf einen leisen 2.300‑Watt‑Elektromotor, der den Widerstand vollständig elektronisch erzeugt und Steigungen bis 30 Prozent sowie Abfahrten simuliert. Der Hersteller nennt ein Drehmoment von 180 Nm und eine Leistungsabweichung von unter einem Prozent, eine manuelle Kalibrierung ist nicht vorgesehen.

Gesteuert wird das Velonix über einen fest verbauten 21,5‑Zoll‑Touchscreen mit Full‑HD‑Auflösung und 60 Hz, hinter dem ein Octa‑Core‑SoC, 8 GB RAM und 128 GB Speicher arbeiten. WLAN, Bluetooth 5.0, zwei USB‑C‑Ports und ein integriertes 2.1‑Audiosystem runden die Ausstattung ab. Sowohl die Bildqualität als auch der Ton haben im Test überzeugt. Auf Eingaben reagiert das Display schnell und zuverlässig.

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Höhe und Ausrichtung des Sattels lassen sich einfach anpassen. Material und Verarbeitung sind hochwertig.
© connect
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Am Drehrad vorne ist die Lenkerhöhe justierbar. Ein LED-Ring zeigt die Belastung. Die Pedale sind für Einsteiger okay, ambitionierte Fahrer können sie gegen SPD‑ oder Klickpedale wechseln.
© connect

Bedienung und Ergonomie

Die Sitzposition lässt sich in Höhe, Abstand und Neigung anpassen. Sehr gut: Im Software-Menü helfen Video-Tutorials beim Einrichten und zeigen, wie man die korrekte Position findet – allerdings nur auf Englisch. Am höhenverstellbaren Lenker visualisiert ein LED-Ring Trainingsintensität oder Zonen, dazu kommen Schaltwippen für eine virtuelle Schaltung wahlweise nach Standard-, Shimano‑ oder SRAM‑Logik sowie Tasten zur direkten Steigungsanpassung.

Der fest verbaute Screen fungiert als Steuerzentrale für alle Trainingsmodi, Einstellungen und Medieninhalte und macht zusätzliche Endgeräte grundsätzlich überflüssig. Damit ist das System sehr integriert, aber weniger flexibel als ein „Headless“-Trainer, bei dem man frei zwischen TV, Tablet oder PC wechseln kann.

Software und Trainingsfunktionen

Zentrale Steuerungs- und Analyseplattform ist die umfangreiche Speediance-Software. Zur Nutzung erstellt man einen Account in der App und kann sich damit dann auch auf dem Velonix einloggen. Die Plattform bietet geführte Einheiten, Auswertungen und Gerätesteuerung in einer Oberfläche und soll das Training möglichst nahtlos begleiten. Je nach genutztem Gerät stehen unterschiedliche Funktionen im Vordergrund.

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Der große Screen setzt die Inhalte gut in Szene. Für Einsteiger gibt's Tipps, auf dem Startscreen wählt man das Training aus. Es gibt Indoor-Kurse. Auf der Weltkarte kann man Strecken auf der ganzen Welt suchen. Die Outdoor-Trips zeigen die Trips aus Perspektive des Fahrenden.
© connect

Beim Velonix gibt es einen Freeride‑Modus mit Anzeige von Zeit, Strecke, Leistung, Trittfrequenz und Kalorien sowie strukturierte Workouts wie Intervall‑, Kraft‑ und Erholungs­einheiten. FTP‑basiertes Training mit Leistungszonen wird unterstützt, ebenso ein ERG‑Modus, bei dem kuratierte Workouts den Widerstand automatisch vorgeben. Damit das stationäre Radeln nicht langweilig wird, stehen viele Optionen und Streckenverläufe zur Auswahl, darunter viele reizvolle Outdoor-Touren, die auf die eigene Leistung angepasste Trainingsanweisungen enthalten; hier gibt es auch deutsche Kurse.

Das Velonix ist zudem mit Zwift kompatibel (einer Mischung aus Trainingsplattform, Online‑Rennsimulation und Social‑Hub für Indoor‑Cycling und -Running), inklusive automatischer Anpassung an virtuelle Steigungen und Abfahrten. Darüber hinaus erweitert Speediance sein System um Wellness- und Ernährungsfunktionen. Und wer beim eher lockeren Training gerne Serien oder Filme schaut, kann sich in Netflix, Prime Video, Disney+ und andere Streamingdienste einloggen, ein Account ist hier Voraussetzung.

Grundfunktionen kostenlos, Abomodell bietet mehr

Die Basis‑App und die grundlegenden Trainingsfunktionen (wie standardisierte Workouts, Trainingsverlauf, einfache Auswertungen) sind kostenlos. Wer sich für das Abo-Modell Wellness+ entscheidet (22,99 Euro/Monat, Jahresabo 169,99 Euro), bekommt zusätzlich analytische und KI‑basierte Dienste, etwa einen KI‑Coach, der Trainingsziele wie Fettabbau oder Muskelaufbau individuell anpasst, sowie adaptive Trainingspläne, die sich an Fortschritt und Leistungsdaten orientieren. Hinzu kommen erweiterte Analysefunktionen, detaillierte Auswertungen, ein Chat für Fragen zu Training und Setup sowie Ernährungsfunktionen, die Lebensmittel und Essenszusammenstellung per KI auswerten und in den Gesundheitskontext einordnen (mehr Infos hier).

Gutes Fahrgefühl, schnelle Reaktion

Kommen wir zum Praxiseinsatz. Was gleich positiv auffällt: Das Velonox ist im Betrieb sehr leise, was es wohnzimmertauglich macht. Grundsätzlich steht das Rad sehr stabil, bei engagierten Sprints und stehendem Wiegetritt kann es je nach Körperkonstitution leicht wackeln. Die Widerstandsregelung reagiert schnell, sowohl im ERG‑Modus als auch bei virtuellen Steigungen, sodass saubere Intervalle möglich sind. Die Steigungssimulation und die Leistungsreserven sind realistisch und auch für schwere oder sehr leistungsstarke Menschen geeignet. Schade ist nur, dass es keinen Netzschalter hat; zieht man nicht den Stecker, bleibt das Velonix permanent im Standby-Modus, in dem bei Stille ein leises Lüftergeräusch hört.

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sehr gut
SpeedianceVeloNix
Smartes Indoor-Bike
März 2026 Zum Produkt

Fazit: Überzeugendes Gesamtpaket

Das Speediance Velonix ist ein leistungsfähiges Smart‑Bike mit leisem, schnell reagierendem Motor. Wer ein integriertes System mit großem Screen, starker Software-Plattform und Zwift‑Support sucht, bekommt hier ein hochwertiges Trainingsgerät. Mangels Netzschalter ist das Velonix allerdings ständig im Standby-Betrieb, außer man zieht den Stecker. Zudem zeigt es bei maximaler Belastung etwas Bewegung im Rahmen.