Hutt 10 Fensterputzroboter im Test: Schafft auch kleine Fenster
Der Hutt 10 kommt mit rundem und eckigem Wischpad und soll sich so auch für kleinere Fenster eignen. Ob's gelingt, zeigt unser Test.
Fensterputzen ist eine der lästigsten Arbeiten im Haushalt. Spezielle Roboter kommen da wie gerufen, vor allem wenn man große Glasflächen wie Wintergärten oder auch Dachfenster besitzt und beim Putzen nicht auf eine Leiter klettern will. Von Hutt kommt mit dem Hutt 10 ein neues Modell, das sich ...
Fensterputzen ist eine der lästigsten Arbeiten im Haushalt. Spezielle Roboter kommen da wie gerufen, vor allem wenn man große Glasflächen wie Wintergärten oder auch Dachfenster besitzt und beim Putzen nicht auf eine Leiter klettern will. Von Hutt kommt mit dem Hutt 10 ein neues Modell, das sich auch für etwas kleinere, schmale und runde Glasflächen eignen soll. Wir haben mit ihm den Frühjahrsputz erledigt und zeigen, ob sich die Anschaffung lohnt.
Lieferumfang und Verarbeitung
Zum Lieferumfang gehören neben dem Roboter ein Stromkabel samt Netzteil, eine Fernbedienung, eine Wasserflasche zum Befüllen des Tankes sowie eine Bedienungsanleitung und ein Satz Wischbezüge als Ersatz. Leider liegt kein Reinigungsmittel bei. Der UVP für den Hutt 10 liegt bei 299 Euro. Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Der Roboter selbst besitzt eine kompakte Form und ist mit einem Gewicht von rund 1,4 Kilogramm auch nicht zu schwer.
Er ist sowohl mit einem runden als auch mit einem eckigen Wischpad ausgestattet. Seitlich befindet sich eine Sprühdüse. Der Wassertank fasst 80 Milliliter, ist aber leider nicht abnehmbar. Das ist etwas unpraktisch, denn beim Ausleeren bleibt bauartbedingt immer etwas Restwasser zurück. An der Oberseite ist das Sicherungsseil fest verbaut und mit 4,5 Metern ausreichend lang. Es schützt den Roboter - gerade wenn Dachfenster oder schwer zugängliche Stellen geputzt werden sollen - vor unvorhersehbaren Abstürzen. Da er mit Strom betrieben wird, muss eine Steckdose in der Nähe sein. Für eventuelle Stromausfälle ist ein kleiner Akku integriert, der die Saugkraft für rund 30 Minuten aufrechterhält.
Sehr einfache Bedienung
Die Bedienung des Hutt 10 ist relativ simpel. Nachdem das Kabel in die Steckdose gesteckt wurde, positioniert man das Gerät auf der Fensterscheibe und drückt anschließend auf den An/Aus-Schalter an der Oberseite. Nun saugt sich der Roboter an der Scheibe fest. Zum Start drückt man nochmals etwa drei Sekunden auf die Taste. Der Roboter reinigt nun im Standardmodus die Scheibe. Dazu fährt er zuerst an die Oberseite des Fensters und klettert im weiteren Verlauf bis an die Unterkante.
Wir haben bei unserer Balkontür einmal die Zeit gestoppt: Rund sechs Minuten brauchte der Roboter für die Reinigung und fuhr danach wieder an seine Ausgangsposition zurück. Die Sprühdüse gibt gezielt etwas Wasser ab, danach reinigt er zuerst mit dem runden Wischpad und wischt danach mit dem viereckigen Pad nach.
Die Saugleistung des Hutt 10 ist recht gut, er haftet gut an der Scheibe und lässt sich auch einfach wieder abnehmen. Fensterrahmen und Kanten werden zuverlässig erkannt, das hat uns gut gefallen. Insgesamt bietet der Hutt 10 fünf Reinigungsmodi, die sich per Fernbedienung auswählen lassen. Zudem lassen sich auch gezielt Stellen mehrfach putzen, die besonders schmutzig sind.
Gute Reinigungsergebnisse auf ebenen Flächen
Wir haben mit dem Hutt 10 testweise mehrere Fenster gesäubert, darunter kleine Fenster und die Balkontür. Das Reinigungsergebnis auf der ebenen Fläche war durchgängig gut und ganz ohne Streifen und Schlieren. Auch Fingerabdrücke putzte der Roboter zuverlässig weg, ebenso Blütenstaub. Der Tankinhalt von 80 Millilitern reichte für die gesamte Wohnung, es musste kein Wasser nachgefüllt werden. Für stärker verschmutzte Fenster sollte allerdings ein Zusatz in den Tank gefüllt werden, der allerdings separat gekauft werden muss.
Etwas problematisch sind hingegen die Fensterecken. Aufgrund der runden Bauform des einen Wischpads (sowie der Gummifüße außen am Viereck-Pad) kam der Roboter nicht bis ganz in die Ecken. Diese mussten von uns händisch gereinigt werden. Das ist an sich kein Problem bei Fenstern, die gut erreichbar sind. Bei Dachfenstern allerdings nicht so optimal. Hier ist ein rein viereckiges Gerät die bessere Wahl. Wer allerdings auch runde Fenster oder Glasflächen besitzt, ist mit dem Gerät gut bedient.
Fazit
Der Hutt 10 ist ein handlicher Fensterputzroboter, der sich für kleinere und runde Fenster, aber auch Balkontüren eignet. Das Gerät besitzt fünf Reinigungsmodi und säubert damit auch stärker verschmutzte Scheiben. Die Bedienung ist simpel, zudem haftet das Gerät gut am Fenster. Auf ebenen Flächen ist die Reinigungsleistung gut, die Scheiben sind streifen- und schlierenfrei. Aufgrund der Bauart kommt der Roboter allerdings nicht in die Ecken. Auch ein abnehmbarer Tank wäre optimaler.
