Menü

Testbericht Nokia Lumia 710 im Test

von
Nokia Lumia 710
Labortest
79 %
Zuletzt aktualisiert: 17.04.2014
Nokia Lumia 710
Smartphones
Pro
  • gute Hardwarebasis
  • gute Akustik
  • sehr gute Funkeigenschaften
Contra
  • kurze Ausdauer
Fazit

Gu?nstiges Windows Phone mit knapper Ausdauer, aber sehr guter Sende- und Empfangsqualität.

Mit dem Lumia 710 macht Nokia eine Hoffnung wahr und bringt Windows Phone in günstigere Regionen. Wir haben das zweite Modell der Lumia-Serie ausführlich getestet.

Als Nokia zum Auftaktereignis der lang angekündigten Kooperation mit Microsoft nur ein Modell mit dem Betriebssystem aus Seattle vorstellte, waren viele Insider enttäuscht. Immerhin ist das Lumia 800 mit seinem aus einem Stück Polycarbonat gefrästen, ultraschlanken und handschmeichlerischen Gehäuse in jeder Hinsicht extravagant. Doch etwas mehr Abwechslung hätten viele Branchenkenner Nokia schon zugetraut – wir inklusive.

Günstiger Einstieg

Ein Gerät, das bei Nokia Ende Oktober noch in Arbeit war, ist nun verfügbar. Das Lumia 710 erfüllt dabei den wohl sehnlichsten Wunsch – den nach günstigerer Windows-Phone-Technik. Mit 320 Euro als Preisempfehlung unterbietet es bisherige Modelle deutlich. Ein Unibody-Gehäuse gibt es zu diesem Kurs natürlich nicht, doch insgesamt sind Verarbeitung und Haptik des Lumia 710 gelungen. Es fand sich sogar ein Kollege, der den konventionell gestalteten Neuling seinem hippen Vorgänger vorzog. Beim Newcomer sind die drei obligatorischen Tasten von Windows Phone dank mechanischer Ausführung sicher vor ungewollter Fehlbedienung. Einen dezenten Hinweis aufs eingesparte Geld gibt die rückseitige Abdeckung durch leichtes Knarzen unter Druck. Doch immerhin lässt sich hier der Akku wechseln.

Nokia Lumia 710: Die Rückseite knarzt unter Druck, aber immerhin kann man den Akku wechseln.
Nokia Lumia 710: Die Rückseite knarzt unter Druck, aber immerhin kann man den Akku wechseln. ©

Zu schnell außer Puste

Bei der unterdurchschnittlichen typischen Ausdauer, die beim Lumia 710 bei 3:29 Stunden liegt, kann sich dies für Intensivnutzer als großer Vorteil erweisen. In der Standby-Zeit übertrifft das neue Lumia sein älteres Schwestermodell. Das kann entweder am weiter optimierten Betriebssystem liegen, das Energiemanagement ist meist der Funktionsblock, an dem zuletzt gearbeitet wird. Oder es liegt am deutlich kleineren Flashspeicher. Verfügbar sind beim 710 etwa 5 Gigabyte gegenüber 13,5 beim 800. Das ist knapp, zumal das Lumia dazu einlädt, sich zusätzlich zur großen Musiksammlung noch kostenloses Kartenmaterial zur kompetenten Nokia Navigation aufs Gerät zu laden.

vergrößern

Eine Speicherkarte für den Ausbau unterstützt das Lumia 710 nicht. Zur Not muss in die leider nicht immer verfügbare Cloud ausgelagert werden, 25 Gigabyte Skydrive-Speicher sind bei Windows-Phones inklusive. Zur Nutzung ist ein mit Windows-Live-ID versehener kostenloser Hotmail-Account erforderlich, über den man auch Telefonbuch, Kalender und Mails mit dem PC abgleichen kann. Über den Umweg des „Outlook Hotmail Connectors“ ist so sogar der Sync mit Outlook ab Version 2003 (32 bit) und 2010 (64 bit) möglich.

Nokia: Alle Smartphone- und Handy-Tests im Überblick

Preiswerter Techniktransfer

Travel companion: Unser Testgerät bietet potente Navi, schwächelt aber beim GPS. / Vorschlagswesen: Für Apps und Musik hat das Lumia 710 eigene Vorschläge parat.
Travel companion: Unser Testgerät bietet potente Navi, schwächelt aber beim GPS. / Vorschlagswesen: Für Apps und Musik hat das Lumia 710 eigene Vorschläge parat. ©

Keine Abstriche macht Nokia bei der Hardwarebasis: Auch beim 710 kommt schnelle 1,4-Gigahertz-Snapdragon-Technik zum Einsatz. Damit steht die drahtlose Connectivity auf festen Füßen, bis HSPA mit 14,4 und 5,76 Mbit/s werden alle gängigen Mobilfunkstandards unterhalb von LTE unterstützt. Hierbei gelingt es dem Lumia 710 sogar, das in den Funkmessungen schon gute Lumia 800 noch einmal zu übertrumpfen. Auch akustisch ist es dem hier ebenfalls überzeugenden Schwestermodell überlegen, messtechnisch repräsentiert es das zur Zeit Machbare und streicht dafür ein seltenes „Sehr gut“ ein. Nur auf das farbstarke OLED-Display verzichtet das 710. Seine in der Auflösung von 800 x 480 Pixeln und in der Diagonale von 3,7-Zoll gleich gebliebene Anzeige ist dafür deutlich heller, was zumindest an Sonnentagen auch einen Vorteil bringt.

Alle Handy/Smartphone Tests

Unterm Strich kann das Lumia 710 neben dem günstigeren Preis eine ganze Reihe anderer kleiner Vorteile gegenüber dem statusträchtigeren Lumia 800 geltend machen.

comments powered by Disqus
Inhalt
  1. Nokia Lumia 710 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
x