Testbericht

Panasonic DMP-BD35

Der Panasonic versteht Blu-ray Discs mit dem Zusatz "BD-Live".

  1. Panasonic DMP-BD35
  2. Datenblatt
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© Archiv

Die Netzwerk-Anschlüsse auf der Rückseite der Geräte erinnern an einen Computer. Meistens werden diese nur für Firmware-Updates genutzt, mit denen die Player regelmäßig gefüttert werden sollten. Beim Panasonic dient die Netzwerkbuchse darüber hinaus dem interaktiven Zutritt zum Internet. Mit dem Logo "BD-Live" gekennzeichnete Blu-ray-Discs erlauben den Download von (häufig noch wenig attraktivem) Bonusmaterial wie Spielen oder Trailern, die sich der Panasonic auf Wunsch in den internen Speicher holt.

Videochips für jeden Geschmack

Wenn allerdings eine High-Definition-Scheibe läuft, tut sie dies natürlich in der besten Videoauflösung. Alle Testkandidaten beherrschen Full-HD, also 1080 mal 1920 Pixel im Vollbildmodus, problemlos auch in der originalen Kino-Bildwiederholrate von 24 Bildern pro Sekunde. Ausgegeben wird diese Auflösung nur per HDMI; die analogen YUV-Ausgänge erlauben die 1080-Pixel-Größe lediglich im Halbbild-Verfahren. Besonders interessant: In allen drei Geräten kommen für die Bildverarbeitung unterschiedliche Videochipsätze zum Einsatz. So arbeitet im Panasonic der hauseigene "UniPhier", bestehend aus Decoder für die verschiedensten Videoformate, Chroma-Prozessor und Scaler/De-Interlacer.  

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© J. Winkler, MPS-Fotostudio

Sparsam: kein analoger Mehrkanal-Ausgang, kein Digital-Koax, aber dafür BD-Live.

Die Ergebnisse mit Blu-ray-Video waren bei allen ähnlich gut: flüssige, stabile Bewegungen, kontrastreiche Farben, sauber interpolierte Linien. Erst spezielle Testscheiben offenbar-ten die leichten Schwächen im HD-Bild: Panasonic und Samsung boten nur eine befriedigende Rauschunterdrückung; der Sony hat die in monochromen Flächen oft auftretende Körnung besser im Griff. Beim De-Interlacing zeigte er sich dagegen nicht ganz so souverän wie seine Testkonkurrenten. Im Vergleich zur HD-Leistung erheblich teurerer Player mussten sich die drei günstigen Vertreter freilich beileibe nicht verstecken. 

Durch die Aufbereitung der PAL-Bilder für HD-fähige Bildschirme - die Auflösung verfünffacht sich dabei - wird auch die Körnung verstärkt. Der Panasonic verlor etwas an Schärfe, wenn er mit Noise-Reduction konterte. 

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© J. Winkler, MPS-Fotostudio

Selektiert: Auf der Videoplatine rechts sitzt der "UniPhier"-Chip aus der hauseigenen Produktion.

Ausgangssperre

Der größte Unterschied zu teureren Blu-ray-Playern zeigt sich jedoch in der Akustikausstattung - beispielsweise beim Blick auf die analogen Ausgänge. Sowohl der Sony als auch der Panasonic geizen mit Cinch-Anschlüssen und bieten nur ein mageres Stereopaar an. Beim Panasonic fehlt sogar der digitale Koax-Ausgang; lediglich Lichtwellenleiter bekommen neben dem HDMI-Anschluss digitale Tonkost serviert. Schade, hat sich doch nach vielen Experimenten im AUDIO-Hörraum der SPDIF-Ausgang als beste klangliche Alternative für den gewöhnlichen Dolby-Digital- oder DTS-Surround-Sound bei der DVD-Wiedergabe bewährt; oft sogar besser als HDMI.

Hörtest

Spielte ein aktueller AV-Receiver mit allen nötigen Schikanen und aktuellster HDMI-Version auf, klang der HD-Ton mit den Einsteigermodellen wunderbar. Zumindest, solange nicht ein  potenterer Player wie der DVD-2500BT von Denon (AUDIO 9/08, 1000 Euro) oder Pioneers BDP-LX71 (800 Euro) antrat. Dabei  fiel dann schnell auf, dass es besonders in puncto Räumlichkeit, Feindynamik und Detailreichtum noch ziemlich viel Luft nach oben gab. Der Pansonic spielte im HD-Surround-Durchgang leicht grundtonbetont, der Sony etwas geschmeidiger und dezenter, der Samsung eine Spur eleganter und auch kraftvoller.

Beim Digital-Surround-Test per Koax-Cinch oder optischen Ausgang konnte letzterer dagegen nicht ganz überzeugen. Hier wirkte der Panasonic eine Spur strukturierter und feindynamischer. 

Deutlich klarer und frischer zeigte sich der Panasonic DMP-BD35, wenn auch leicht metallisch-rauh in den Höhen. 

Panasonic DMP BD 35

HerstellerPanasonic
Preis350.00 €
Wertung86.0 Punkte
Testverfahren1.0

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