Fehler bei iPhone-App

Pokémon Go: Version 1.0.1 beschränkt Zugriffsrechte

Die iOS-Version des neuen Kultspiels Pokémon GO räumte seinem Anbieter weitreichende Rechte auf das Google-Konto der User ein. Ein Update beschränkt diese Rechte.

Pokémon Go

© Niantic

Pokémon GO ist in den USA bereits der Renner. In den nächsten Tagen soll es auch in Europa starten.

Nachdem aufgedeckt wurde, dass die in den USA verbreitete iOS-Version von Pokémon Go dem Betreiber der App, Niantic, uneingeschränkte Zugriffsrechte auf die Google-Daten seiner User erlaubte, steht jetzt die Lösung bereit. Niantic hat den "ungewollten Fehler" mit der Version 1.0.1 von Pokemon Go für iOS korrigiert. Das Update beschränkt die Rechte für den Betreiber, auf Google-Daten zugreifen zu können. Außerdem behebt sie diverse Bugs, die bislang zu Abstürzen des beliebten Augmented-Reality-Spiels führten.

In Deutschland ist Pokémon GO, das sich seit seinem US-Start in der letzten Woche zu einem Renner entwickelte, mittlerweile auch offiziell zu bekommen. Für iPhones steht bereits die Version 1.0.1 im App Store.

Pokémon GO verlangt vollen Zugriff auf Google-Konto (News vom 12.7.2016)

Die Verwirrung um die weitreichenden Zugriffsrechte des Spieleanbieters von Pokémon GO auf das Google-Konto der User scheint aufgeklärt. Gestern wurde erstmals bekannt, dass sich der Spieleanbieter Niantic (eine ehemalige Google-Tochter) in der iOS-App von Pokémon GO uneingeschränkte Zugriffsrechte auf das Google-Konto einräumt, mit dem sich die Spieler anmelden.

Dadurch bestünde die Gefahr, dass die Entwickler auch an private Informationen aus dem Google-Konto gelangen könnten und so etwa Mails an diesen Account lesen, Mails im Namen des Users verschicken, die Einträge in der Google Suche oder bei Google Maps checken oder Dokumente im Google Drive mitlesen können.

Berechtigungen werden eingeschränkt

Mittlerweile hat sich Niantic gegenüber The Verge dazu geäußert und eingeräumt, dass durch einen Fehler der volle Zugriff auf das Google-Konto der Pokémon-GO-Spieler in der iOS-App verlangt worden sei.

Das Unternehmen will aber nur die ID und die E-Mail-Adresse benutzt haben. Google bestätigte inzwischen, dass nur diese Informationen an Niantic gegangen seien. Google wird die Berechtigungen des Spieleherstellers bei Pokémon GO begrenzen, wie Niantic in der Erklärung gegenüber The Verge versicherte. Die User müssen dabei nicht selbst aktiv werden.

Zugriff auf Google-Konto unterbinden

Bis der Fehler behoben ist, können Sie den Vollzugriff mit einem Trick auch selbst unterbinden. Wenn Sie Pokémon GO bereits auf dem iPhone installiert haben, können Sie in ihrem Google-Konto nachsehen, welche Rechte der App eingeräumt wurden. Ist Pokémon GO dort vermerkt, klicken Sie auf entfernen, um den vollen Zugriff auf Ihr Konto zu unterbinden. Anschließend soll es weiterhin möglich sein, Pokémon GO ohne Einschränkungen zu spielen.

Pokémon GO - Europastart in den nächsten Tagen

Das Virtual Reality Spiel Pokémon GO ist seit letzter Wochen in den USA erhältlich. Aufgrund der massiven Nachfrage mussten die Anbieter die internationale Markteinführung der Spiele-App für Android-Smartphones und iPhones kurzzeitig stoppen, um ihre völlig überlasteten Server zu optimieren. Pokémon GO soll in den nächsten Tagen auch in Europa eingeführt werden.

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