Elektrische Türschlösser im Sicherheits-Check
Smarte Türschlösser im Check: Wie sicher sind Smart Locks wirklich?
Smart Locks bieten Sicherheitsfeatures wie Verschlüsselung und Alarmfunktionen – doch nicht jedes System ist gleich sicher. Worauf es zu achten gilt.
Smarte Türschlösser versprechen mehr Komfort im Alltag – doch wie steht es um die Sicherheit der digitalen Türwächter? Im Vergleich zeigt sich: Die Hersteller setzen auf unterschiedliche Schutzmechanismen, verschlüsselte Kommunikation und teilweise auf Zertifizierungen. Trotzdem gibt es bei e...
Smarte Türschlösser versprechen mehr Komfort im Alltag – doch wie steht es um die Sicherheit der digitalen Türwächter? Im Vergleich zeigt sich: Die Hersteller setzen auf unterschiedliche Schutzmechanismen, verschlüsselte Kommunikation und teilweise auf Zertifizierungen. Trotzdem gibt es bei einigen Modellen Sicherheitslücken, etwa bei der App-Steuerung oder im Umgang mit sensiblen Nutzerdaten.
Verschlüsselung & Zugriffsschutz: Das sind die Standards
Moderne Smart Locks wie das Nuki Smart Lock 3.0 Pro, das Yale Linus Smart Lock und das tedee Go nutzen durchweg verschlüsselte Kommunikation zwischen Schloss, Bridge und App. Häufig kommt dabei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Einsatz – eine Technik, die auch beim Online-Banking genutzt wird. Die Steuerung erfolgt meist per Bluetooth Low Energy (BLE) oder WLAN.
Wichtig: Eine verschlüsselte Verbindung allein genügt nicht. Auch die Sicherheit der zugehörigen Apps und die Handhabung von Benutzerrechten spielen eine entscheidende Rolle.
Zertifizierungen: Orientierung für Verbraucher
Einige Hersteller werben mit Sicherheitszertifikaten, etwa von AV-Test oder VDE. Diese Auszeichnungen prüfen Smart Locks auf Manipulationssicherheit, Datenschutz und Abwehr von Hackerangriffen. Nicht jedes Produkt ist jedoch entsprechend zertifiziert – wer maximale Sicherheit wünscht, sollte gezielt auf solche Siegel achten.
Das Nuki Smart Lock 3.0 Pro etwa trägt das AV-Test-Zertifikat für geprüfte Smart-Home-Produkte. Beim Yale Linus verweist der Hersteller auf VDE-Prüfungen. Billigere Modelle hingegen verzichten meist auf unabhängige Tests und bieten oft weniger Transparenz zu ihren Schutzmechanismen.
Schwachstellen & Updates: Ein Risiko?
Die größte Schwachstelle ist häufig die Anbindung ans Smart Home über externe Plattformen wie Alexa oder Google Assistant. Wer viele Systeme miteinander verknüpft, erhöht potenziell die Angriffsfläche. Ein weiteres Risiko: Unsichere Passwörter oder geteilte Zugänge für Gäste.
Positiv: Bei allen Topmodellen aus dem Test lassen sich Zugriffsrechte jederzeit anpassen oder widerrufen. Auch Sicherheitsupdates kommen regelmäßig – dennoch empfiehlt sich vor dem Kauf ein Blick auf die Update-Politik des Anbieters.
Datenschutz: Wer protokolliert Zugriffe?
Viele smarte Türschlösser erfassen, wann und von wem die Tür geöffnet wurde. Die Speicherung erfolgt entweder lokal oder in der Cloud. Hier unterscheiden sich die Anbieter deutlich: Während Nuki und Yale optionale Cloud-Anbindung bieten, legt tedee Wert auf Transparenz und informiert klar über die Datenverwendung. Besonders bei Modellen mit Servern außerhalb der EU ist es jedoch ratsam, die Datenschutzerklärung vor der Nutzung genau zu lesen.
Fazit: Sind Smart Locks sicher genug?
Wer Wert auf Komfort legt und aktuelle Sicherheitsstandards beachtet, kann smarte Türschlösser ohne schlechtes Gefühl nutzen. Entscheidende Kriterien sind eine starke Verschlüsselung, unabhängige Zertifikate und regelmäßige Updates. Besonders sicherheitsbewusste Nutzer sollten zudem auf lokale Datenhaltung und transparente Datenschutzerklärungen achten.
In unserem großen Smart-Lock-Vergleich haben wir zehn aktuelle Modelle getestet. Überzeugen konnten vor allem das Nuki Smart Lock 3.0 Pro und Yale Linus Smart Lock – beide bieten ein hohes Schutzniveau und flexible Bedienung. Den gesamten Vergleich mit den besten Smart Locks finden Sie hier.


