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Smart-Monitor mit Android

Thomson Go Plus Pro im Test: Mobiles Smart-Display mit Akku

Der Thomson Go Plus Pro ist ein mobiler 27-Zoll-Monitor mit Android, Touchscreen und Videokonferenz-Funktion. Wie gut er sich im Alltag schlägt, zeigt unser Test.

Autor: Matthias Metzler • 27.1.2026 • ca. 6:30 Min

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ThomsonGo Plus Pro
Smart Display
Januar 2026 Zum Produkt
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Der Thomson Go Plus Pro ist ein 27-Zoll-4K-Display mit einem rollbaren Standfuß.
© Matthias Metzler | connect
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Der Thomson Go Plus Pro (27UE7M45) ist eine Mischung aus mobilem Monitor, Smart-TV, Android-Tablet, Whiteboard und Videokonferenz-System. Der 27-Zöller löst in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) auf und setzt auf LED-Technologie. Die Betrachtungswinkel liegen laut Thomson bei 178 Grad – sowohl ho...

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Pro

  • Soundsystem mit Subwoofer im Standfuß
  • 4K-Streaming bei unterstützten Diensten
  • 4 Stunden Akku-Laufzeit
  • Android 14 mit Google Play Store vorinstalliert
  • Integrierte 5-MP-Kamera
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • Tablet-Monitor nicht als tragbares Tablet nutzbar
  • Tablet-Leistung im unteren Mittelfeld
  • maximale Helligkeit unter Herstellerangabe
  • Farbgenauigkeit ungeeignet für professionelle Bildbearbeitung
  • Touch-Funktion nicht für externe HDMI-Geräte nutzbar

Fazit

Der Thomson Go Plus Pro (27UE7M45) ist eine Mischung aus mobilem Monitor, Tablet, Smart-TV und Videokonferenz-System. Die Bildqualität gefällt für Streaming und Office, auch das eingebaute Soundsystem mit Subwoofer überzeugt. Der Straßenpreis um 650 Euro liegt im Rahmen vergleichbarer Einzelkomponenten, denen die Mobilität des Thomson Go Plus Pro jedoch fehlt.

Der Thomson Go Plus Pro (27UE7M45) ist eine Mischung aus mobilem Monitor, Smart-TV, Android-Tablet, Whiteboard und Videokonferenz-System. Der 27-Zöller löst in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) auf und setzt auf LED-Technologie. Die Betrachtungswinkel liegen laut Thomson bei 178 Grad – sowohl horizontal als auch vertikal. Der Hersteller gibt zudem eine maximale Helligkeit von 450 cd/m² an, das Kontrastverhältnis soll bei 1000:1 liegen. Dabei arbeitet der Monitor mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz.

Als Rechenhirn dient laut Datenblatt ein Octa-Core-Prozessor mit vier ARM Cortex-A72-Kernen und vier ARM Cortex-A53-Kernen, unterstützt von einer Mali-G52 GPU. An Bord sind 8 GByte RAM und 64 GByte interner Speicher. Android 14 als Betriebssystem ermöglicht den Zugang zum Google Play Store – Sie können auf dem Gerät also alle gängigen Streaming-Apps installieren.

Die Touch-Funktionalität macht den Monitor zum übergroßen Tablet. Wichtig dabei: Der Touchscreen funktioniert ausschließlich im Android-Modus. Bei Nutzung als Monitor für Laptop oder PC per HDMI ist eine Touch-Steuerung des angeschlossenen Geräts nicht möglich! Als Video-Eingang dient ausschließlich HDMI 2.0. Die USB-Ports (USB 3.0 und USB-C) unterstützen laut Spezifikation keine Video-Signale, sondern dienen für Datenaustausch und Peripherie.

Der Monitor ist zudem fest am Standfuß montiert: Es handelt sich beim Thomson Go Plus Pro also nicht um ein tragbares Tablet für unterwegs, sondern um ein rollbares Displaysystem.

Wie läuft die erste Einrichtung?

Der Thomson Go Plus Pro verhält sich beim ersten Einschalten wie ein Android-Tablet. Sie durchlaufen die übliche Android-Einrichtung mit WLAN-Konfiguration, Google-Konto-Anmeldung und App-Berechtigungen. Falls Sie kein bestehendes Google-Konto haben, müssen Sie dieses während des Setup-Prozesses erstellen. Für die vollständige Einrichtung inklusive System-Updates sollten Sie 20 bis 30 Minuten einplanen. Dieser Prozess unterscheidet den Thomson-Monitor von klassischen Displays, die sofort nach dem Anschließen einsatzbereit sind.

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Der Lieferumfang des Thomson Go Plus Pro: Display, demontierter Standfuß mit Rollensystem, Netzteil und Fernbedienung.
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Wie mobil ist ein 16-Kilogramm-Monitor?

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku mit 9000 mAh Kapazität hält bis zu 4 Stunden bei typischer Nutzung durch. Im Test haben wir einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 67 Watt gemessen – bei maximaler Helligkeit schrumpft die Akkulaufzeit dadurch auf etwa 2,5 Stunden. Die Ladezeit beträgt ebenfalls 2,5 Stunden.

Für den Transport zwischen Räumen sorgt ein Standfuß mit gummibeschichteten Rollen. Damit schieben Sie das 16 Kilogramm schwere Gesamtsystem ohne Anstrengung vom Arbeitszimmer ins Wohnzimmer oder in die Küche. Die Mobilität beschränkt sich auf diese Raum-zu-Raum-Nutzung – als Tablet-Ersatz zum Mitnehmen taugt der Monitor also nicht. Die Höhenverstellbarkeit (max. 1300 mm hoch) passt sich Ihrer Sitzposition an. Mit der 90-Grad-Rotation wechseln Sie zwischen Hoch- und Querformat.

Welche Bildqualität liefert der Monitor in der Praxis?

Bei unserer Displaymessung haben wir Abweichungen von den Herstellerangaben festgestellt. Statt der spezifizierten 450 cd/m² bringt es der Monitor in der Bildmitte auf maximal 337 cd/m². Das nominelle Kontrastverhältnis von 1000:1 übertrifft er jedoch leicht: Bei minimaler Helligkeit von 0,3 cd/m² ergibt sich ein praktisches Kontrastverhältnis von 1129:1 – für ein LED-Panel bewegt sich das im Mittelfeld.

Die Farbtemperatur liegt erkennbar über dem Idealwert. In der Praxis heißt das: leicht bläulicher Bildeindruck. Für farbkritische Arbeiten reicht die Farbgenauigkeit nicht aus – zumal ein klassisches Bildschirmmenü (OSD), wie Sie es von PC-Monitoren kennen, fehlt. Farbeinstellungen nehmen Sie nur über die Android-Systemeinstellungen vor. Im Alltag stört die Farbabweichung bei Streaming-Inhalten, Videokonferenzen und Office-Anwendungen aber kaum.

Die mattierte Display-Oberfläche reduziert zudem Reflexionen in hellen Umgebungen. Lediglich direkte Sonneneinstrahlung kann zum Störfaktor werden.

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Die Pivot-Funktion des Thomson 27UE7M45: Links im Querformat, rechts um 90 Grad gedreht im Hochformat.
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Wie schlägt sich der Monitor bei Rechenleistung und Benchmarks?

Der im Gerät verbaute Prozessor entpuppt sich im Geekbench-6-Test als Dual-Cluster-Architektur: Vier Kerne takten mit 2,2 GHz für anspruchsvolle Aufgaben, vier weitere mit 2,0 GHz für Hintergrundprozesse. Die Mali-G52 GPU übernimmt die Grafikberechnung. Das System erreicht 345 Punkte im Single-Core-Test, 1312 Punkte im Multi-Core und 1515 Punkte im GPU-OpenCL-Test. Diese Werte ordnen sich im unteren Mittelfeld aktueller Android-Tablets ein – für Streaming, Office-Anwendungen und leichte Spiele reicht das allemal. Anspruchsvolle 3D-Spiele oder aufwendige Videobearbeitung stoßen hingegen an ihre Grenzen.

Die 8 GByte RAM genügen für typische Multitasking-Szenarien mit mehreren geöffneten Apps, Browser-Tabs und Hintergrundprozessen. Der 64-GByte-Speicher bietet Platz für Apps und Medien. Eine externe Speichererweiterung klappt über USB.

Welche Kommunikationsfunktionen stecken im Gerät?

Die integrierte 5-MP-Kamera nimmt Fotos mit bis zu 2592 x 1944 Pixeln auf und zeichnet Videos in Full HD 1080p bei 30 fps oder HD 720p bei wahlweise 30 oder 60 fps. Auch ein Mikrofon zur Erfassung von Sprache ist integriert. Mit 27-Zoll-Display, frontaler Kamera und Spracherfassung brauchen Sie für virtuellen Meetings somit keine zusätzliche Peripherie – ein klarer Vorteil gegenüber stationären Monitoren, die oft separate Webcams erfordern.

WLAN-Konnektivität mit Hotspot-Funktion verwandelt den Monitor in einen Zugangspunkt für weitere Geräte. Bluetooth 5.2 stellt drahtlose Verbindungen zu Eingabegeräten, Kopfhörern oder Lautsprechern her. Unsere DRM-Prüfung bestätigt Widevine Security Level L1 – damit klappt HD-, Full-HD- und 4K-Streaming bei Netflix, Disney+ und Amazon Prime Video – sofern der jeweilige Dienst dies für das Gerät freigibt.

Wie schneidet das Soundsystem im Vergleich ab?

Im rollbaren Standfuß des Thomson 27UE7M45 arbeitet ein 20-Watt-Subwoofer im Zusammenspiel mit den Display-Lautsprechern, siehe Bild unten. Die Konstruktion nutzt das Gehäusevolumen des Fußes für bessere Bassreproduktion – eine clevere Lösung. Mit 42 Watt Gesamtleistung übertrifft das Audiosystem die meisten Monitore deutlich. Die Konfiguration aus 20 Watt Bass, 20 Watt Mitten und zweimal 1 Watt Höhen samt integriertem Subwoofer liefert überraschend gute Klangqualität mit spürbarem Tiefgang. Dolby Audio-Zertifizierung optimiert die Klangcharakteristik für Film- und Musikwiedergabe.

Verglichen mit typischen Monitor-Lautsprechern oder Tablet-Speakern bietet das System deutlich mehr Volumen und Bassreproduktion. An die Präzision dedizierter Soundbars oder Studiomonitore reicht es allerdings nicht heran.

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Im rollbaren Standfuß des Thomson 27UE7M45 arbeitet ein 20-Watt-Subwoofer im Zusammenspiel mit den Display-Lautsprechern. Die Konstruktion nutzt das Gehäusevolumen des Fußes für bessere Bassreproduktion.
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Welche Zusatzfunktionen bietet der Go Plus Pro?

Thomson liefert den Monitor mit einer vorinstallierten Whiteboard-App (Version 1.0.14) aus. Diese nutzt Touch-Steuerung und Stifteingabe für Brainstorming, Präsentationen oder digitale Notizen. Die Anwendung funktioniert gut und passt ins Gesamtbild – klassische Monitore haben so etwas nicht zu bieten. Mit dem Google Play Store haben Sie zudem Zugriff auf das komplette Android-Ökosystem: Produktivitäts-Apps, Streaming-Dienste, Casual Games und vieles mehr.

Wie hoch fällt der Stromverbrauch aus?

Thomson gibt die Energieeffizienzklasse F an – bei einem von uns gemessenen Verbrauch von 67 Watt im Betrieb liegt der Monitor im erwarteten Bereich für 4K-Displays dieser Größe mit integriertem Soundsystem, Android-System und Akku-Ladeelektronik.

Wie steht es um Preis und Leistung?

Mit einem Straßenpreis um 650 Euro liegt der Thomson Go Plus Pro deutlich über stationären 27-Zoll-4K-Monitoren. Wenn Sie aber mal nachrechnen: Ein einfacher 27-Zoll-4K-Monitor kostet etwa 300 Euro, eine Webcam im Einstiegssegment weitere 40 Euro, eine kompakte Soundbar mit Subwoofer 80 Euro und ein Android-Tablet mit 8 GByte RAM rund 180 Euro.

Diese Einzelkomponenten summieren sich auf 600 Euro – allerdings ohne die Mobilität durch Akku und Rollensystem. So betrachtet bewegt sich der Thomson preislich absolut im Rahmen und der Aufpreis gegenüber separat gekauften Komponenten zahlt sich durch die All-in-One-Lösung mit Mobilität aus.

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Kompakte Anschlussausstattung: HDMI 2.0 für 4K-Zuspielung, USB 3.0 und USB Typ-C für Daten und Peripherie an der Display-Rückseite.
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Für wen eignet sich der Thomson Go Plus Pro?

Der Monitor richtet sich vor allem an Anwender, denen Flexibilität wichtiger ist als Spitzenleistung in Einzeldisziplinen. Hybrid-Worker profitieren von der Mobilität zwischen Home-Office, Küchentisch und Wohnzimmer-Couch, ohne für jeden Standort separate Hardware zu brauchen. Die integrierte Videokonferenz-Hardware mit 5-MP-Kamera spart Ihnen den Kabelsalat externer Webcams – das ist im Alltag goldwert.

Für die typische Home-Office-Mischung aus Videokonferenzen, Office-Arbeit, Streaming und gelegentlichem Gaming reichen die Spezifikationen vollständig aus. Die Flexibilität, morgens im Arbeitszimmer, mittags in der Küche und abends im Wohnzimmer zu arbeiten, hat einen Wert für sich – das kann man nicht in reinen Monitor-Spezifikationen ausdrücken. In Unternehmen oder Bildungseinrichtungen punktet der Monitor mit Touch-Steuerung und Whiteboard-App für Präsentationen. Die Rollbarkeit bringt ihn in verschiedene Meetingräume ohne aufwendige Installation.

Weniger geeignet ist der Monitor aber ganz offensichtlich für E-Sportler (es fehlen hohe Bildwiederholraten), professionelle Bild- und Videobearbeiter (fehlende Farbkalibrierung) oder wenn Sie ein tragbares Gerät für unterwegs suchen, denn der smarte Monitor bleibt am Standfuß montiert.

Alternative: Wer eine größere Bildfläche benötigt und auf Akku-Betrieb verzichten kann, für den ist der LG Swing 32U889SA-W mit seinem 32-Zoll-Display eine gute Alternative. Der LG benötigt jedoch dauerhaft eine Steckdose und ist nicht wie der Thomson kabellos zwischen Räumen mobil.

Fazit: Wie gut ist der Thomson Go Plus Pro im Test?

Der Thomson Go Plus Pro (27UE7M45) ist eine Mischung aus mobilem Monitor, Tablet, Smart-TV und Videokonferenz-System – ein vielseitiger Begleiter für Home-Office und Entertainment. Uns ist besonders das 42-Watt-Soundsystem mit Subwoofer positiv aufgefallen. Zusammen mit der integrierten 5-MP-Kamera und 4K-Streaming-Unterstützung hebt sich der Monitor deutlich von starren Schreibtisch-Displays ab.

Die gemessene Helligkeit reicht für Innenräume allemal, auch wenn sie hinter den Herstellerangaben zurückbleibt. Für Streaming, Videokonferenzen und Office-Arbeit liefert er ein solides Bild – professionelle Bildbearbeitung gehört jedoch nicht zu seinen Stärken. Die Rechenleistung des integrierten Android-Tablets bewältigt den Alltag mit Office-Apps, Streaming und gelegentlichem Gaming problemlos.

Der Straßenpreis um 650 Euro liegt im Rahmen vergleichbarer Einzelkomponenten, denen die Mobilität des Thomson Go Plus Pro jedoch fehlt. Für alle, die Flexibilität zwischen verschiedenen Räumen schätzen, lohnt sich die Investition.

Online-Siegel
gut
ThomsonGo Plus Pro
Smart Display
Januar 2026 Zum Produkt

Thomson Go Plus Pro (27UE7M45)

Technische Daten Wert
Bildschirmgröße27 Zoll / 69 cm
Auflösung3840 x 2160 (4K UHD)
Bildwiederholrate60 Hz
Helligkeit (Herstellerangabe)450 nits
Kontrastverhältnis (Herstellerangabe)1000:1
Blickwinkel178/178 Grad
TouchscreenJa
Arbeitsspeicher8 GByte
Interner Speicher64 GByte
ProzessorARM Cortex-A72 x4 + ARM Cortex-A53 x4
Audio20 W Bass + 20 W Mitten + 2 W Hochtöner
Dolby AudioJa
Integrierter SubwooferJa
Kamera5 MP / Full HD 1080p
USB-Anschlüsse1x USB 3.0 + 1x USB Type-C
HDMI-Anschlüsse1x HDMI 2.0
Bluetooth5.2
WLANWi-Fi 6
BetriebssystemAndroid 14
Akkukapazität9000 mAh
Akkulaufzeitbis zu 4 Stunden
EnergieeffizienzklasseF
Abmessungen mit Standfuß627 x 372 x 1300 mm
Gewicht16 kg