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Umfrage zum Valentinstag

Liebe lieber ohne KI: Mehrheit lehnt KI als Liebesberater ab

Eine Umfrage zeigt, dass KI für die meisten Deutschen in Liebes- und Beziehungsfragen keine Rolle spielt. Eine Ausnahme bildet Gen Z, die KI offener gegenübersteht.

Umfrage zu KI am Valentinstag
Wie offen stehen die Deutschen der Nutzung von KI in Herzensangelegenheiten gegenüber?
© GMX / WEB.DE

Anlässlich des bevorstehenden Valentinstag hat YouGov im Auftrag von GMX und WEB.DE eine repräsentative Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, welche Rolle KI in der Liebe spielt. Im Rahmen der Studie wurden im Zeitraum vom 26. bis 28. Januar 2026 insgesamt 2056 Personen im Alter von über 18 J...

Anlässlich des bevorstehenden Valentinstag hat YouGov im Auftrag von GMX und WEB.DE eine repräsentative Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, welche Rolle KI in der Liebe spielt. Im Rahmen der Studie wurden im Zeitraum vom 26. bis 28. Januar 2026 insgesamt 2056 Personen im Alter von über 18 Jahren befragt.

Skepsis gegenüber KI in Herzensangelegenheiten

82 Prozent der Befragten in Deutschland lehnen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei persönlichen oder emotionalen Themen ab. KI wird demnach überwiegend nicht als geeignete Unterstützung bei Beziehungsproblemen, familiären Konflikten oder persönlichen Sorgen angesehen.

Nur eine kleine Minderheit kann sich vorstellen, KI als Ratgeber bei Partnerschafts- oder Ehefragen (6 Prozent), bei Streit im Freundes- oder Familienkreis (6 Prozent) oder als eine Art Zuhörer für persönliche Gedanken (9 Prozent) zu nutzen. Zudem gaben 67 Prozent an, sie könnten nicht nachvollziehen, dass Menschen emotionale Bindungen oder Partnerschaften mit einer KI eingehen.

Romantische Kommunikation bleibt überwiegend analog

Besonders zurückhaltend zeigen sich die Befragten beim Einsatz von KI für romantische Nachrichten. Für 72 Prozent kommt es laut Umfrage nicht in Frage, KI-generierte Liebesbriefe, Flirt-Nachrichten oder Valentinsgrüße zu verwenden. Auch eine emotionale Zuwendung zur Maschine selbst wird mehrheitlich abgelehnt: 80 Prozent würden einer KI zum Valentinstag keinen Gruß oder ein Dankeschön senden.

Michael Hagenau, Geschäftsführer von GMX und WEB.DE, erklärt, die Ergebnisse könnten als Hinweis auf digitale Selbstbestimmung verstanden werden. Die Menschen würden KI dort einsetzen, wo sie als hilfreich wahrgenommen werde, wollten emotionale Nähe jedoch nicht an technische Systeme delegieren.

Generation Z zeigt größere Offenheit

Ein abweichendes Bild ergibt sich bei den 18- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe nutzen laut Umfrage 37 Prozent KI auch für persönliche oder emotionale Gespräche. Rund ein Viertel habe bereits KI-Unterstützung für romantische Texte in Anspruch genommen. Zudem halten es 40 Prozent der jungen Erwachsenen für nachvollziehbar, dass zwischen Mensch und Maschine eine emotionale Bindung entstehen kann.

Datenschutz als gemeinsame Grenze

Unabhängig vom Alter eint die Befragten ein starkes Bedürfnis nach Privatsphäre. In allen Altersgruppen ist es für mehr als die Hälfte wichtig, dass private Liebesnachrichten nicht von KI-Systemen analysiert oder mitgelesen werden. Der Schutz persönlicher Kommunikation wird damit generationenübergreifend als zentrale Voraussetzung für den Einsatz digitaler Technologien gesehen.

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Autor: Leif Bärler • 9.2.2026

Frag’ die KI