Messenger nach Facebook-Übernahme

Whatsapp Gründer sieht keine Datenschutzprobleme

Der Mitbegründer von Whatsapp, Jan Koum, hat sich zu den Sicherheitsbedenken nach der Übernahme der Messenger-App durch Facebook geäußert. Datenschutzsorgen der User seien vollkommen unbegründet, am Dienst werde sich nichts ändern, so Koum in einem Statement.

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Jan Koum, einer der Gründer von Whatsapp, hat sich im offiziellen Whatsapp-Blog zu Wort gemeldet und über die aktuelle Lage des Messenger-Dienstes informiert. Unter der Überschrift "Setting the record straight" (sinngemäß: "Die Dinge ins rechte Licht gerückt") schildert Koum seine Gedanken zur Übernahme durch Facebook.

So fühle sich das Whatsapp-Team davon geehrt, wie viel Interesse am Aufkauf des Unternehmens bestehe. Dennoch wolle man sich weiterhin allein darauf konzentrieren, so vielen Menschen wie möglich die Chance zu geben, mit Freunden in Kontakt zu bleiben, egal wo sie leben. Dabei wisse Koum, der in der Ukraine geboren und in der ehemaligen UdSSR aufgewachsen ist, den Wert privater Kommunikation zu schätzen. Die Tatsache, dass man damals aus Sorge vor KGB-Überwachung nicht habe offen sprechen können, sei ein Grund für die Auswanderung seiner Familie in die USA gewesen.

Der Respekt vor der Privatsphäre der Nutzer sei in der DNS von Whatsapp (Testbericht) verankert. Die App sei mit dem Ziel entwickelt worden, so wenig wie möglich über die User zu wissen. Man frage weder nach Namen oder E-Mail-Adresse noch dem Geburtsdatum oder den GPS-Koordinaten. Keine dieser Daten seien je von Whatsapp gesammelt und gespeichert worden und dies sei auch in Zukunft nicht geplant.

Jan Koum geht sogar soweit zu behaupten, dass der Facebook-Deal nicht zu einem Abschluss gekommen wäre, wenn man dafür diese Grundprinzipien hätte ändern müssen. Stattdessen forme man nun eine Partnerschaft, in der man unabhängig und autonom weiterarbeiten könne. Anderweitige Spekulationen entbehrten jeder Grundlage und seien sogar unverantwortlich.

Whatsapp mit neuen Funktionen und mehr Privatsphäre

Starke Worte seitens des Whatsapp-Gründers, an denen sich Jan Koum in Zukunft wird messen lassen müssen.

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