Warnung vor Snaptube

Youtube-Downloader für Whatsapp: Diese App sollten Sie dringend meiden

Snaptube ist ein beliebter Youtube-Downloader für Whatsapp. Ein halbes Jahr nach ersten Warnungen gerät die App wieder in den Fokus.

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Whatsapp-Nutzer müssen aufpassen. Lassen Sie sich als Youtube-Downloader nicht Snaptube aufschwätzen.

Whatsapp-Nutzer sollten verstärkt aufpassen. Nicht nur Kettenbriefe, Fake-Gewinnspiele und Co. wollen Nutzer um Daten oder Geld bringen, auch Erweiterungs-Apps können durch fragwürdiges Verhalten auffallen und mit einer Warnung versehen werden.

Bereits im Oktober 2019 wurden Berichte über den Youtube-Downloader Snaptube veröffentlicht, der eigentlich nur über Whatsapp geteilte Youtube-Streams offline verfügbar machen soll. 40 Millionen Nutzer soll es zu diesem Zeitpunkt gegeben haben, wie der chinesische Hersteller Mobiuspace verriet. Aktuell greifen Medien das Thema wieder auf.

Snaptube ist nicht im Play Store, sondern lässt sich per APK-Datei „sideloaden“. Über beispielsweise Empfehlungen von Whatsapp-Kontakten dürften viele Nutzer auf das Tool gestoßen sein und es heruntergeladen haben. Doch: Sie sollten einen großen Bogen um die App machen oder sie gegebenenfalls direkt löschen.

Whatsapp: Warum ist SnapTube gefährlich?

Snaptube lädt nicht nur Videos für Sie herunter. Im Hintergrund geschehen laut des eingangs erwähnten Berichts eine Reihe von Dingen, über die Sie nicht informiert werden und die einer Akzeptanzprüfung ohnehin nicht standhalten würden

Wie forbes.com schrieb, generiert die App Klicks auf eigene, unsichtbare Werbeanzeigen, die Sie mit Ihrem Tarif herunterladen müssen und nicht einmal zu Gesicht bekommen. Auf Ihre Kosten wird also Umsatz generiert.

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Dazu kommt, dass die App unsichtbare Anrufe an kostenpflichtige Premium-Service-Anbieter einleitet und auch fragwürdige Online-Abos abschließen kann, ohne dass der Nutzer dies bemerkt – bis die Rechnung im Folgemonat ankommt.

Dem Bericht zufolge ermittelte das Unternehmen Upstream, das das Verhalten aufdeckte, einen so entstandenen Schaden für Nutzer von insgesamt über 91 Millionen US-Dollar.

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